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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3259
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Familienrecht
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Wer ist wie für den Monat Mai Unterhalt schuldig?

Diese Antwort wurde bewertet:

und zwar geht es um folgendes. Die Tochter meines Mannes aus erster Ehe ist genau am 9ten Mai 2013 bei uns ausgezogen und wieder zur Mutter gezogen. Wer ist wie für den Monat Mai Unterhalt schuldig ?
Sehr geehrter Fragesteller, wie alt ist die Tochter denn 2013 gewesen? Gab es eine Aufforderung zur Unterhaltszahlung im Mai 2013? Gerne antworte ich Ihnen weiter.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Die Tochter war zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt . Bis Januar 2013 haben Wir Unterhalt in Höhe von 356 €. Dann lebte Sie bei uns bis zum 9ten Mai 2013
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Also bis Januar 2013 haben wir Unterhalt gezahlt.
Vielen Dank für die weiteren Informationen.Für den Monat Mai 2013 wäre Ihr Mann zumindest anteilig unterhaltspflichtig in punkto Barunterhalt gewesen, da das Kind nicht mehr bei Ihnen gewohnt hat. Allerdings bedarf es einer entsprechenden Aufforderung Unterhalt zu zahlen. Sofern eine solche nicht im Mai 2013 erklärt worden ist, kann rückwirkend kein Unterhalt gefordert werden.Fraglich ist natürlich, warum sie Unterhalt gezahlt haben, wenn die Tochter bei Ihnen gewohnt hat, so wie Sie angeben, dass sie bis Januar 2013 Unterhalt gezahlt haben.Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Also um es ganz genau zu erklären.
Die Tochter hat immer bei der Mutter gewohnt. Im Dezember 2012 erklärte Sie der Mutter das Sie zu Ihrem Vater möchte. Was ab Januar dann umgesetzt wurde . Umgemeldet wurde Sie aber erst am 1.3.2013 bis zum 9. Mai 2013.Hatte aber schon den kompletten Februar bei uns gelebt . Eigentlich wären wir quitt aber Die Kindesmutter möchte jetzt für Mai den kompletten Unterhalt haben
Ein Unterhaltsanspruch wäre zunächst ab Dezember 2012 entfallen, wenn die Tochter ab Dezember 2012 bei dem Vater gewohnt hat. Ab diesem Zeitpunkt würde auch der Barunterhaltsanspruch des Kindes bzw. der Kindesmutter entfallen.Dieser müsste dann für den Mai 2013 wieder neu geltend gemacht werden, ab dem Zeitpunkt, ab dem das Kind wieder bei der Kindesmutter lebt. Hat sie diesen Anspruch nicht neu geltend gemacht, so kann er auch nicht rückwirkend eingefordert werden. Wenn eine Aufforderung zur Unterhaltszahlung Mai 2013 erfolgt wäre, dann dürfte er nur anteilig bestehen.Anders würde dies wiederum sein, wenn ein Titel besteht, der den Mai 2013 umfasst, und dieser zwischenzeitlich nicht abgeändert wurde. Dann könnte aufgrund dieses Titels für Mai 2013 Unterhalt gefordert werden.Gerne können Sie weiter nachfragen, sofern es noch Unklarheiten geben sollte.Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Inwiefern muss eine Aufforderung erfolgen?
Eine Aufforderung hätte erfolgen müssen, da der Mai 2013 ja in der Vergangenheit liegt. Wird eine entsprechende Aufforderung Unterhalt zu zahlen nicht erklärt, kann rückwirkend kein Unterhalt gefordert werden. Unterhalt kann erst dann gefordert werden, wenn zur Unterhaltszahlung aufgefordert wird.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank.
Muss die Aufforderung mündlich oder schriftlich durch die Kindesmutter erfolgen oder durch einen Anwalt?
Das ist egal, sie kann auch mündlich erfolgen, ist dann aber natürlich weniger gut nachweisbar. Die Rechtsgrundlage findet sich in § 1623 BGB:§ 1613Unterhalt für die Vergangenheit(1) Für die Vergangenheit kann der Berechtigte Erfüllung oder Schadensersatz wegen Nichterfüllung nur von dem Zeitpunkt an fordern, zu welchem der Verpflichtete zum Zwecke der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs aufgefordert worden ist, über seine Einkünfte und sein Vermögen Auskunft zu erteilen, zu welchem der Verpflichtete in Verzug gekommen oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist. Der Unterhalt wird ab dem Ersten des Monats, in den die bezeichneten Ereignisse fallen, geschuldet, wenn der Unterhaltsanspruch dem Grunde nach zu diesem Zeitpunkt bestanden hat.(2) Der Berechtigte kann für die Vergangenheit ohne die Einschränkung des Absatzes 1 Erfüllung verlangen1. wegen eines unregelmäßigen außergewöhnlich hohen Bedarfs (Sonderbedarf); nach Ablauf eines Jahres seit seiner Entstehung kann dieser Anspruch nur geltend gemacht werden, wenn vorher der Verpflichtete in Verzug gekommen oder der Anspruch rechtshängig geworden ist;2. für den Zeitraum, in dem era) aus rechtlichen Gründen oderb) aus tatsächlichen Gründen, die in den Verantwortungsbereich des Unterhaltspflichtigen fallen,an der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs gehindert war.(3) In den Fällen des Absatzes 2 Nr. 2 kann Erfüllung nicht, nur in Teilbeträgen oder erst zu einem späteren Zeitpunkt verlangt werden, soweit die volle oder die sofortige Erfüllung für den Verpflichteten eine unbillige Härte bedeuten würde. Dies gilt auch, soweit ein Dritter vom Verpflichteten Ersatz verlangt, weil er anstelle des Verpflichteten Unterhalt gewährt hat.
rebuero24 und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Herzlichen Dank :)
Gern geschehen, vielen Dank für ihre positive Bewertung.