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ra-fork
ra-fork, Sonstiges
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1759
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich bräuchte dringend eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bräuchte dringend eine zweite Meinung... und zwar möchte ich mich von meinem Mann scheiden lassen. Ich möchte gerne dass die Kinder , 4 und 6 Jahre alt vorerst, d.h. die nächsten 4-5 Jahre bei mir wohnen und mein Mann sie jedes zweite Wochenende von Freitag Mittag bis Sonntag Abend plus zusätzlich einen Nachmittag in der Woche betreuen kann. Mein Mann erhebt Anspruch auf das 50: 50 Modell, was ich absolut nicht für gut halte für die Kinder und schon gar nicht in ihrem Alter... Meine Anwältin hat uns die Mediation empfohlen , um den Streit nicht vor Gericht auszutragen, aber da wir beide unseren standpunkt haben und ich weiß, dass meine Mann nicht nachgeben wird... halte ich in unserem Fall nicht viel von der Mediation, da sie zu keinem Ergebnis führen kann...
Konnen Sie mir sagen, ob ich die Chance habe, vor Gericht das zu bekommen, was ich möchte, oder hängt es vom jeweiligen Jugendamt ab, wie vor Gericht im Falle des Falles entschieden werden würde...?
Vielen Dank ***** ***** Grüße,
A.Grübl

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

Es hängt hier in der Tat vom konkreten Einzelfall und dem jeweiligen Gericht ab, wie ein Sorgerechtsverfahren ablaufen wird.

jedenfalls können Sie nicht einseitig zum Wechselmodell gezwungen werden. Dies ist ohnehin nur bei freiwilliger Vereinbarung und wenig Streitpunkten zwischen den Eltern möglich. Auch eine Mediation in dieser Frage halte ich für zweifelhaft, weil es hier zwischen Ihnen und Ihrem Mann um unterschiedliche Anschauungen geht und eine einvernehmliche Lösung nur darin bestehen könnte, dass ein Elternteil seine Sichtweise aufgibt. Richtig ist auf jeden Fall der Hinweis, die Angelegenheit möglichst nicht streitig vor Gericht, sondern möglichst im Einvernehmen zu erzielen. ggf kann die Mediation Zwischenlösungen aufzeigen, mit der beide Seiten leben können. Unter diesem Aspekt ist eine Mediation sicher bedenkenswert.

Nach Ihrer Schilderung halte ich Ihren Standpunkt für vertretbarer und zwar aufgrund des Alters der Kinder sowie Ihrer grundsätzlichen Bereitschaft Ihr angestrebtes Betreuungsmodell für die nächsten 4-5 Jahre anzustreben. Hier sollte sich unter diesen Aspekten eine einvernehmliche Lösung zwischen den Parteien ereichen lassen. Immerhin ist das Wechselmodell gerade bei so jungen Scheidungskindern nicht unumstritten, weil sie sich in einer Phase der Persönlichkeitsentwicklung befinden und durch das Betreuungsmodell quasi keine klare Orientierung haben.

Ich hoffe Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen, welche Sie durch das Anklicken von 3-5 Bewertungssternen abgeben können.

Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort...
Wie viele Fragen darf ich Ihnen denn stellen?
Was wäre wenn das Gericht, sofern ich vor Gericht ginge, das 50:50 Modell zum Wohle der Kinder entscheiden würde... Könnte ich das Urteil anfechten oder muß ich es akzeptieren?
Was mich sehr irritiert, ist, dass meine Anwältin sagt, dass es laut Gesetz kein "zu klein" gibt...
Sie sagen ja was anderes... so wie ich das verstanden habe???
Ich bin wirklich verzweifelt, da wir nicht einfach seit gestern in diese Situation gekommen sind, sondern es ein Prozess von drei Jahren war... wahrend diesen drei Jahren, habe ich versucht mit Vernunft an Meinen Mann ranzukommen, d.h. er ist seit drei Jahren zu Hause und sitzt vor dem PC, versucht ein Onlinebusiness aufzubauen, aber ohne Erfolg, ich kümmere mich seit 6 Jahren ausschliesslich um Kinder, habe ihn am Anfang noch unterstützt, aber da er ja nicht in die Gänge kommt ( zwei von diesen 3 Jahren hat er Arbeitslosengeld bekommen, macht eine Fortbildung nach der anderen) und behauptet ich würde nichts machen... ich bin Zahnärztin und arbeite freiberuflich, stundenweise, weil mir die Betreuung sder Kinder einfach wichtiger ist als Karriere, warum habe ich sonst Kinder bekommen?? Daher möchte ich sie auch weiterhin zu 75 % betreuen, und er behauptet ich will sie ihm wegnehmen , ich würde mich scheiden lassen wollen, er nicht ...usw... es ist wirklich Psychoterror den ich nicht aushalte und ich habe das Gefühl, das Gesetzt und die Psychologen interessiert es überhaupt nicht, was er für ein unmögliche Familiare Einstellung hat...Was ich gerne wissen möchte... habe ich die Chance auf dieses klassischen Modell wenn wir uns in der Mediation nicht einig werden.. oder welche Erfahrungen haben Sie gemacht? In wieviel % der Fällen wird wie entschieden? Gibt es da Statistiken oder aufgrund der Individualfälle eher nicht... Was käme an Kosten auf mich zu wenn ich vor Gericht ginge?
Meine Anwältin habe ich diese Fragen gestellt, aber keine Antwort bekommen.

Sie haben die Ausgangsfrage gestellt und dafür einen Betrag von ca. 50 € ausgelobt.

Damit zusammenhängende Fragen beantworte ich IHnen gerne, wobei ich schon darauf hinweisen möchte, dass Ihre beauftragte Anwältin den Sachverhalt und die Einzelheiten wie auch die Entscheidungspraxis vor Ort am besten kennen wird.

Auch Ihre Ängste und Unsicherheit ist verständlich.

Das Wechselmodell kann aber nach bisher geltender Rechtslage nicht einseitig von einem Elternteil erzwungen werden. Wenn SIe sich also darauf nicht einlassen wollen, kann das Gericht Sie dazu nicht einseitig verpflichten, sodass sich dieser teil der Fragestellung erledigt haben dürfte.

Die Kosten für die streitige Verhandlung sollten Sie sich von der beauftragten Kollegin ausrechnen lassen. Dass sie hierauf keine Antwort gibt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Wenn es jedoch keine einvernehmliche Einigung zwischen Ihnen gibt, wird notfalls das Gericht entscheiden müssen. Nach Ihrer Schilderung dürften Ihre Chancen dabei nicht schlechter stehen als die Ihres Gatten.

Richtig ist auch, dass es in dieser Frage kein zu junges oder zu altes Kind gibt.

Es gibt unterschiedliche Ansichten zum Wechselmodell. Hiermit werden Sie sich vermutlich schon auseinander gesetzt haben.

Einen guten Überblick über die Argumente Pro und Contra finden Sie unter:

http://www.elternvereinbarung.de/muster_2.php

Hiermit können Sie ggf Ihre eigene Argumentation untermauern.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Falk,vielen Dank für Ihre Nachrichten.Ich hatte die Fragen per e-mail gestellt und meine Anwältin hat auf dei Mails (aus Zeitgründen nehme ich an )nicht geantwortet... sicherlich würde sie mir die Fragen persönlich beantworten, aber ich kann nicht jeden Tag bei ihr auf der Matte stehen... ;-)Zwei Fragen hätte ich noch in diesem Zusammenhang... und zwar bezieht mein Mann das Kindergeld seit der Geburt der Kinder.. ich hatte ihn gebeten das Geld auf die Sparkonten der Kinder, die ich verwalte, zu überweisen... er weigert sich... was kann ich tun? Die Finanzkasse überweist nur, wenn mein Mann unterschreibt...
wir leben in Trennung... muß er mir die Hälfte nicht überweisen?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Meine zweite und letzte Frage lautet... Wann nimmt das Jugendamt einem die Kinder weg und gibt sie in Pflegefamilien?
Und befragt das Jugendamt die Kinder? Muß ich dem zustimmen? Kann ich die Kinder aus diesem Prozess nicht raushalten?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich habe nämlich oft meinen Mann angeschrien, und er hat mir immer gedroht... er nimmt es auf und mich auch erpresst mit einer Aufnahme... er möchte mich als verhaltensgestört, krank darstellt um so die kinder zu bekommen ( er würde sie mir sofort wegnehmen, wenn er könnte) Hat er den Kindern auch schon versucht einzureden, für den Fall, dass sie mal gefragt werden, sollten sie sagen... die Mama schreit immer... die kinder haben also schon genug mitgemacht.. ich möchte sie so gut es geht raushalten...

Fork, nicht Falk.

Möglicherweise ist die Familienkasse nicht vom konkreten Sachverhalt in Kenntnis gesetzt worden, aber das Kindergeld steht grundsätzlich demjenigen zu, der das Kind in seinem Haushalt aufgenommen hat, § 64 II EStG. Setzen Sie die Familienkasse davon schriftlich und nachweisbar in Kenntnis, stellen dar, dass Ihr Gatte das Kindergeld nicht an Sie weiterleitet und beantragen die Auszahlung an die Kinder bzw an sich. Lässt sich dies dann noch immer nicht einvernehmlich lösen, muss das Familiengericht eine Enntscheidung treffen.

Dann wenn das Kindswohl gefährdet ist. Die Kinder werden Sie kaum aus dem POrozess heraushalten können, denn um diese geht es ja gerade. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum Ihre Anwältin auf eine einvernehmliche Lösung drängt.

Ihre eigenen Belange und die Ihres Mannes sind hier nebensächlich, es kommt allein auf das Wohl der Kinder selbst an. Hierzu wird das Jugendamt eine Stellungnahme abgeben und ggf. eine Befragung der Kinder durch den Richter stattfinden. Grundlage ist § 159 FamFG.

ra-fork und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Mühe!!! Sie haben meine Fragen zu meiner Zufriedenheit beantwortet!
Ich finde die Gesetzt sehr ernüchternd und nicht zufriedenstellend und werde mein Handeln überdenken...
Auch dass die Gründe, die zu den Konflikten zwischen den elterlichen Parteien geführt haben nicht berücksichtigt werden finde ich einen großen Fehler, denn diese haben ja zu der ganzen Misere geführt und zur Gefährdung des Kindeswohles...
Für mich ist es nicht begreiflich...!!!
Viele Grüße,
A.Grübl

Nach dem deutschen Recht gibt es kein Verschuldensprizip, sodass die Gründe, die zum Scheitern der Ehe führten nur in seltenen Fällen zu berücksichtigen sind.

Da die Scheidungsparteien naturgemäß emotional aufgewühlt sind, ist es wichtig mit dem jeweils gewählten Rechtsbeistand möglichst sachlich die weitere Verfahrensweise auszuloten.

Wenn Sie und Ihr Mann das Wohl Ihrer beiden Kinder über die eigenen Belange stellen - und naturgemäß können nur Sie beide dies beurteilen - dann werden sie die richtige Lösung im Sinne Ihrer Kinder finden. denn auch wenn Sie rechtlich getrennt sein mögen, sind Sie doch über die Kinder verbunden. Diese sollten aber durch die Scheidung so wenig wie möglich zu leiden haben.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihr nettes Abschlusswort!!!