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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3249
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Familienrecht
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Ich habe folgende Fragen zum Kindes-Unterhalt: Mein Sohn ist

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe folgende Fragen zum Kindes-Unterhalt:
Mein Sohn ist im Februar volljährig geworden und ist bis Ende Juli Schüler auf einem Gymnasium. Er hat mittlerweile sein Abitur gemacht. Er wohnt bis jetzt zu Hause.
Mein Sohn Verfügt über Vermögen in Höhe von 25000€ (Sparbücher, Anlagen)
Bis einschließlich Feb. wurde Unterhalt gezahlt.
1.) Stimmt es das er bis Ende Juli ein priviligiertes Kind ist und ihm also noch Unterhalt bis Juli zusteht?
2.) Muss er sein Vermögen aufbrauchen bevor er Unterhalt bekommt (Im Herbst beginnt sein Studium aktuell macht er ein Pflichtpraktikum für sein Studium.
3.) Kann er in der Zeit der Priviligierung frei über sein Vermögen verfügen und es ggf. aufbrauchen? Nehmen wir an er gibt 15000€ aus werden dann ab Juli die restlichen 10.000€ als Vermögen gerechnet oder die Summe ab Volljährigkeit
Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Erlauben Sie noch eine Nachfrage:

Sind Sie selbst in der Lage den Unterhalt aufzubringen, d.h., sie sind entsprechend leistungsfähig zur Unterhaltszahlung?

Gerne antworte ich Ihnen weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ja ich bin in der Lage Unterhalt zu zahlen, abzgl. des von der Kindesmutter anteilsmäßig zu zahlenden Unterhalt

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die weiteren Informationen.

Ihre Fragen darf ich danach wie folgt beantworten:

Richtig ist, dass das Kind auch wenn es volljährig ist, solange noch als privilegiertes Kind angesehen ist wird, wenn nach § 1603 Abs. 2 BGB folgende Bedingungen vorliegen, also das Kind:

das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, unverheiratet ist, im Elternhaus/ bei einem Elternteil wohnt, sich in allgemeiner Schulausbildung befindet.

Sofern sich ihr Sohn erst Ende Juli dieses Jahres von der Schule verabschiedet, so ist der bis dahin einem minderjährigen Kind gleichzustellen und insofern ist sodann auch nach § 1602 Abs. 2 BGB das Vermögen nicht anzutasten. Lediglich Einkommen aus Vermögen müsste er auf den Unterhaltsbedarf anrechnen.

Nach Ende der Privilegierung ist der Vermögensstamm allerdings anzurechnen, bis auf einen Freibetrag in Höhe von etwa 5.000,00 €.

In der Zeit nach der Privilegierung kann er frei über sein Vermögen verfügen. Die Grenze ergibt sich dann gegebenenfalls daraus, als dass hier eine mutwillige Verschleuderung des Vermögens vorliegt, auf der anderen Seite allerdings der generelle Unterhaltsanspruch des Kindes und die Unterhaltsverpflichtung der Eltern bis zur Erhalt einer Erstausbildung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst hilfreich geantwortet habe und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Über eine anschließende positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Gestatten Sie mir eine Nachfrage zum Verständnis:
Mein Sohn kann also von der Volljährigkeit an bis zum Ende Juli über sein Vermögen verfügen ohne es zu verschwenden und mir Rechenschaft schuldig zu sein und das was übrig ist am Ende der Priviligierung wird als Vermögenstamm angerechnet? Bei meinem Beispiel also die reslichen 10.000€ abzgl. von ca. 5000€ Freibetrag?

Gerne konkretisierte ich meine Antwort:

Solange der Sohn zur Schule geht ist er privilegiert, wie ein Minderjähriger, es kommt dann auf den Vermögensstamm nicht an. Erst nach Ende der Schule wäre ihr ein Angreifen des Vermögensstammes möglich.

Es würde dann möglicherweise darauf ankommen, wofür er sein Vermögen verwendet. Macht er sich mutwillig bedürftig, wäre dies gegebenenfalls im Rahmen des Unterhaltsverfahrens zu berücksichtigen.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

rebuero24 und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.