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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 15050
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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RATraub ist jetzt online.

Frage zu Zugewinnausgleich bei Scheidung. Die Situation: 18

Diese Antwort wurde bewertet:

Frage zu Zugewinnausgleich bei Scheidung . Die Situation: 18 Jahre Ehe mit not.-Ehevertrag wg. unterschiedlicher Vermögenslage, keine Kinder, nach 2 Jahren Schenkung der Eltern einer Immobilie an mich, Trennungsjahr läuft, ich, 15 Monate arbeitsunfähig wg. schwerer psysicher Belastung aus der Ehe , ohne Einkommen, Frage: sollte zum Schutz meines ( Familien- ) Vermögens die Schenkung zurückgezogen werden ? Ehemann: Taugenichts, krimenell, Vater Anwalt. Was raten Sie mir? Danke Nicole

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Im Rahmen eines Zugewinnausgleichs werden regelmäßig keine Schenkungen und Erbfälle zugunsten des anderen Ehegatten berücksichtigt.

Sofern daher im Vertrag keine explizite Sonderregelung enthalten ist, wäre die Schenkung durch Ihre Eltern an Sie (allein!) nicht zugunsten des Ehegatten zu berücksichtigen.

Anbei übersende ich Ihnen einen Link, in welchem Ihre Problematik dargestellt wird:

https://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/miet-immobilienrecht/elterliche-grundstuecksschenkung-und-scheidung_214_112510.html

Allerdings könnte die erzielte Wertsteigerung des Grundstücks während der Ehejahre durchaus zu berücksichtigen sein (nur der Wertsteigerungsbetrag). Daher ist nicht auszuschließen, dass zumindest Teil der geschenkten Immobilie wertmäßig beim Zugewinn zu berücksichtigen ist.

Ob eine Rückgängigmachung der Schenkung durch Ihre Eltern ohne weiteres möglich ist und ob insbesondere hier keine Steuern anfallen (welche ebenfalls wertmäßig zu berücksichtigen sind), ist genauer zu prüfen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Meine Frage nocheinmal: Der Ehevertrag schließt den Zugewinnausgleich ausdrücklich aus! Ebenso den gegenseitigen Versorgungsausgleich! Kann dieser notarielle Vertrag angefochten werden und wegen eines sozialen Gefälles dann doch zugunsten des Ehemannes zur Zahlung kommen???

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wenn durch den notariellen Vertragsschluss bzgl. Ausschluss Versorgungsausgleich und Zugewinnausgleich eine übermäßige Benachteiligung des anderen Ehegatten einhergeht, kann dieser Vertrag im Falle eines Rechtsstreits als sittenwidrig (§ 138 BGB) beurteilt werden (und somit Nichtigkeit).

Dies müsste ein Gericht anhand der Vermögensverhältnisse und des geschlossenen Vertrags beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.

Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

RATraub und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.