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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 25277
Erfahrung:  Im Familienrecht habe ich mehrere Mandate bearbeitet
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, in meinem Fall geht es um eine Sache zum Umgang

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
in meinem Fall geht es um eine Sache zum Umgang des Vaters meines 9 jährigen Sohnes.
Der Kindsvater und ich haben nie in häuslicher Gemeinschaft gelebt.
Die Umgangskontakte fanden die gesamten 9 1/2 Jahre lang sehr sporadisch 2-3 mal im jahr statt nach vorheriger Anfrage des Vaters.Oft geschah dies spontan und wurde auch kurzfristig verschoben.
Zwischen den Terminen (die nirgends geregelt sind)fand kein Kontakt statt ,da der Vater sich weder zu Telefon-noch zu Briefkontakt in der Lage sieht.
Vor einem Jahr kam es erstmals zu verzweifelten Zuständen des Kindes wobei er sagte ,Daß er nicht mehr zum Vater will.Zumindest nicht übernachten.5Monate später kam das nächste Umgansansinnen de Vaters woraufhin der Junge wieder weinte.
Hierbei habe ich vermittelt und so ging der Junge für ein Wochenende mit.
Der Vater wollte dann nach 6 monatiger Funkstille den Jungen in den Sommerferien für 2 Wochen kurzfristig zu sich holen .Dies fiel in den Aufenthalt bei Oma und konnte so nicht durchgeführt werden.
Auch hat das Kind wiederholt ,daß es bitte nicht so lange hin will.
Den Vater habe ich daraufhin informiert wie es dem Jungen damit geht und daß wir uns beim Jugendamt bei einem Umgangsvermittlungstermin über geregelte Zeiten unterhalten können.
Der Termin fand statt vorige Woche führte jedoch zu keinem Ergebnis ,da der Vater auf seiner spontanen Verfahrensweise besteht und sich auf keine verbindlichen Vereinbarungen einlassen kann.
Ich habe geschildert ,daß das Kind über die Jahre immer mehr Vertrauen verloren hat und dei Gelegenheit bräuchte sich lanhsamer Z.B. tagsüber ohne Übernachten oder auch alle 2 Monate ein Wochenende auf das er sich verlassen kann bräuchte. Habe also den Umgang nicht unterbunden sondern auf Notwendikeit der neu-und Ausgestaltung hingewiesen.
Auch hatte ich ihn eingeladen doch am Vermittlungstag (bei der er 2,5 stunden extra herfährt) sich mit seinem Sohn zu treffen-keine Zeit.
Oder ihm das erste oder letzte wochenende der Ferien nahegelegt.Ohne Erfolg.
Die ganzen Ferien darauf beharrt er.
Nun habe ich eine Ladung vom Gericht bekommen wegen einstweiliger Verfügung zum Umgang.
am 2.11. soll Termin sein.
Er behauptet ich verunmögliche ihm den Umgang mit seinem Sohn.
Was kann ich tun und wie am besten argumentieren?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Jeder Elternteil hat gemäß § 1684 BGB das Recht, aber zugleich auch die Pflicht zum Umgang mit dem Kind, wobei die Eltern alles zu unterlassen haben, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert.

Vor dem Hintergrund dieser Umgangspflicht wird dem Antrag des Kindsvaters kein Erfolg beschieden sein, denn es ist unter Zugrundelegung Ihrer Angaben zum Sachverhalt der Kindsvater, der seine Pflicht zu geordnetem und regelmäßigen Umgang in schwer wiegender Weise verletzt hat, indem er seine Umgangspflicht nur punktuell und sporadisch erfüllt hat.

Dies ist nach Ihren Angaben ja auch nicht folgenlos geblieben, denn das Kind hat sichtlich unter dieser Vernachlässigung so sehr gelitten, dass es selbst den Umgang nicht mehr wünscht.

Angesichts dessen mutet der Antrag des Kindsvaters befremdlich an, denn es waren nicht Sie, die sein Umgangsrecht sabotiert hätten, sonder er hat es nicht in der gebotenen Weise und Häufigkeit wahrgenommen.

Dieser Zusammenhang wird im Zuge des anstehenden Verfahrens entscheidend zu berücksichtigen sein, und Sie sollten daher die vorstehend erläuterten Gründe in den Mittelpunkt Ihrer Argumentation rücken und insbesondere herausstellen, dass Sie zu keinem Zeitpunkt den Umgang erschwert haben, sondern vielmehr zum Wohle des Kindes stets darauf gehofft haben, dass der Kindsvater sein Umgangsrecht häufiger ausübt, damit die Bindung zwischen Kind und Vater gestärkt wird. Weisen Sie zudem darauf hin, dass als Folge des nur gelegentlich ausgeübten Umgangs nun das gegenteilige Ergebnis eingetreten ist und das Kind selbst keinen Umgang mit dem Vater mehr möchte.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Guten Tag,vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

Ich kann es auch nicht verstehen oder recht nachvollziehen was der Antrag bezwecken soll.

Zumindest hat sich seit dem Termin am Jugendamt geändert,dass fer Vater sich bereiterklärt hat einmal wöchtl mit dem Kind telefonisch Kontakt zu haben.

Unterhalt zahlt er auch nicht.

nebenbei will er noch das anteilige Sorgerecht für sich erwirken.

Das dürfte wohl auch wenig Aussicht haben?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, das ist aussichtslos: Das gemeinsame Sorgerecht würde ihm nur zuerkannt werden, wenn dies dem Kindeswohl entsprechen würde.

Das ist unter den vorliegenden Umständen zweifelsfrei nicht der Fall, wenn er nicht nur seine Umgangspflichten vernachlässigt, sondern darüber hinaus auch seine Unterhaltspflicht gröblich verletzt.

Das gemeinsame Sorgerecht ist ihm damit verbaut!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.

Danke sehr.

Ich werde sehen ,daß ich am Mittwoch meine Anwältin mitnehmen kann.

Es besteht ja kein Anwaltszwang ,wenn ich recht informiert bin,da es sich um eine einstweilige anordnung handelt.

Wie steht es damit ,wenn sich herauskristallisiert,daß er die Telefonate nutzt um

das Kind zu bearbeiten und ihm Versprechungen zu machen um ihn umzustimmen?

er hatte dies in einer Mail einmal so verlauten lassen :anrufen um zu beeinflussen...

vielen dank für Antwort

Gern antworte ich Ihnen weiter.

Ich darf Sie aber bitten, zunächst eine positive Bewertung abzugeben, damit meine bisher erbrachte umfassende Rechtsberatung auch vergütet wird. Ich werde sodann umgehend auf Ihre Nachfrage eingehen, und Sie können anschließend beliebig oft und kostenfrei nachfragen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Haben Sie vielen Dank!

Zu Ihrer Nachfrage:

Ja, das ist richtig - es besteht kein Anwaltszwang, aber Sie sollten in jedem Fall Ihre Anwältin zu dem Termin hinzuziehen.

Sollte er versuchen, das Kind zu manipulieren, wird dies bei Gericht nicht gut ankommen! Es ist möglich, dass auch das Kind angehört wird, und es ist in Anbetracht der belasteten Situation zwischen Kind und Vater davon auszugehen, dass das Kind etwaige Beeinflussungsversuche dann auch zur Sprache bringen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt