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rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3256
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Familienrecht
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Ich habe am 14.03.2017 mein Sorgerecht vor Gericht

Kundenfrage

Ich habe am 14.03.2017 mein Sorgerecht vor Gericht abgegeben, da ich seit mehr als 10Jahren keinerlei Kontakt zur Mutter & Tochter hatte. Meine Tochter ist inzwischen 14 Jahre alt und ich habe auch keinen Unterhalt mehr bezahlt, da ich weder vom Jugendamt noch von der Kindesmutter dazu aufgefordert worden bin. Jetzt ist ja am 01.07.2017 ein neues Gesetz rausgekommen, das ich wieder Unterhalt bezahlen muss und prompt wurde ich angeschrieben.
Meine Frage hierzu lautet: Ich habe trotz Gerichtsbeschluss keinerlei Informationen bezüglich meiner Tochter erhalten, obwohl dies klar als Auflage definiert worden ist, seitens des Familiengerichts aber Unterhalt muss ich bezahlen?
Die Kindesmutter hat auch im Jahre 2002 ein Auto gekauft wofür ich gebürgt habe. Den offenen Kredit über 7000€ bezahle jetzt auch ich, da sie ihn nicht bezahlt.
Kann es denn sein das jegliche Verpflichtungen an mich abgetreten werden und sie nicht einmal der Gerichtlichen Verpflichtungen nachkommt, obwohl auch da ein Vertreter des Jugendamtes Anwesen war.
Gepostet: vor 7 Monaten.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 7 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Der Kindesunterhalt ist leider völlig unabhängig von dem Sorgerecht zu Zahlen und basiert letztlich darauf, als sie der biologische Vater des Kindes sind.

Auch auf Rechnungen im Hinblick auf den Unterhalt für Kinder sind grundsätzlich nicht gestattet, so dass sie bei Forderungen gegen die Kindesmutter diese konkret und separat gegen diese geltend machen müssten, wobei, wenn die Forderung im Jahr 2002 entstanden ist, diese mit hoher Wahrscheinlichkeit verjährt ist.

Sollten Sie allerdings noch weiterhin Kreditratenzahlen, können Sie diese in der Regel auch jetzt noch zurückfordern.

Mit dem Kindesunterhalt hat dies allerdings eben nichts zu tun.

Ich hoffe, dass ich ihre Frage hilfreich beantwortet habe und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Über eine anschließende positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Erst einmal vielen Dank für die Antwort.Ich habe mir dies schon gedacht das ich da keinerlei Forderung gelten machen kann. Aber das Familiengericht legt folgendes fest: Auszug aus dem Beschluss: Die Kindesmutter verpflichtet sich zweimal im Jahr, und zwar Anfang Februar und Ende Juli/ Anfang August eines jeden Jahres einen Bericht über die Entwicklung von der Tochter zu fertigen und diese dem Kindesvater zu übermitteln. Bei dem Urteil war ebenfalls ein Jugendamt Vetreter vor Ort. Sie hält sich nicht an gerichtliche Vorgaben aber Unterhalt darf sie einfordern. Umgangsrecht bzw. den Kontakt verbietet sie ebenfalls Zitat: die Tochter ist in der Pupertät und hat bis jetzt keinen Kontakt gehabt und das soll auch weiterhin so bleiben.Sprich der Vater darf zahlen aber mehr Rechte hat er nicht?
Wie kann ich gegen den Gerichtsbeschluss vorgehen, da ich bis dato keinen Bericht habe. ( Gerichtsurteil ist vom März 2017)Mit freundlichen Grüßen
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 7 Monaten.

Vielen Dank für die weiteren Informationen.

Natürlich haben Sie eine entsprechendes recht, insbesondere wenn dies auch im Beschluss so dargestellt worden ist, die Informationen zu erhalten. Sie können diesen Beschluss im Rahmen der Zwangsvollstreckung umsetzen, zum Beispiel bei Gericht beantragen, dass die Kindesmutter den Beschlüssen nachkommt und entsprechende Informationen übersandt.

Tut Sie dies nicht, müssten dann entweder Ordnungsgeld oder Ordnungshaft durch das Gericht angedroht werden.

Sie sollten daher sich an das Gericht wenden, um ihre Ansprüche durchzusetzen und insofern beantragen, als dass ein Ordnungsgeld gegen die Kindesmutter verhängt wird, damit Sie den Beschluss nachkommt.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Ok. Also um die Unterhaltszahle kommt ich nicht drum herum, egal was ich mache. Egal ob mir der Kontakt verwehrt bleibt.Zwecks den Kreditschulden kann ich das nur bei ihr geltend machen, vorausgesetzt es ist nicht verjährt.Sie sollten daher sich an das Gericht wenden, um ihre Ansprüche durchzusetzen und insofern beantragen, als dass ein Ordnungsgeld gegen die Kindesmutter verhängt wird, damit Sie den Beschluss nachkommt.
Schreibe ich hierfür einfach einen Brief an das Gericht, das sie Aufgrund des Beschlusses vom xy ihrer Aufforderung nicht nach kommt und ich diesbezüglich einen Antrag auf Ordnungsgeld stelle, sollte sie abermals der Forderung nicht nach kommen.
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 7 Monaten.

Ja, Sie können auch zum Gericht selbst hingehen und den Antrag zu Niederschrift erklären.

Wird dann gegebenenfalls vom Gericht als entsprechende Ordnungsgeldantrag ausgelegt.

Sofern sie Darlehensschulden weiterhin ab zahlen, sind diese zumindest in den letzten drei Jahren der Abzahlung nicht verjährt. Diese sollten Sie dann zeitnah geltend machen.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt