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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 19112
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, meine Frau möchte sich von mir scheiden lassen und

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
meine Frau möchte sich von mir scheiden lassen und möchte jetzt 50 % des Verkaufswertes des Hauses, trotz folgender Situation : Das Haus war vor der Ehe abbezahlt, hierbei habe ich ca. 75 % finanziert und meine Frau 25 %, angenommen 400.000 €. Die Gesamtkosten des Hauses beinhalten die kompletten Erstellungskosten incl. fester Einrichtungen (Küche etc) sowie Garten etc. und letztendlich auch die Jahre der Darlehensabzahlung bis das Haus kurz vor der Ehe schuldenfrei war. Kurz nach der Ehe kam unser Kind auf die Welt, heisst meine Frau war vor der Ehe noch voll berufsfähig.
Nach meiner Vorstellung müsste ich doch meine 75 % vor der Ehe in das Haus investierte Geld erhalten entsprechend dem künftigen Verkaufswert oder zumindest den eingezahlten Betrag falls das Haus jetzt mehr wert ist, der Unterschiedsbetrag wird dann ggf. 50:50 geteilt. Wichtig dabei : Ich stehe nicht im Grundbuch, da meine Frau sonst nicht die volle steuerliche Förderung erhalten hätte (ich habe die Förderung bereits beim Kauf meiner Eigentumswohnung bekommen). Ich habe auch keinen Darlehensvertrag bezüglich dieser Aufteilung 75/25 der diese Zahlungen eigentlich regeln sollte - er ist aufgesetzt aber nicht unterschrieben.
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:
Darf ich fragen: haben Sie das Haus schon vor der Ehe besessen? Haben Sie dann nach der Ehe etwas investiert?? Oder war das vor der Ehe
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

ja da Haus haben wir schon vor der Ehe besessen, wir haben im Jahre 2001 gebaut und sind auch in diesem

Jahr eingezogen, im Mail 2006 haben wir geheiratet, das Kind kam im Juni 2006 zur Welt. Abbezahlt ist das

Haus vor der Ehe gewesen.

Ins Haus wurden defekte Teile ausgetauscht wie Heizung und Garagentor bzw. bestimmte Dinge erneuert

wie Vorhänge etc.. Wir haben in der Ehe eigentlich nur den Dachboden ausgebaut. Insgesamt haben wir

440.000 € für das Haus ausgegeben (mit der erwähnten Verteilung) und derzeit ist das Haus ungefähr

genausoviel wert, nachdem wir es von einer Bank haben schätzen lassen.

Mit freundlichen Grüssen

Bernhard Pfahler

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank ***** ***** Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte:
Zugewinn Ausgleich geht so von statten, dass man vergleicht, was jeder am Anfang der Ehe hat und was jeder am Ende der Ehe hatte. Derjenige, der während der Ehe mehr hinzu erworben hat muss dem anderen die Hälfte von dem Auszahlen, was er mehr hat
Man vergleicht also anfangs und Endvermögen.
Ein Beispiel:
Der eine Ehegatte hatte vor der Ehe nichts am Ende der Ehe hatte er 10.000 €, der andere Ehegatte hatte vor der Ehe 10.000 € am Ende der Ehe hat er 30.000 €
Der eine Ehegatte hat also 10.000 € hinzu erworben der andere Ehegatte 20.000 €.
Der Ehegatte mit den 20.000 € hat also 10.000 € mehr, muss dem anderen Ehegatten 5000 € davon geben
Wenn sie das Haus schon am Anfang der Ehe hatten dann zählt es zum Anfangsvermögen.
Es muss also nur insoweit ausgeglichen werden als es während der ihr im Wert gestiegen ist.
Hatten Sie es also schon am Anfang der Ehe und war es da 300.000 € wert dann ist das Anfangsvermögen diesbezüglich 300.000 € hatten sie es am Ende auch noch und weiß da 400.000 € wert dann ist Der Zugewinn 100.000 €.
Sie müssten dem anderen Ehegatten dann 50.000 € davon geben.
Es ist also keineswegs so wie die Frau meint das sie die Hälfte vom Verkaufserlös bekommt
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Ich sehe, Sie sind noch online
Kann ich Ihnen denn noch weiterhelfen. ?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

Vielen Dank für Ihre schnelle Rückantwort.

Ich möchte Ihre Zeit auch nicht überbeanspruchen, nur noch Folgendes :

Kern des Anstosses meiner Frau war, daß sie von Ihrer Anwältin (Bekannte von Ihr)

Ein Dokument zum Thema „Rückforderungsansprüche bei „unbedachten“, vorehelichen Zuwendungen nach Scheitern der Ehe“

zugesandt hat, in dem für mich verwirrende Informationen stehen, die mich jetzt wirklich verunsichern.

