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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 28099
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich brauche eine rechtsfundierte

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich brauche eine rechtsfundierte Auskunft über folgendes Anliegen:
Zu meiner Person: Ich bin alleinerziehende Mutter von 2 Kindern (18 u. 9 J.) und bestreite unser Leben mit einem Mini- und einem Midijob.
Der Vater meines Kindes (Kind geb. 08. 2006) hat von September 2013 bis einschl. Januar 2014 den neu berechneten Unterhalt über 309€ nicht bezahlt bzw. die Differenz. Bislang hatten wir eine Direktzahlung an mich vereinbart, die aber im Herbst 2015 auf meine Bitte hin geändert wurde (der Vater hat erneut den Unterhalt nicht angepasst).
Bis August 2013 waren 264€ zu bezahlen. Ab August, mit der 2. Altersstufe nach der Düsseldorfer Tabelle, hätte er die Unterhaltszahlungen um 45€ erhöhen müssen, was er aber nicht gemacht hat. Dies habe ich dem Jugendamt gemeldet, worauf im Januar 2014 ein Schreiben an den Vater ging mit der Zahlungsaufforderung der ausstehenden insg. 225€.
Darauf hat der Vater aber nicht reagiert. Im März 2015 habe ich nochmals beim Jugendamt angerufen und die noch ausstehende Zahlung angesprochen.
Da sagte man mir, dass die Nachzahlung nun verjährt sei.
Ich möchte Sie nun bitten, mir Auskunft zu geben, ob die Aussage des Jugendamts stimmt und mein Kind keinen Anspruch auf den fehlenden Unterhalt hat.
Herzlichen Dank!
Stephanie H.
Sehr geehrte Ratsuchende, haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Darf ich Sie höflich fragen: Hatten Sie denn den Vater zwischenzeitlich (2014 2015) selbst nachmals zur Zahlung aufgefordert? Warum blieb denn das Jugendamt solange untätig? Hatten Sie die Beistandschaft zwischenzeitlich beendet? Mit freundlichen Grüßen Hans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessl,vielen Dank, ***** ***** sich meinem "Fall" annehmen.
Ich habe den Vater damals telefonisch und persönlich zur Zahlung aufgefordert. Er wiederum wollte den fehlenden Unterhalt mit Forderungen seinerseits verrechnen (Möbelanschaffung für die damalige gemeinsame Wohnung). Dem habe ich aber wiedersprochen, dennoch kam es zu keiner Zahlung seinerseits (deshalb auch die "Pause").Freundliche Grüße,Stephanie Hainmüller
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Die Beistandschaft wurde zu keiner Zeit beendet. Ich frage mich selbst, warum das Jugendamt nicht mehr reagiert hat.
Sehr geehrte Ratsuchende, haben Sie vielen Dank. Warum ich so frage: Das Jugendamt hat an sich recht. Unterhaltsrückstände verjähren grundsätzlich in 3 Jahren. Aber: Unterhalb dieser Verjährung tritt die sogenannte Verwirkung ein. Das bedeutet: Unterhaltsrückstände können Sie nach einem Jahr nicht mehr einfordern, es sei denn, Sie haben den Unterhaltsschulder regelmäßig (das bedeutet einmal im Jahr) angemahnt und zur Zahlung aufgefordert. Wenn Sie den Vater selbst nochmals zur Zahlung aufgefordert haben, so dass die Jahresfrist gewahrt wurde, dann reicht dies natürlich aus um die Verwirkung auszuschließen. Problematisch ist hier aber leider der Nachweis. Sie bräuchten hier einen Zeugen oder ein Schriftstück aus dem hervorgeht dass und wann Sie den Vater zur Zahlung aufgefordert haben, Unabhängig davon wäre das Jugendamt auch im Wege der Beistandschaft verpflichtet gewesen dafür zur sorgen, dass die Rückstände nicht verwirken. Wenn die Beistandschaft nicht beendet wurde und Sie das Jugendamt auch nicht angewiesen haben die Sache auf sich beruhen zu lassen, sehe ich hier eine Haftung des Jugendamts durchaus gegeben. Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Beratung!
Bitte beantworten Sie mir noch eine Frage dazu, die mir das weitere Vorgehen erleichtern würde.
Wie soll ich mich dem Jugendamt nun gegenüber verhalten? Kann ich etwas tun, damit sich das Amt um diese Angelegenheit kümmert? Raten Sie mir einen FA für Familienrecht hinzuzuziehen?Freundliche Grüße,
S. Hainmüller
Gerne! Sie sollten zunächst einmal dem Jugendamt mitteilen, dass Sie den Vater zwischenzeitlich angemahnt haben und damit keine Verwirkung eingetreten ist. Darüber hinaus sollten Sie das Jugendamt auch zur Rede stellen und auf eine mögliche Schadensersatzpflicht hinweisen. Es wäre ja Aufgabe des Jugendamts gewesen, die Verwirkung zu unterbinden. Sollten Sie mit dem Jugendamt nicht weiterkommen, dann sollten Sie in der Tat einen Fachanwalt für Familienrecht hinzuziehen.Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!
Bitte sehr gerne! Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!
RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.