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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Abend, meine Tochter möchte das alleinige Sorgerecht

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
meine Tochter möchte das alleinige Sorgerecht für ihre Tochter erlangen. Ihre Tochter ist 5 1/2 Jahre alt und unehelich geboren. Meine Tochter hat damals das gemeinsame Sorgerecht mit dem Kindesvater gewünscht und erlangt. Dezember 2012 hat sie sich vom KV getrennt und im Februar 2013 eine eigene Wohnung mit der Tochter bezogen. Im Vorgriff auf die Trennung beantragte sie das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht (auch im Hinblick auf eine mögliche berufliche Ortsveränderung). Das Familiengericht hatte einen Verfahrensbeistand für meine Enkeltochter bestimmt. Im Ergebnis wurde vereinbart dass die Enkeltochter ihren gewöhnlichen Aufenthalt bei der Mutter hat wozu der KV zustimmte unter dem Vorbehalt des Wohnsitzes in der selben Stadt. Es wurde seitens des Verfahrensbeistandeseine Umgangsregelung vorgeschlagen welcher meine Tochter auch zustimmte. Danach sollte der KV seine Tochter regelmäßig sehen können (alle 14 Tage Freitags bis Sonntags und zusätzlich 1 Mal unter der Woche). Nach Aufgabe der gemeinsamen Wohnung im Januar 2013 hat der KV bis heute nicht ein einziges mal von seinen Umgangsrecht Gebrauch gemacht. Er zahlt auch keinen Unterhalt. Meine Tochter kennt seine neue Adresse nicht. Meine Tochter ist der Meinung dass er sein Desinteresse an seinem Kind (er hat noch 2 kinder mit einer anderen Frau bereits vor seiner Beziehung mit meiner Tochter für die er zumindestens während der Zeit mit meiner Tochter auch kein Unterhalt zahlte) so deutlich und ausreichend dokumentiert hat das sie - auch in Bezug auf anstehende Entscheidungen wie Schulwahl etc - nun das alleinige Sorgerecht haben sollte.
Fragen: Kann sie das Sorgerecht direkt beim Gericht beantragen und sehen Sie da schwere Hinderungsgründe? Muss Sie den damaligen Verfahrensbeistand zuerst kontaktieren oder ist dessen Aufgabe mit Ende des damaligen Verfahrens automatisch erledigt?
Herzlichen Dank für Ihre Mühen
MfG
Rolf Ultes
Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Ihr Anliegen gehe ich wie folgt ein: Ihre Tochter kann einen Sorgerechtsantrag direkt beim örtlichen Familiengericht stellen. Der damalige Verfahrensbeistand muss nicht einbezogen werden, da dessen Tätigkeit mit dem Ende des damaligen Verfahrens beendet war.Problematisch ist, dass die Adresse des Kindesvaters nicht bekannt ist. Hier wäre eine öffentliche Zustellung denkabr. Dies setzt einen gesonderten Antrag und den Nachweis voraus, dass die Adresse des Kindesvaters nicht ermittelt werden konnte. Andernfalls käme ein Antrag auf Ruhen der elterliche Sorge des Kindesvaters beim Gericht in Frage, wenn dessen Aufenthalt unbekannt ist, falls demnächts Entscheidungen betreffend dem Kind erforderlich sein sollten.Es könnte ratsam sein, einen Fachanwalt für Familienrecht für das Verfahren hinzuzuziehen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,
Meine weiteren Fragen:
1. Sollte eine Ruheantrag parallel zu dem Antrag auf alleiniges Sorgerecht gestellt werden, um auf der sicheren Seite zu sein?
2. Besteht die Gefahr einer Strafbarmachung seitens meiner Tochter wenn sie alleine Entscheidungen trifft? Muß sie den KV aufspüren um Entscheidungen gemeinsam zu treffen? Und wenn ja, welcher Natur wären solche Entscheidungen? Gehören Schulwahl oder auch medizinische Entscheidungen dazu?Anderes Them: Wären Sie einverstanden, dass ich mich Morgen erst noch mit meiner Tochter bespreche , um eventuelle Zusatzfragen zu stellen bevor ich eine Bewertung abgebe. Ich verstehe es so dass mit einer Bewertung diese Sitzung abgeschlossen wäre.Herzlichen Dank.
Sehr geehrter Fragesteller, der Ruhenantrag kann parallel und hilfsweise gestellt werden.Be Entscheidungen von erheblicher Bedeutung muss der KV einbezogen werden. Hierzu ist dieser ggf. ausfindig zu machen oder ebend eine Ruhendantrag zu stellen.Strafbar macht man sich eher nicht. Denkbar ist aber bei ärztlichen Behandlungen beispielsweise der Vorwurf der Körperverletzung.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.