**********************************************************************

Veröffentlicht FamRB 2007, 273 ff.

Rückforderungsansprüche bei “unbedachten”, vorehelichen Zuwendungen nach Scheitern der Ehe

Eheleute haben oftmals schon vor Eheschliefiung einander Zuwendungen erbracht. Der Autor zeigt an

auf welche Moglichkeiten Hand von Beispielsfallen bestehen, diese Zuwendungen zuriick zu

verlangen.

1.) Allgemeines

Befragt man Eheleute in der Erstberatung hinsichtlich des Guterstandes, zeigt sich immer wieder, dass

eine vollig falsche Vorstellung besteht. Insbesondere sind die Ehepartner der Ansicht, "mein" sei

gleich "dein" und deswegen gehore auch beiden gerneinsarn das Vermogen. Grof ist die

Ubcrraschung, wenn sich herausstellt, dass die gesetzliche Regelung in Wahrheit von einer

Gtitertrennung ausgeht und dass erbrachte Zuwendungen irn gesetzlichen Guterstand, wenn Uberhaupt,

allenfalls in sehr eingeschranktem Umfange rückforderbar sind.

**********************************************************************

… danach kommen Beispiele …

Vielleicht können Sie das eingebettete Dokument lesen, wenn nicht

kann ich Ihnen den Text aber gerne an eine Emailadresse weiterleiten.

Damit möchte ich es dann auch belassen und Danke ***** ***** im Voraus

für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Pfahler

Attachment: 2015-07-26_123432_info.pdf

Ah jetzt verstehe ich.
Das ist der Anspruch auf den Ersatz ehebedingter Zuwendungen. Das sind Zuwendungen, die im Hinblick auf die Ehe getätigt wurden und die nach der Ehe nur noch dem anderen Ehepartner zugutekommen.
So einfach ist dieser Anspruch aber nicht.
Zunächst einmal muss Ihre Frau nachweisen, was sie damals in das Haus hinein gesteckt hat. Dann muss man natürlich auch beachten dass sie all die Jahre kostenfrei drin gewohnt hat, zudem muss noch das was sie hineingesteckt hat als messbare Wertsteigerung am Tag des Stichtags für das Endvermögen in dem Haus vorhanden sein.
Sind all diese Voraussetzungen erfüllt so gilt:
Zuerst muss das Zugewinnausgleichsverfahren durchgeführt werden, welches Ihnen oben genannt habe.
Erst dann, wenn er dieses zu einem unbändigen Ergebnis führt gibt es einen Anspruch auf Ausgleich von ehebedingten Zuwendung werden, welches Ihnen oben genannt habe.
Erst dann, wenn er dieses zu einem unbilligen Ergebnis führt gibt es einen Anspruch auf Ausgleich von ehebedingten Zuwendungen.
Dieser ist aber nun wirklich nur dann gegeben wenn das Ergebnis unbillig wäre, was ebenfalls strengerem Voraussetzungen unterliegt.
Zu einer 50-prozentigen Beteiligung an dem Verkaufserlös gelangt man so jedenfalls nicht.
Es ist ja zweifelhaft, ob von dem damals von der Frau investierten Geld überhaupt noch etwas in dem Haus an Wertsteigerung vorhanden ist.
Wenn sie damals zum Beispiel Bodenplatten gezahlt hat und die mussten jetzt ersetzt werden und sind nicht mehr vorhanden so bekommt sie keinen Ausgleich.
Ich hoffe, ich konnte es Ihnen erklären. Bitte lassen Sie sich auf die 50 % nicht ein, das ist auf jeden Fall zu viel.
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Ich hoffe. Ich konnte Ihnen diese hochkomplizerte Problematik einigermaßen erklären
Bitte fragen Sie gerne nach
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Frau Schiessl,

vielen Dank für Ihre fundierte Unterstützung.

Ich wollte soeben die Bewertung erstellen und den Fall abschliessen,

Das Bild steht auf SPEICHERN und folgende Meldung erscheint :

An error occured when trying to save your rating

… wahrscheinlich aufgrund dessen daß ich immer wieder die Fehlermeldung

„License not valid for this Client version“ wegdrücken muß.

Keine Ahnung ob es jetzt abgeschlossen ist. Bewertung war auf jeden Fall „Toller Service“.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Pfahler

Vielen Dank
Bitte versuchen Sie es noch einmal mit dem lachenden Smiley ich werde dann wenn es nicht geht es dann Moderation melden vielen Dank
Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Leider dasselbe Problem … ich kann Ihnen gerne einen Screenshot dazu machen …

Nein, das ist schon in Ordnung
Ich habe es schon gemeldet, tut mir leid das sie solchen Ärger damit haben
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Das ist kein Problem, nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung