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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1515
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht
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RainNitschke ist jetzt online.

hallo wollte fragen wie sieht es aus wenn ein Pflegekind

Diese Antwort wurde bewertet:

hallo wollte fragen wie sieht es aus wenn ein Pflegekind schon 29 Monate bei uns lebt seid ihren 2 Lebenstag der vater hat seid ein paar Monaten kontakt zuerst alle vier Wochen dann ging er vor gericht und wollt die elterliche sorge aber die wurde in weiter ferne geschoben aber ihn wurde a umgang alle 14 tage dann alle Woche 1 stunde im Jugendamt begleitet von mir .hat er eine Chance die kleine zu bekommen er ist allein und geht arbeiten sie sagt Mama und papa zu uns. er wusste angeblich erst nach 18 Monaten das er vater ist .das Jugendamt sagt die zeit ist unser grösster freund.bitte antworten sie

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,
die Chancen für eine Rückführung kann hier leider im Rahmen der Erstberatung und ohne Kenntnis der genauen Umstände nicht eingeschätzt werden. Zu betrachten ist vor allem immer der konkrete Einzelfall. Es ist korrekt, dass die Zeit hier der wichtigste Faktor für Sie ist. Grundsätzlich kann der Vater darum kämpfen, das Sorgerecht zu bekommen und sein Kind zu sich zu nehmen. Allerdings haben auch Sie die Möglichkeit einen Verbleibensantrag zu stellen, sollte der Vater das Kind aus der Familie nehmen wollen:
§ 1632 BGB
(4) Lebt das Kind seit längerer Zeit in Familienpflege und wollen die Eltern das Kind von der Pflegeperson wegnehmen, so kann das Familiengericht von Amts wegen oder auf Antrag der Pflegeperson anordnen, dass das Kind bei der Pflegeperson verbleibt, wenn und solange das Kindeswohl durch die Wegnahme gefährdet würde.
Maßgeblich dafür, dass das Kind bei Ihnen bliebt ist also das Kindeswohl. Je länger ein Kind in einer Pflegfamilie lebt und in diese integriert wird, desto schädlicher ist das Herausnehmen des Kindes aus der Familie. Darüber wird aber letztendlich ein psychologisches Gutachten entscheiden müssen. Dass Sie besser geeignet sind das Kind zu versorgen und das eine Bindung zu ihnen entstanden ist, reicht für sich gesehen leider noch nicht aus. Der Vater wird durch den wöchentlichen Umgang ebenfalls eine Bindung aufbauen. Es spricht auch nichts dagegen, dass er arbeiten geht und das Kind in der Zeit in einem Hort betreut wird. Letztendlich sollten Sie im Fall der Fälle aber alles in die Waagschale legen, was gegen die Herausnahme aus Ihrer Familie spricht. So wird es ja auch z.B. Gründe geben, wieso ihm das Sorgerecht noch nicht zugesprochen wurde.
Sollte sich ein entsprechendes konkretes Vorhaben des Vaters abzeichnen, sollten Sie sich frühzeitig anwaltlicher Hilfe bedienen.
Sollte Ihre Frage beantwortet sein, bitte ich höflich um eine entsprechend positive Bewertung. Anderenfalls stellen Sie bitte Ihre Nachfrage ( = Dem Experten antworten)
Mit freundlichen Grüßen
K. Nitschke
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

ja aber sie geht ja ohne mich nicht mit in das zimmer .sie spielt mit ihm schaut immer wieder ob ich da bin .wird der leibliche vater auch geprüft wie wir es sind.und wer hat die besseren karteb ihrer Ansicht nach.und das Jugendamt ist der Meinung das es sehr gut aufgehoben ist bei uns

Dass das Kind derzeit noch fremdelt ist durchaus normal, da es eine starke Bindung zu Ihnen hat. Je mehr Kontakte mit dem Vater stattfinden, desto größer wird auch die Bindung zu dem Vater. Das können Sie leider nicht verhindern.
Ich verstehe Ihre Sorge, dass es das Kind bei dem Vater vielleicht nicht gut haben wird. Im Rahmen des Sorgerechtsverfahrens wird aber auch der Vater seine Qualitäten unter Beweis stellen müssen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

wie schätzen sie es ein.wer hat die besseren karten.gibt es überhaupt für uns als Pflegeeltern eine Chance sie zu behalten.bitte ehrlich sein bin dann zufrieden

Je länger das Kind Zeit in Ihrer Familie verbringt, desto schwieriger wird eine Rückführung. Eine Einschätzung der Erfolgsaussichten wäre leider nicht sehr seriös, da es am Ende von einem Sachverständigen-gutachten abhängen wird, ob die Rückführung dem Kindeswohl entspricht oder nicht. Sie sollten auf jeden Fall nicht kampflos aufgeben und zu gegebener Zeit einen Verbleibensantrag stellen.
RainNitschke und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

und da haben wir Chancen durch den antrag? der Vormund von unseren Pflegekind ist auch der Meinung das es zu uns gehört.also ist das ein Pluspunkt die zeit und das der Vormund und Jugendamt hinter uns steht. gibt es überhaupt für uns eine Chance das er nur das umgangsrecht behält.Ich bin sehr ängstlich jetzt momentan

