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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 7419
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Habe mit meinem Mann in unserer fast 30 Jährigen Ehe sein Elternhaus

Diese Antwort wurde bewertet:

Habe mit meinem Mann in unserer fast 30 Jährigen Ehe sein Elternhaus neu aufgebaut. Jeder von uns hat ein Kind mit in die Ehe gebracht und wir haben eine gemeinsame Tochter. Ich bin jetzt 58 Jahre alt, habe immer gearbeitet und alles was ich je verdient habe in Haus und Familie gesteckt. Das war auch soweit o.k. für mich, da ich meinem Mann immer vertraut habe. Nun ist folgende Situation eingetreten. Unter großen Vorbehalten und Bedenken habe ich mit meiner Unterschrift 2011 für einen Kredit in Höhe von 30.000 € für seine älteste 45 jährige Tochter gebürgt ( mein Mann ist 77 Jahre alt und bekam keinen Kredit mehr). Entgegen allen großen Versprechen gab es gleich zu Beginn Rückzahlungsschwierigkeiten so dass mein Mann die monatl. Raten beglich was so ja nicht gedacht war. Es gab aus diesem Grund viele Auseinandersetzungen zwischen uns und ich habe seit dieser Zeit auch keinen Einblick mehr in Kontoauszüge. Leider stehe ich in unserem Haus nicht im Grundbuch und alle Versuche mit meinem Mann über meine Absicherung zu reden schlugen bisher fehl. Nun mache ich mir große Sorgen, denn das Haus ist auch meine Altersabsicherung und unser Verhältnis ist inzwischen sehr zerrüttet.
Sehr geehrte Fragenstellerin,erlauben Sie mir eine Rückfrage. Wann haben Sie Ihren Ehemann geheiratet und besteht ein Ehevertrag (oder wurde nichts vertraglich bzgl. dem ehelichen Güterstand geregelt)? Waren Sie berufstätig?Mit freundlichen GrüßenDr. TraubRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Wir haben am 29.05.1987 geheiratet. Es besteht kein Ehevertag und es wurden auch nichts weiter geregelt.Ich war immer berufstätig

Dann stellt sich die Rechtslage per Gesetz wie folgt dar. Im Falle einer Scheidung wird der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft zugrunde gelegt. D.h. dass Ihnen als Ehefrau im Prinzip die Hälfte der gesamt erwirtschafteten Güter zusteht. Vereinfacht gesagt wird das Anfangsvermögen jedes Ehegatten zum Zeitpunkt der Ehe mit dem Vermögen jedes Ehegatten am Ende der Ehe betrachtet. Die Differenz hiervon ist vom "bevorzugten" Ehegatten auszugleichen.Beispiel: Der Mann hat zu Anfang der Ehe ein Vermögen von 100.000 €. Sein Endvermögen beläuft sich auf 300.000 €. Somit besteht bei ihm ein Vermögenszuwachs von 200.000 €.Die Frau hat ein Anfangsvermögen von 50.000 € und ein Endvermögen von 200.000 €. Somit hat sie während der Ehe einen Vermögenszuwachs von 150.000 € erwirtschaftet.Nun werden die Zugewinne der Eheleute miteinander saldiert. Es besteht eine Differenz von 50.000 €.Die Ehefrau kann verlangen, dass die Hälfte dieses Zugewinns – also 25.000 € – an sie ausgezahlt werden.Darüber hinaus erfolgen im Falle einer Scheidung auch Ausgleichungen von Rentenansprüchen, d.h. sofern Ihr Mann eine höhere Rente als Sie erhält, muss er auch hiervon einen Teil an Sie überleiten.Sie bekommen im Falle einer Scheidung daher auf jeden Fall rechtlich gesehen einen "gerechten" Betrag.Sollten Sie diese Schritt gehen, rate ich Ihnen frühzeitig die Mandatierung eines Rechtsanwalts an, so dass Ihre Interesse hinreichend gewahrt und Ihre Ansprüche auch richtig durchgesetzt werden können.Ich hoffe Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über eine positive Bewertung, die Sie durch das Anklicken von 3-5 Sternen abgeben können, freuen. Zusatzkosten entstehen Ihnen hierdurch nicht.Mit freundlichen GrüßenDr. TraubRechtsanwalt
Dr. Holger Traub und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.