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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 9361
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich versuche mein Problem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich versuche mein Problem kurz zusammenzufassen und hoffe, Sie können mir einwenig helfen.
Situation: Ich lebe mit meinem Lebensgefährten seit 16 Jahren in meiner Eigentumswohnung. Während dieser Zeit war ich hauptsächlich Hausfrau und hatte ein geringes Einkommen durch vermietete, jedoch noch verschuldete Eigentumswohnungen, die ebenfalls ausschließlich mir gehören. Für den Lebensunterhalt sorgte zum größten Teil mein Lebensgefährte.
Vor einem halben Jahr habe ich unsere Beziehung beendet. Er weigert sich aber vehement, die Wohnung zu verlassen und so versuchte ich daraus eine freundschaftliche WG zu machen.
Leider hat das nicht funktioniert und die Situation beginnt zu eskalieren.
Nun meine 2 Fragen:
1) Habe ich eine rechtliche Handhabe ihn aus meiner Eigentumswohnung zu bekommen?
2) Nachdem wir nicht verheiratet sind dürfte er auch keinen Anspruch auf mein Vermögen haben, oder tritt wie bei Verheirateten Paaren die Zugewinngemeinschaft in Kraft?
Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ***** ***** im Voraus und verbleibe,
mit freundlichen Grüßen
Gerda A. Stempfl

Sehr geehrte Fragestellerin,

einen Mietvertrag haben Sie mit dem ExLebensgefährten nicht abgeschlossen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Frau Grass,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Nein es gibt keinen Vertrag. Wir sind einfach zusammen gezogen und haben eine Trennung nicht in Betracht gezogen

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Da keine vertragliche Bindung Ihrerseits besteht sind Sie auch nicht verpflichtet, dem ExPartner Logie zu bieten. Dies bedeutet, dass Sie alleine entscheiden können, wer die Immobilie, die in Ihrem Eigentum steht, bewohnt bzw. nutzt und wer nicht.

Sie können also ohne weiteres dem Ex eine Frist zum Auszug setzen (die sollte angemessen sein, wobei je nach Örtlichkeit maximal 3 Monate gegeben werden müssen) und sollte er diese nicht einhalten und bleiben,könnten Sie entweder die Schlösser wechseln oder – dies wäre die„juristisch sauberste Lösung“ Räumungsklage erheben.

Sie haben zudem völlig Recht, einen Zugewinnausgleich oder etwas ähnliches gibt es bei nicht miteinander verheirateten Paaren nicht. Ihr ExPartner hat also keinerlei Anspruch auf Ihr Vermögen oder einen irgendwie gearteten Ausgleich.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls Rückfragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf.Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrte Fragestellerin,

haben Sie noch Nachfragen ? Falls nicht, nehmen Sie bitte eine Bewertung der erteilten Antworten vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen Dank, ***** ***** mir sehr geholfen.
Meine Bedenken, ihn rauszukriegen begründen darauf, dass er seit 16 Jahren auch ausschließlich bei mir gemeldet ist und ich ihn nicht auf die Straße setzen darf.
Da er selbst keine Wohnung sucht, zog ich in Erwägung selbst ausziehen zu müssen, um ihn später mit einer Eigenbedarf Klage aus der Wohnung zu bekommen.
Das ist jedoch Dank Ihrer Hilfe hinfällig.
Heute habe ich mich allerdings bereits für zwei Wohnungen beworben, die selbst mir gefallen würden.
Bitte erlauben Sie mir noch folgende abschließende Fragen:
1) Kann ich von ihm verlangen, dass er bei Einverständnis des Vermieters die Wohnungen nimmt? Beide liegen etwa 20 Minuten mit dem Fahrrad von seiner Arbeitsstelle entfernt.
2) Muss ich ihm diese Frist nachweislich schriftlich geben?
3) Sollte ich ihm nicht nachweisen können, dass er sich um keine Wohnung bemüht und er nach Ablauf der Frist immer noch da sein, dann würde ich ihn auf die Straße setzen. Kann ich das, ohne, dass er sich mit Hilfe der Polizei wieder Zugang verschaffen kann.
Dazu sei erwähnt, dass er bislang nicht gewalttätig ist.
Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe,
Mit freundlichen Grüßen
Gerda A. Stempfl
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Frau Grass,ich weiß jetzt nicht, ob Sie noch online sind und meine letzte Nachricht noch erhalten haben, aber wenn Sie erlauben, 3 Nachfragen hätte ich noch:1) Kann ich von ihm verlangen, dass er bei Einverständnis des Vermieters eine der beiden Wohnungen nimmt, für die ich mich beworben habe? Beide liegen etwa 20 Minuten mit dem Fahrrad von seiner Arbeitsstelle entfernt.
2) Muss ich ihm diese Frist nachweislich schriftlich geben?
3) Sollte ich ihm nicht nachweisen können, dass er sich um keine Wohnung bemüht und er nach Ablauf der Frist immer noch da sein, dann würde ich ihn auf die Straße setzen. Kann ich das, ohne, dass er sich mit Hilfe der Polizei wieder Zugang verschaffen kann.
Dazu sei erwähnt, dass er bislang nicht gewalttätig ist.
Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe,
Mit freundlichen Grüßen
Gerda A. Stempfl

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Zet begründet kein Bleiberecht. Ist die Partnerschaft beendet entscheiden Sie, wer bleibt oder geht.

Sie können nicht verlangen, dass er eine bestimmte Wohnung anmietet und Sie können auch von keinem Vermieter verlangen, dass er Ihrem Ex die Wohnung vermietet. Sie können NUR verlangen, dass er auszieht. Sie sollten die Fristsetzung schriftlich machen und zu Beweiszwecken auch per Einwurfeinschreiben.

Wenn er nicht geht, obwohl die Frist abegelaufen ist, könnten Sie die Schlösser wechseln. Besser wäre natürlich die Räumungsklage über das Gericht. Die Polizei ist hier keine Hilfe, weder für Sie noch für ihn.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.