Das hängt von den Qualitäten des Vaters ab, ob er überhaupt irgendwann das Sorgerecht bekommt. Auch hier gilt: wenn es dem Kindeswohl dient, wird er das Sorgerecht bekommen. Das Sorgerecht kann aber auch beschränkt werden. So muss man ihm ja nicht das Aufenthaltsbestimmungsrecht zusprechen.
Gut ist natürlich, dass das Jugendamt auf Ihrer Seite ist. Die Gerichte geben in der Regel viel auf deren Einschätzung, da sie intensiv mit den Familien zusammenarbeiten.
Wenn Sie im Fall der Fälle selbst einen Antrag stellen, gewinnen Sie auf jeden Fall weitere Zeit für sich, in der das Kind in Ihrer Familie lebt und dort immer weiter integriert wird.
Vielleicht suchen Sie auch mal das Gespräch mit dem Kindsvater. Es ist nicht immer sinnvoll, die leiblichen Eltern als Feinde zu sehen. GGf. ist dieser auch bereits zufrieden, wenn er sein Kind regelmäßig sehen darf und merkt, dass es das Kind bei Ihnen gut hat.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

ja er sagt ja er weis das es dem Kind gut geht und wir Mama und papa für das Kind sind .aber ich glaube er will es unbedingt und denkt nicht an das kindeswohldenn mann muss bedenken seit dem krankehaus ist sie bei uns sie kennt meine Eltern und Geschwister weis das sie Oma opa und tante sind.also haben wir schon ein Chance sie zu behalten oder?bitte ehrlich sein ich danke ***** ***** voraus.ich weis ich bin momentan sehr ängstlich weil sie so an mir hängt. bitte antworten sie mir

Grundsätzlich muss ich schon darauf hinweisen, dass sich Pflegeeltern immer im Klaren sein müssen, dass die Kinder nur "Gäste auf Zeit sind" und das Kind Mama und Papa hat, auch wenn diese leider nicht in der Lage sind, sich um das Kind zu kümmern.
In Ihrem Fall gibt es einen Vater, der sich offenbar sofort, als er erfahren hat, dass er Vater ist, um sein Kind bemüht. Er geht arbeiten, was prinzipiell kein Nachteil ist. Er wird durch die wöchentlichen Umgänge auch eine recht gute Bindung zu dem Kind aufbauen können. Wenn der Vater sonst keine gravierenden (!!!) Defizite hat, spricht nicht all zu viel dagegen, dass er das Sorgerecht irgendwann einmal bekommt. Fraglich ist allerdings, ob auch das Aufenthaltsbetimmungsrecht mit einbezogen wird. Wie bereits erläutert: Je länger das Kind bei Ihnen ist, desto eher wird ein Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass es nicht dem Wohl des Kindes entspricht, es aus der Familie zu nehmen. Chancen bestehen daher durchaus, je länger das ganze Verfahren dauert.
Seien Sie mir nicht böse, aber ich kann nicht vorhersehen, ob man Ihnen irgendwann was das Kind wegnehmen wird, da letztendlich ein Sachverständigengutachten darüber entscheiden wird, ob die Rückführung zum Vater, dem Kind gut tut oder schadet.
Sie dürfen das Kindeswohl nicht mit den Möglichkeiten gleichsetzen, die Sie dem Kind bieten können. Vielmehr geht es um den psychischen Schaden, welchen ein Kind nehmen kann, wenn es aus seiner gewohnten Umgebung "gerissen" wird. daher auch immer der Hinweis auf den Zeitfaktor. Je verwurzelter ein Kind ist, desto schädlicher wird es sein, es aus der Familie zu nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
K.Nitschke
Rechtsanwältin
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

hallo Frau nitscke ab welcher zeit ist keine Rückführung mehr möglich. ich hab nämlich geleesen nach einen gewissen Zeitraum geht es nicht mehr.aber was ist der zeitraum

Der Zeitraum ist gesetzlich nicht bestimmt. Es liegt vielmehr an den Gesamtumständen. Je mehr ein Kind mit der Pflegefamilie verwurzelt ist, desto schwieriger wird die Rückführung. Wie bereits erläutert kommt es aber auch auf das Verhältnis zu den leiblichen Eltern (den Vater) an. Das Jugendamt wird immer entscheiden müssen ob eine Rückführung dem Kind gut tut oder eher schädlich ist.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

also entscheidet das das Jugendamt ob eine Rückführung gut ist oder schädlich? und wann wird so was entschieden nach welcher zeit

Dazu kann keine pauschale Aussage getroffen werden. Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, dass es stets um die Umstände des Einzelfalls geht. Im Grunde kann ich Ihnen rechtlich an dieser Stelle auch nicht mehr weiter helfen. Ich kann nur dazu raten, eng mit dem Jugendamt zusammen zu arbeiten und sich bezüglich konkreter Vorgehensweisen in Ihrem konkreten Fall an Ihren Sachbearbeiter zu wenden. Sie können sich gegen eine Rückführung ja mit einem Verbleibensantrag wehren, in diesem Fall wird das Ganze dann vor Gericht geklärt und es wird darüber, ob die Rückführung es dem Wohl des Kindes dient oder schadet ein Sachverständigengutachten geben (wurde bereits erläutert)
Alles Gute für Sie
K. Nitschke
Rechtsanwältin