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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1574
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht
49776616
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Sehr geehrte Damen & Herren, anbei schildere ich Ihnen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen & Herren,
anbei schildere ich Ihnen folgenden Sachverhalt. Meine Frau und ich sind seit 2008 verheiratet und seit diesem Jahr im März getrennt. Im folgenden geht es darum wieviel Geld jedem von uns aus zwei Häusern zusteht. Das erste Haus wurde vor der Ehe im Jahre 2005 gebaut ( es ist derzeit vermietet und es hat sich ein Käufer gefunden, Verkaufspreis 359.000 Euro). Das zweite Haus wurde von uns 2013 gebaut und wird von meiner Frau mit den zwei Kindern bewohnt ( da es zwischenzeitlich kurz leer stand hatten wir ein Kaufangebot in Höhe von 400.000€, den wir als Wertgrundlage nutzen wollen).
Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich über den Gewinn von dem Verkauf des ersten Hauses ausgezahlt werde und sie im zweiten Haus wohnen bleibt, ich es ihr komplett überschreibe und aus dem Grundbuch und Darlehensverträgen zurücktrete). Strittig ist jetzt die Summe , die ich bekommen soll. Dazu im folgenden die genaue Aufstellung beider Häuser:Haus 1: Verkaufspreis 359.000€
Restschuld an die Bank 196.409,28€
Bleibt ein Gewinn von 162.590,72€Für dieses Haus hat uns ihr Vater ein Darlehen von 25.000€ zur Verfügung gestellt. Schriftlich wurde festgelegt, dass nur die Zinsen bezahlt werden müssen & dass es in vollem Umfang zurückzuzahlen ist, falls die Immobilie innerhalb von 10 Jahren veräußert wird ( dies ist bis 2015 nicht geschehen). Wie ist dieses Darlehen zu werten.Desweiteren besaß meine Frau eine Eigentumswohnung, welche sie zu früherer Zeit für 25.000 DM erworben hat. Während der Ehe , 2010, kaufte ihr Vater ihr die Wohnung für 50.000€ ab. Das meiste dieses Geldes, etwa 27.000€ wurde für das Haus zur Sondertilgung genutzt. Wie sind die 50.000€ zu verteilen.Haus 2: ( bewohnt von meiner Frau) Wert 400.000€
Restschuld 306.859,64 Euro
Gewinn 93.140,36€In dieses Haus sind geflossen:
30.000€ Schenkung ihres Vaters an Sie
11.000€ Schenkung meiner Mutter an mich
10.050€ Restschuld eines Darlehens ihres Vaters an uns, was bisher zurückbezahlt wurde
Ein Küchenkredit in Höhe von 14.000€, der nur auf meinen Namen lief und im April von mir (7000€) abgelöst wurde.
Wieviel stehen mir aus beiden Häusern zu. Hatte ein Abgebot der Gegenseite , die mir insgesamt 28.000€ zugesteht und ich dafür ihr noch das Haus 2 überschreiben soll. Unverschämt wie ich finde wenn man auch bedenkt , dass ich immer mindestens dreimal so viel verdient habe wie meine Frau und die Hauptlast von meinem Verdienst getragen wurde.
Bitte um schnelle Antwort . Mit freundlichen Grüßen, Ehlert

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Sie bei Ihrem Anliegen unterstützen.

Erlauben Sie mir kurz rückzufragen, ob ein Ehevertrag besteht oder Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben bzw. gelebt haben?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Es besteht kein Ehevertrag, wir leben in einer Zugewinngemeinschaft

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

losgelöst von der Beantwortung Ihrer Frage im Detail wäre das erste Haus nicht bei dem Zugewinn zu berücksichtigen.

Dieses Haus wurde von einem (späteren) Ehepartner vor der Zeit der Ehe angeschafft. Ein Ausgleich diesbezüglich müsste nicht erfolgen. Entscheidend ist, wer als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist.

Ist diese Tatsache bewusst?

Mit freundichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Bei beiden Häusern stehen meine Frau und ich beide im Grundbuch. Wie oben geschrieben , wurde das erste Haus vor der Ehe ( 2005) und das zweite Haus in der Ehe (2013) gebaut

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

eine seriöse Berechnung des Ausgleichs des von Ihnen geschilderten Sachverhalts sollte meines Erachtens von einem fachkundigen Experten für Familienrecht vorgenommen werden.

