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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
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Schönen guten Morgen, ich bin im 6. Monat schwanger und

Diese Antwort wurde bewertet:

Schönen guten Morgen,

ich bin im 6. Monat schwanger und laut Mutterschutzgesetz darf ich eine maximale tägliche Arbeitszeit von 8,5 Stunden haben. Nun würde ich an 2 Tagen in der Woche über diese Zeit kommen. Mein direkter Vorgesetzter hat nun angeordnet, dass ich mind. 1 Stunde Pause zu machen habe und diese einzuhalten sei (geht leider nicht, da wir ja nicht Punkt 12:30 Uhr schließen und auch nicht Punkt 13:30 Uhr wieder öffnen, sondern etwas eher). In unserer Betriebsvereinbarung steht jedoch, dass eine tägliche Pause von mind. 30min bei einer täglichen Arbeitszeit von bis zu 8 Stunden ist und ab 8 Stunden eine Pause von mind. 45min. eingehalten werden muss. Darf er mir die länge meiner Pause vorschreiben?
Desweiteren werde ich (auch wenn ich mich an die 1 Stunde Pause halte) immer einige Minuten (bis ca. 15-20min.) über meine Arbeitszeit kommen. Diese Zeiten werden mir dann von unserem elektronischen Zeiterfassungssysthem gestrichen. Außerdem finde ich es dann nicht gerade kollegial, wenn ich um 17:30 Uhr meine Arbeit beende und meine Kollegin ggf. noch mit Kunden alleine lassen soll. Sie müsste dann alleine die Filiale schließen, Kassenabschluss machen, aufräumen etc. Unser Chef ist zwar auch in der Filiale, er sieht es aber nicht ein, dass er am Schalter mit aushilft, so dass ich morgens später kommen oder abends eher gehen könnte und meine Kollegin zu unterstützen. Wie soll ich mich denn nun verhalten? Vor allem weil ich bisher alles andere als eine Traumschwangerschaft hatte und dies weiß er auch. Vielen Dank XXXXX XXXXX Rückmeldung.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Schwangere sind durch das MuSchG besonders geschützt. Dies liegt insbesondere auch daran, dass das ungeborene Kind eines besonderen Schutzes bedarf und natürlich auch die Mutter. Hieran sollten Sie sich in erster Linie orientieren.

Pausen kann der Arbeitgeber grds. im Rahmen seines Direktionsrechts vorschreiben, allerdings nur die, die gesetzlich auch vorgeschrieben sind. Ansonsten würde er in Ihren Freizeitbereich eingreifen, so dass 1 Stunde Pause hier zu lang ist.

Nach § 8 MuschG dürfen Sie auch keine Mehrarbeit leisten, hier nach Abs. 2

(2) Mehrarbeit im Sinne des Absatzes 1 ist jede Arbeit, die
1.
von Frauen unter 18 Jahren über 8 Stunden täglich oder 80 Stunden in der Doppelwoche,
2.
von sonstigen Frauen über 8 1/2 Stunden täglich oder 90 Stunden in der Doppelwoche

Sie dürfen also nicht mehr als 45 Stunden in der Woche arbeiten.

 

Nach dem ArbzG, § 4, sind sodann max. 30min Pause vorgeschrieben.

 

Hiernach muss sich der Arbeitgeber richten.

 

Ob Sie etwas kollegial finden oder nicht ist sicher gut, allerdings sollten Sie dies nicht zu stark zu Ihren asten und des Ungeborenen ausbauen. Ich empfehle, dass Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen und hier entsprechende rechtmäßige Arbeitszeiten, die auch in den Betriebsablauf passen, zu finden.

 

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