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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 28432
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

ich bin gerade schwanger und erwarte mein Kind im April 2015.

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin gerade schwanger und erwarte mein Kind im April 2015. Ich lebe mit dem Vater nicht zusammen und das Kind wird bei mir wohnen.
Welche Möglichkeit habe ich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu erhalten?
Vielen Dank ***** ***** Antwort
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
Darf ich nur zur Sicherheit fragen:
Sie und der Vater sind nicht verheiratet?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

vielen Dank für die schnelle Reaktion.

Sie haben recht, wir sind nicht verheiratet.

Sehr geehrte Ratsuchende,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Info.
In diesem Falle gilt § 1626a BGB.
Nach § 1626a III BGB haben Sie als Mutter grundsätzlich die alleinige Elterliche Sorge.
Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn Sie eine Sorgerechtserklärung abgeben, also dem Vater die Elterliche Sorge freiwillig überlassen oder aber der Vater die Elterliche Mitsorge beantragt.
Sie dürfen diese elterliche Mitsorge aber nicht überbewerten.
Elterliche Mitsorge bedeutet nur, dass der Vater bei erheblichen Entscheidungen mitbestimmen darf: Beispiel: Welche Schullaufbahn soll Ihr Kind einschlagen, oder bei einer schweren Operation des Kindes (wobei in diesen Fällen sein Entscheidungspielraum im Hinblick auf das Kindeswohl stark eingeschränkt ist).
Bei den alltäglichen Entscheidungen jedoch hat der Vater bei einer gemeinsamen elterlichen Sorge nichts zu entscheiden oder zu bestimmen.
Sie sehen also selbst wenn der Vater die elterliche Mitsorge durch Gerichtsbeschluss erhalten sollte, wird er tatsächlich damit nichts bewirken können.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

vielen Dank für die Antwort. Mir geht es aber im speziellen um das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Kann man dies nicht von dem gemeinsamen Sorgerecht trennen?

Ich hätte gerne das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht, damit ich ggf. auch umziehen kann ohne dass der Vater mich davon abhalten kann.

Sehr geehrter Ratsuchender,
das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein Teil der elterlichen Sorge.
Grundsätzlich haben bei Geburt Ihres Kindes auch das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht. Sie können also umziehen wie Sie möchten.
Sie können aber auch (wenn Sie wollen) dem Vater durch eine Sorgerechtserklärung die elterliche Mitsorge mit Ausnahme des Aufenthaltsbestimmungsrechts übertragen.
Das wäre kein Problem.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

wenn ich eine Sorgerechtserklärung für die elterliche Mitsorge mit Ausnahme des Aufenthaltsbestimmungsrechts erstelle, kann der Vater sich dann das Recht erklagen?

Sehr geehrter Ratsuchender,
ja, er kann einen Antrag auf Mitsorge bei Gericht stellen.
Das Gericht prüft dann diesen Antrag und wird gegebenenfalls dem Vater die elterliche Mitsorge zusprechen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Entschuldigung ich muss noch mal nachfragen - die Begrifflichkeiten sind mir nicht ganz klar.

Wenn ich ihm die elterliche Mitsorge zuspreche mit Ausnahme des Aufenthaltsbestimmungsrechtes, unter welchen Bedingungen kann er dann das Aufenthaltsbestimmungsrechtes erhalten?

Sehr geehrte Ratsuchende,
kein Problem!
Er kann das geteilte Aufenthaltsbestimmungsrecht dann erhalten, wenn er einen Antrag auf elterliche Mitsorge stellt. In diesem Falle kann das Gericht dem Vater auch noch das fehlende Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen.
Das Gericht überträgt diese unter der Bedingung, dass der Vater das Wohl Ihres Kindes nicht gefährdet. Das ist dann der Fall, wenn er seine Mitsorge einfach nur dazu mißbraucht um jeder Ihrer Entscheidungen zu verhindern.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Sehr geehrter Ratsuchender,
habe ich Ihre Fragen beantwortet?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank.

Habe ich es richtig verstanden:

Wenn ich mich mit dem Vater einige, dass ich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht erhalte, dann können wir das über eine Sorgerechtsvereinbarung fixieren.

Wenn der Vater mir das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht zugesteht, dann kann er die Mitsorge bei Gericht einklagen und sie wird ihm zugesprochen, außer das Wohl des Kindes ist gefährdet.

?

Sehr geehrter Ratsuchende,
jawohl das haben Sie so richtig verstanden.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank!

Bitte sehr gerne!
Über eine abschließende positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!
RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.