Ich gebe diese Frage daher zur Beantwortung an einen entsprechenden Spezialisten frei.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr gerne, wann kann ich in etwa mit einer Antwort des Spezialisten rechnen?
Mit freundlichen Grüßen, Ehlert

Guten Morgen,

gerne bin ich Ihnen bei der Berechnung behilflich. Allerdings ist die Angelegenheit tatsächlich etwas komplexer. Um einen Zugewinn ausrechnen zu können, müsste man das Anfangsvermögen beider Eheleute, dem Endvermögen beider Eheleute gegenüberstellen. Wurde dies gemacht? Können Sie bitte mitteilen, mit welchem Vermögen beide Eheleute in die Ehe gegangen sind? Ohne diese Werte ist es leider nicht möglich, eine korrekte Berechnung vorzunehmen. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo,
eine Gegenüberstellung wurde noch nicht gemacht. In die Ehe im Jahre 2008 sind wir wie folgt gegangen. Keiner hatte Vermögen, da dies in unseren Hausbau 2005 gegangen ist. Jedem von uns hatte anteilig 50% vom ersten Haus . Meine Frau noch die Eigentumswohnung, die sie mal für 25.000€ erworben hat ( ihr Vater hat sie ihr in unserer Ehe für50000 € abgekauft , das Geld flos auf unser gemeinsames Konto und wurde größtenteils zur Sondertilgung genutzt, siehe oben).
MfG Ehlert

Vielen Dank für Ihren Nachtrag!

Das Problem ist leider, dass es tatsächlich nicht darauf ankommt, wer während der Ehe mehr eingebracht bzw. verdient hat, sondern tatsächlich nur darauf, was am Anfang da war und was nun am Ende noch vorhanden ist. Gemeinsame Schulden werden nur nach einer Trennung ausgeglichen. Also wenn Sie z.B. die Raten alleine weiter gezahlt haben, dann hätten Sie einen Anspruch auf hälftigen Ausgleich gegen Ihre Noch - Ehefrau.

Also sind Sie beide mit Null in die Ehe gegangen, da die Verbindlichkeiten auch für das erste Haus höher waren, als der wert der Wohnung Ihrer Noch - Ehefrau.

Die Schenkungen Ihrer Eltern würden jeweils in das Anfangsvermögen eingestellt. Können Sie mir diesbezüglich noch die genauen Daten mitteilen?

Bei dem Kauf der Wohnung durch den Vater Ihrer Frau kann man schon m.E. von einer gemischten Schenkung ausgehen. Die Wohnung dürfte keine 50.000,00 EUR wert gewesen sein, wenn sie für 25.000,00 EUR gekauft wurde. Daher wären auch ca. 25.000,00 EUR als Schenkung an Ihre Noch. Ehefrau einzustellen.

Teilen Sie mir noch die Daten der Schenkungen mit, dann sind wir schon nah an einer endgültigen Berechnung. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Die Wohnung meiner Frau wurde für 25.000 DM gekauft , nicht Euro , dazu etwa 10000 DM Renovierungskosten, ist mir aber nicht genau bekannt.
Wie sieht es mit den 25.000€ Darlehen von 2005 aus?
Ansonsten zu den Schenkungen:
Alle 2014 für das zweite Haus ,
Jan 2014 30.000 € ihres Vaters an Sie
Jan 2014 11.000 € meiner Mutter an mich
Und ein Darlehen über 10.050€ ihres Vaters an uns beide.

Das Darlehen des Vaters muss genauso, wie das Darlehen bei der Bank als Verbindlichkeit von Ihnen beiden eingestellt werden. Man würde also bei Haus2 noch einmal 10.050,00 EUR abziehen müssen.

Danach stellt sich Ihr Endvermögen wie folgt dar: 81.295,36 EUR Verkaufserlös Haus 1 - 5.025 EUR (Halbs Darlehen des Vaters) = 76.270,36 Hinzu kommt der "Gewinn" aus Haus2 = 46.570,18 EUR. Das jeweilige Endvermögen beträgt also 122.840,54 EUR

Ihr Anfangsvermögen beträgt zwar nach Ihren Angaben Null, allerdings müssen die Schenkungen eingerechnet werden.

Anfangsvermögen Ehemann: 11.000,00 EUR, bei Ihrer Frau mindestens 30.000,00 EUR.

Meiner Meinung nach muss jedoch der überhöhte Kaufpreis als Schenkung eingestellt werden. Hier ist sehr viel Streitpotential. Im Grunde müsste der genaue Wert der Immobilie zum Verkaufszeitpunkt an den Vater ermittelt werden. Ich denke, auf dieser Grundlage hat die Gegenseite auch das Angebot über 28.000,00 EUR gemacht. Je höher nämlich der Wert der Schenkung war, desto geringer wäre der Zugewinn Ihrer Noch- Ehefrau.

Wir müssen an dieser Stelle mit Beispielen rechnen;

Nehmen wir an, die Wohnung wäre tatsächlich 50.000,00 EUR wert gewesen, wäre das natürlich für Sie am günstigsten. Denn dann müssten wir nur die 30.000,00 EUR als Schenkung einstellen. In dem Fall hätten Sie einen Zugewinn von 111.670,99 EUR und Ihre Frau von 92.360,86 EUR (Index berücksichtigt). In dem Fall müssten Sie noch ca. 9.655,00 EUR an Ihre Frau an Zugewinn zahlen (111.670,99 - 92.360,86 und dann durch 2) . Nicht erschrecken, das würde für den Fall gelten, dass auch Haus2 verkauft würde. Da Ihre Frau das Haus behalten möchten und Sie Ihren Teil (ohne Darlehen 46.570,00) übertragen sollen, müsste man nur die 9.655,00 EUR von den 46.570,00 EUR abziehen und Sie hätten noch einen Anspruch in Höhe von 36.915,00 EUR.

.

War die Wohnung aber mehr wert als der Verkaufspreis, dann muss ein weiterer Schenkungsbetrag in das Anfangsvermögen Ihrer Frau gerechnet werden. Bsp: Wert der Wohnung 30.000,00 EUR = Schenkung 20.000,00 EUR.

In dem Fall hätte Ihre Frau nur noch einen Zugewinn von 72.034,40 EUR, Sie dagegen einen von 111.670,99 EUR. Auszugleichen wären von Ihnen 19.818,29 EUR.

Zieht man nun diese 19.818,29 EUR von den 46.570,00 EUR ab, gelangen wir zu einem Anspruch nur noch 26.751,71 EUR.

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Sollte Ihre Frau auch das Restdarlehen an den Vater komplett übernehmen, müssten noch einmal 5.025,00 EUR von Ihrer Anspruchssumme abgezogen werden.

Daher ist die Summe von 28.000,00 EUR gar kein so schlechtes Angebot, wenn man beachtet, dass Sie das Risiko tragen, dass die Wohnung weit über Wert an den Vater verkauft wurde.

.

Beachten Sie aber bitte, dass ich jetzt nur das reine Immobilienvermögen berechnet habe. Zu einer korrekten Zugewinnausgleichsberechnung müssten alle Vermögenswerte eingestellt werden, also auch zB Lebensversicherungen etc.

.

Sollte Ihre Frage beantwortet sein, würde ich mich über Ihre Bewertung durch Anklicken von mindestens drei Sternen freuen. Dadurch wird das Guthaben auf Ihrem Kundenkonto an mich weiter geleitet und die Beratung vergütet. Gerne können Sie auch zunächst weitere Nachfragen stellen.

Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke
Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich bedanke ***** ***** herzlich für die schnelle und kompetente Arbeit.
Trotzdem würde ich ihnen gerne das Angebot der Gegenseite zukommen lassen, mit der Bitte es zu prüfen. Danach bewerte ich natürlich sofort mit voller Sternzahl :-)
Mit freundlichen Grüßen, Ehlert

Gerne. Sie haben hier die Möglichkeit, es nach dem Einscannen hochzuladen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Die Rechnung sieht dann so aus . Verkaufspreis minus aller Schulden auch Privatdarlehen.
Angenommener Verkaufspreis 359.000,00 € - Bankschulden
186.992,41 € inkl. 8.771,59 € Vorfälligkeit
9.544,47 € ohne Vorfälligkeit
25.000,00 € Privatdarlehen Vater von Frau
Gesamtschulden für das Haus in Klingsmoos (Haus1) : 221536,88 €
359.000,00 € - 221.536,88 € = 137.463,12 € das ist der Zugewinn : 2 = 68.731,56 €
Ausgleich Zugewinn: Manuela bekommt 68.731,56 € + 50.000,00 €(Wohnung) = 118.731,56 €
Johannes bekommt 68.731,56 € - 50.000,00 € (Wohnung)= 18.731,56 €
Auszahlbeträge: Vater von Manuela 25.000,00 €
Johannes 18.731,56 €
Manuela 118.731,56 €
Berechnung Haus in Rostock. 400000,00 € - 327909,00 € = 72.091,00 € ist Zugewinn : 2 = 36.045,50 €
Restschuld Bank: 306.859,00 €
Privatd. A. Ehlert 11.000,00 €
Privatd. R. Häutle 10.050,00 €
Gesamtschulden : 327.909,00 €
Ausgleich Anfangsvermögen : Manuela 36.045,50 € + 30.000,00 € = 66.045,50 €
Ausgleich Johannes 36.045,50 € - 30.000,00 € = 6.045,50 €
Johannes bekommt zusätzlich die Hälfte aus dem Restdarlehen für die Küche 7050,00 € = 3525,00 €
Zahlungen: an A. Ehlert 11.000,00 €
R. Häutle 10.050,00 €
Johannes 9.570,00 €
werden die beiden Privatdarlehen miteinander verrechnet muss Manuela an Johannes 9570,00 € + 950,00 € = 10520,00 € bezahlen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Warum zieht er das "Anfangsvermögen" zum Beispiel nicht erst vom Zugewinn ab und teilt dann durch 2? Dieses Anfangsvermögen steckt doch im Zugewinn.
Zum Beispiel:
359.000,00 € - 221.536,88 € = 137.463,12 € -50.000 Euro für meine Frau=87.463,12 Euro und dann durch 2 , also jeder noch 43.731,56 EuroDas gleiche beim zweiten Haus:
Berechnung Haus in Rostock. 400000,00 € - 327909,00 € = 72.091,00 Euro - 30.000 Euro Schenkung =42.091 Euro geteilt durch 2= 21.045,5 EuroSo würde ich rechnen, sonst wäre es doch anderthalbfacher Abzug bei mir, die Schenkungen / Wohnung steckt ja im Zugewinn

Ich halte es schon mal für falsch, dass die Gegenseite das komplette Darlehen des Vaters einstellt. Sie hatten ja gesagt, dass hier nur noch eine Restschuld von 10.050,00 EUR vorhanden ist. Das zählt.

Die Vorfälligkeitszinsen hatten Sie bislang nicht benannt. Müssten dann aber natürlich berücksichtigt werden.

Die Werte weichen insgesamt etwas von den den von Ihnen benannten Werten ab.

Den Gewinn von Haus2 hatten Sie eingangs mit über 92.000,00 EUR angegeben und nicht mit 72.091,00 EUR. Diesbezüglich müsste ich meine Rechnung noch korrigieren. Zudem hatten Sie bei den 11.000,00 EUR von einer Schenkung gesprochen, In Ihrer Rechnung taucht dieses Geld nun als Darlehen auf. Hat die Gegenseite vielleicht einen Fehler gemacht?

Unabhängig von den kleinen Differenzen, die man leicht berücksichtigen kann; Hat das etwa ein Anwalt berechnet? Ich halte die komplette Rechnung für fehlerhaft, da man Endvermögen und Anfangsvermögen gegenüberstellt um dann den Zugewinn zu berechnen. Und zwar insgesamt und nicht für einzelne Vermögenswerte. Dann weiß man erst, was der eine Ehepartner dem anderen schuldet. In einem weiteren Schritt kann man dann berechnen, wie ein Ausgleich stattfinden kann, wenn eine Person in dem Haus bleiben möchten und noch eine Übertragung stattfinden muss. Der Zugewinnausgleichsanspruch kann dann mit Ihrem Anspruch aus der Übertragung verrechnet werden.

Die Rechnung ist vollkommen chaotisch und hat auch nichts mit einer Zugewinnausgleichs-berechnung zu tun. Das sieht man schon dran, dass nicht einmal die Schenkungen indexiert wurde. Ich hoffe wirklich, dass da kein Anwalt involviert war.

Ich gebe Ihnen mal einen Onlinerechner an die Hand: http://www.lawyerdb.de/Zugewinnausgleich.aspx Dort kann man für einen ersten Überblick Anfangs und Endvermögen eintragen und sogar die Schenkungen berücksichtigen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Er sagt er hätte es prüfen lassen, aber ich glaube ihm nicht. Denke das war schnell hingerechnet , um mich zügig dazu zu bringen einzuwilligen, da ein Käufer für Haus 1 da ist, der bald möglichst kaufen würde. Ich werde mich aber zu keinen Schnellschüssen hinreißen lassen.
Das er für Haus 1 zum Beispiel das 25.000€ Darlehen einbezieht ist fraglich. Wie ganz oben bereits erwähnt war es auf 10 Jahre terminiert und wurde von ihm bis 2015 nicht eingefordert.
Das zweite Darlehen von 10.050€ anzusetzen ist ok, das war für Haus 2.
Allerdings macht er aus meinen 11.000€ Schenkung ein Darlehen.
Er rechnet diese Darlehen auch mit in die Gesamtschuld ein, daher der niedrigere Gewinn.
Ich würde ihm halt gerne schnellstmöglich ein Gegensngebot machen, was Hand und Fuß hat...

Aha, also ist "ER" der Schwiegervater. Das erklärt einiges. Ein Anwalt hat das sicher nicht geprüft!

Bezüglich des Darlehens für Haus1 hatte ich sie so verstanden, dass daraus noch 10.050,00 EUR offen sind. Ich glaube, ich habe Sie da missverstanden. Was die 25.000,00 EUR angeht, müsste man sich den genauen Wortlaut Ihrer damaligen Vereinbarung ansehen. Was sollte denn geschehen, wenn das Haus nicht innerhalb von 10 Jahren verkauft wird? Sollte es dann eine Schenkung an Sie beide sein? Wenn sich das nicht nachweisen lässt, dass das Darlehen nicht zurück gezahlt werden sollte, dann müssen wir es leider einstellen.

Das heißt dann für Haus1 mit den oben genannten Werten: 359.000,00 EUR - Restschuld inkl. Vorfälligkeit 186.992,41 EUR - 25.000,00 EUR = 147.007,59 EUR Endvermögen pro Person: 73.503,79 EUR

Haus2 = 400.000,00 EUR - 306.859,00 EUR Bank - 10.005,00 EUR Privatdarlehen = 83.091 EUR Endvermögen pro Person: 41.545,50 EUR

Zusammen Endvermögen: 115.049,29 EUR

Um jetzt einen Zugewinn berechnen zu können, muss das Anfangsvermögen betrachtet werden. Das war nach Ihren Angaben Null. Das ist auch korrekt. Denn die Wohnung Ihrer Frau war zwar 25.000,00 DM wert, sie hatte aber durch den Hausbau auch jede Menge Schulden.

Jetzt schaut man, welche Schenkungen Sie erhalten haben: Sie die 11.000,00 EUR und Ihre Frau die 30.000,00 EUR und m.E. auch noch die Schenkung aus der überteuert abgekauften Wohnung. Nehmen wir diese ungewissen Schenkung mal raus, wären wir bei folgende Rechnung:

Anfangsvermögen Ehemann: 0

Indeziert Zuwendung 11.179,55

Endvermögen: 115.049,29 EUR

Zugewinn: 103.869,74 EUR

Anfangsvermögen Ehefrau: 0

Indizierte Zuwendung 30.489,68 EUR

Endvermögen 115.049,29 EUR

Zugewinn 84.559,61 EUR

Differenz: 103.869,74 EUR - 84.559,61 EUR = 19.310,13 EUR

Ausgleich: 9.665,07 EUR an Ihre Frau

Jetzt würde man schauen, was Sie von Ihrer Frau noch bekommen können, wenn Sie den Miteigentumsanteil übertragen.

Ihr Anteil ist 41.545,50 EUR wert. Davon zieht man nun den Zugewinnausgleichsanspruch ab = 31.880,43 EUR

Das Problem ist: Nimmt sich Ihre Frau doch mal einen Anwalt und der sieht die Überzahlung bei dem Verkauf der Wohnung auch wie ich, nämlich als Schenkung. Dann müssten Sie fast das doppelte an Zugewinnausgleich zahlen und entsprechend verringert sich Ihr Anspruch gegen Ihre Frau ebenfalls deutlich

RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1574
Erfahrung: Fachanwältin für Familienrecht
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Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich bedanke ***** *****ür ihre Arbeit und für die schnellen Auskünfte.