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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 33705
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, wenn Großeltern die elterliche Autorität untergraben

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,

wenn Großeltern die elterliche Autorität untergraben und vor dem Kind das "nein" der Eltern als wertlos hinstellen und die Regeln der Eltern für ihr Kind nicht akzeptieren wollen, haben sie dann trotzdem ein Recht auf Umgang?

Wenn ja, wie oft und wie lange muss ihnen Umgang gewährt werden für ein 2-jähriges Kind?

Und: Dürfen Großeltern verlangen, dass die Eltern des Kindes in dieser Umgangszeit nicht anwesend sind?
Oder können die Eltern den Umgang auch in der eigenen Wohnung stattfinden lassen und anwesend sein? Haben die Großeltern wirklich das Recht ihr Enkelkind mitzunehmen?

Danke
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Darf ich Sie fragen:

Besteht denn überhaupt eine besondere Bindung der Großeltern zu Ihrem Kind?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,


 


danke für Ihre Zeit.


Ja, eine besondere Bindung zu meinem Kind bestand, da wir bis vor einigen Monaten noch in einem Mehrfamilienhaus in verschiedenen Wohnungen gelebt haben und uns alle oft gesehen haben.


 


Jedoch kommt es durch diese Großeltern immer wieder zu , für mein Kind, sehr schwer verwindbaren Beziehungsbrüchen und -pausen, da sie oft wochen- und monatelang im Ausland sind.


 


 


Nach ihrer letzten Heimkehr vor ein paar Wochen kam es nun zu oben beschriebener Situation.


 


Kurzfristig angebotene Termine zum Sehen des Enkels wurden abgelehnt. Inzwischen sind auch Termine bei uns zu Hause oder Unternehmungen mit mir und meinem Kind nicht mehr erwünscht.


Die Großeltern wollen den Enkel alleine sehen, aber sich nicht an die Regeln halten die von den Eltern aufgestellt worden sind.


 


Dürfen sie das?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

Die Großeltern haben ein eingeschränktes Umgangsrecht nach § 1685 BGB.

Die Einschränkung besteht darin, dass der Umgang dem Kindeswohl dienen muss. Ein solches Dienen können Sie dann annehmen, wenn zwischen Großeltern und Kind eine besonders innige Beziehung besteht.

Ein solches Dienen ist aber gerade dann nicht gegeben, wenn die Großeltern den Umgang dazu nutzen um die Erziehung der Eltern zu beeinträchtigen. Dies hätte zur Folge, dass der Umgang mit den Großeltern gestrichen werden müsste oder allenfalls in Begleitung der Eltern stattfinden darf.

Damit habe ich indirekt Ihre zweite Frage beantwortet, nämlich dass der Umgang grundsätzlich in Abwesenheit der Eltern stattfinden soll.

In Ihrem Falle kann es das Kindeswohl gebieten, dass nur ein begleiteter Umgang, also ein Umgang in Anwesenheit der Eltern stattfinden soll. Die Großeltern dürfen das Kind dann auch nicht mitnehmen,

Zum Umfang:

Bei einem zweijährigen Kind wird der Umgang einmal im Monat für 2-3 Stunden stattfinden können.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für die Informationen.


 


Habe ich Sie richtig verstanden, dass die Großeltern ein 2-jähriges Kind sonst einfach mitnehmen können in der Umgangszeit?


 

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Ja, grundsätzlich sollen die Großeltern das Kind mitnehmen dürfen für die Dauer des Umgangs.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.


Und was dürfen sie mit ihm machen, ohne meine Zustimmung? Auto fahren? Schiff fahren?


 


 

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Ohne Ihre Zustimmung dürfen die Großeltern alles machen, was Ihr Kind nicht gefährdet. Also zum Beispiel: Autofahren nur mit Kindersitz.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Autofahren: Aber ist mein Kind nicht potenziell gefährdet, wenn der Fahrer nur ca. einmal im Jahr ein geliehenes Auto fährt?


 


(und auch schonmal am Steuer eingenickt ist)


 


Habe ich da keine Möglichkeit mein Kind zu schützen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.


Wenn der Fahrer schon einmal beim Fahren eingenickt ist, so kann den Großeltern untersagt werden mit dem Kind Auto zu fahren.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ist denn ein besonders inniges Verhältnis überhaupt gegeben, wenn es immer zu großen Beziehungspausen und -brüchen durch wochen- und monatelange Abwesenheit kommt?


 


Und ist es nicht eher zum Wohl des Kindes, wenn dann beim Umgang wenigstens eine verlässliche Bezugsperson (Eltern) anwesend ist und das Kind dort Rückhalt finden kann?


 


Was ist, wenn das Kind auch deutlich sagt, dass es nicht mit will (bzw. Mama/Papa mitkommen sollen)? Soll ich es dann zwingen?


 


Wer entscheidet über diese Sachen?


Die Großeltern drohen mit Jugendamt. Wie soll ich mich verhalten um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Das innige Verhältnis muss natürlich vom Kind ausgehen. Wenn das Kind sich weigert zu den Großeltern zu gehen, dann besteht keinerlei Umgangsrecht der Großeltern.

Über den Umgang entscheidet das Familiengericht.

Wenn die Großeltern mit dem Jugendamt drohen, dann sollten Sie sich selbst aktiv an das Jugendamt wenden und klar und eindeutig mitteilen, dass Sie kein Umgangsrecht gewähren werden, da sich das Kind selbst eindeutig gegen einen Umgang ausspricht.

Damit sollte die Angelegenheit erledigt sein.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Das Kind (2) spricht sich nicht permanent gegen dem Umgang aus...sondern äußert den Wunsch Mama dabei zu haben und etwas zusammen zu machen.


 


Wenn es sich entscheiden muss zwischen einer Unternehmung mit den Großeltern und den Eltern, entscheidet es sich meist für die Eltern.


Ehrlich gesagt finde ich es nicht in Ordnung, dass ein 2-jähriges Kind solch eine Entscheidung überhaupt treffen muss. Aber rechtlich bin ich dann dazu gezwungen?


 


Oder gilt dann, dass die Großeltern die Regeln der Eltern (und somit Erziehung im weiteren Sinne) nicht akzeptieren und daher nur Umgang in Begleitung der Eltern erhalten?


Und dies dann auch in der elterlichen Wohnung stattfindet!?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Wenn das Kind diesen Wunsch äußert, dann darf der Umgang, wenn er stattfindet nur in Begleitung der Eltern stattfinden auf alles andere haben die Großeltern keinen Anspruch.

Ob der Umgang dann in der Wohnung der Eltern stattfinden soll, das hängt dann ganz vom Willen der Eltern ab.

Wenn das Kind aber lieber Unternehmungen mit den Eltern wahrnehmen möchte so muss der Umgang mit den Großeltern entfallen.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Gibt es da einen Paragraphen auf den ich mich berufen kann?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Ja, § 1685 BGB.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Was besagt der genau?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

"Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient."

Das bedeutet es gibt nur dann Umgang, wenn das Kind es will und das Kind nicht gefährdet wird.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Herzlichen Dank.


 


Gibt es auch einen Paragraphen zu dem oben Geschriebenen:


"Ein solches Dienen ist aber gerade dann nicht gegeben, wenn die Großeltern den Umgang dazu nutzen um die Erziehung der Eltern zu beeinträchtigen."

Ja das besagt § 1685 BGB mit der Formulierung

"wenn dieser dem Wohl des Kindes dient"





Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank!

Bitte sehr gern geschehen!