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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, ich bin seit drei Jahren mit meiner Frau verheiratet,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,

ich bin seit drei Jahren mit meiner Frau verheiratet, die ein 1-jähriges Kind in die Ehe gebracht hat (heute 5 Jahre alt).
Das Kind wurde vom Kindsvater dermaßen aufgehetzt, dass der Kontakt nur noch sporadisch stattfindet, d.h. das Kind lebt faktisch beim Vater. Meine Frau ist nervlich am Ende, dass das Kind sie mehr oder weniger nicht sehen will.
Das Kind ist bis dato bei uns gemeldet. Meine Frau ist Hausfrau, möchte aber ggfl wieder arbeiten gehen. Ich verdiene genug für zwei.
Der Kindsvater möchte das Kind bei sich in der Nähe im Kindergarten anmelden, d.h. das Kind müßte umgemeldet werden, dadurch würde meine Frau das Kindergeld verlieren, was aber zu verschmerzen wäre, da dass Kind ja nicht bei uns lebt.
Der Kindsvater sagt zwar, dass er keine Unterhaltsansprüche für das Kind gelten machen will, darauf möchte ich mich aber nicht verlassen.
Wenn er zu einem späteren Zeitpunkt den Unterhalt von meiner Frau einfordert, kann dies auch rückwirkend sein, oder ab Antragsstellung?
Wenn meine Frau Hausfrau bleibt, was passiert dann mit den Ansprüchen? Laufen hier Beträge auf bzw. türmt sich hier ggfl ein Schuldenberg auf? Verjährungsfristen?
Wenn sie zu diesem Zeitpunkt arbeitet, was passiert dann mit den Ansprüchen? Wie berechnen sich diese?
Im Kontext zu diesen Fällen frage ich mich, ob ich als Stiefvater, der das Kind seit Monaten nicht gesehen hat, ebenfalls betroffen sein kann? Welche Pflichten bzw Rechte habe ich als Stiefvater?

Vielen Dank.

Gruß,
OF

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Tobias Rösemeier :

Auf Kindesunterhalt kann der Vater nicht durch eine Vereinbarung mit Ihrer Ehefrau für die Zukunft wirksam verzichten. Dies hat seinen Umstand darin, dass es ein Anspruch des Kindes und nicht des Vaters in Ihrem Fall ist.

Tobias Rösemeier :

Aber Kindesunterhalt wird nicht automatisch geschuldet, sondern immer erst ab dem Monat in dem der Unterhaltspflichtige zur Zahlung von Kindesunterhalt aufgefordert wird.

Tobias Rösemeier :

Es türmen sich also keine Unterhaltsschulden auf, solange der Kindesvater hier keinen Unterhalt von Ihrer Ehefrau einfordert.

Tobias Rösemeier :

Sollte er es sich später einmal anders überlegen, dann wäre Unterhalt ab diesem Zeitpunkt zu bezahlen.

Tobias Rösemeier :

Der Unterhalt richtet sich der Höhe nach, nach dem Einkommen Ihrer Ehefrau, dem Alter des Kindes und der Düsseldorfer Tabelle.

Tobias Rösemeier :

Diese finden Sie unter dem folgenden Link:

Tobias Rösemeier :

Wenn Ihre Ehefrau zum Zeitpunkt der Unterhaltsaufforderung nicht arbeitet, dann müsste sie umgehend eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, weil sie trifft dann eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit.

Tobias Rösemeier :

Wenn sie den Mindestunterhalt nicht bezahlen kann, dann käme eine indirekte Haftung von Ihnen ausnahmsweise als Stiefvater in Frage, weil man bei einem Unterhaltsberechtigten, der verheiratet ist, davon ausgeht, dass dieser aus dem Zusammenleben mit dem Ehepartner ersparte Aufwendungen hat, so dass der Selbstbehalt aus eigenem Einkommen in Höhe von 1.000 € monatlich herabgesetzt werden kann.

Tobias Rösemeier :

Sie sollten aber zusehen, dass die Entfremdung zum Kind nicht weiter zunimmt.

Tobias Rösemeier :

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Tobias Rösemeier :

Haben Sie Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Tobias Rösemeier :

Gern helfe ich weiter.

Tobias Rösemeier :

Wenn Sie keine weiteren Nachfragen mehr haben, darf ich noch um eine abschließende positive Bewertung bitten.

Tobias Rösemeier :

Vielen Dank.

Unser Chat ist beendet, Sie können jedoch weiterhin nachfragen, bis Sie mit meiner Antwort zufrieden sind. Kommen Sie einfach zurück auf diese Seite, um die Konversation und neue Informationen hierzu anzusehen.

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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,

vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.

Da meine Frau mit dem Kindsvater das gemeinsame Sorgerecht hat (sie waren nicht verheiratet), er aber immer das Kind für Absagen für vereinbarte Termine per Telefon anrufen läßt, frage ich mich, wie meine Frau Ihr Recht einfodern kann. Ist hier das Jugendamt zuständig, oder welche Vorgehensweise empfehlen Sie? Kann er den Besuch eines bestimmten Kindergartens verweigern, inkl. Kostenübernahme?

Danke.

MfG
OF
Sehr geehrter Fragesteller,

es sollte sicherlich zunächst die vermittelnde Hilfe des Jugendamtes in Anspruch genommen werden.

Sollte dies scheitern ist eine Klärung über das örtlich zuständige Familiengericht anzuraten.

Den Besuch eines bestimmten Kindergarten kann er nicht verweigern. Kommt jedoch keine Einigung zustande, wäre auch diesbezüglich eine gerichtliche Klärung über das Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil des Sorgerechts erforderlich.
Haben Sie weitere Nachfragen ?

Falls nicht, darf ich noch um eine abschließende positive Bewertung bitten.

Vielen Dank.

Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Da ich mit meiner Frau einen Ehevertrag habe, müsste ich trotzdem für das Stiefkind zahlen, falls Kinderunterhalt gefordert wird und meine Frau erwerbslos bliebe?
Sehr geehrter Fragesteller,

aus dem Ehevertrag ergibt sich in der Regel keine Unterhaltsverpflichtung für das Stiefkind.

Sie sind nur indirekt von einer Unterhaltspflicht betroffen und zwar dahingehend, wenn Ihre Frau kein Einkommen hat und diese gegen Sie einen Anspruch auf Taschengeld hat. Dieses Taschengeld müsste die Frau verwenden um Unterhalt zu zahlen.

Der Taschengeldanspruch besteht in Höhe von 5% des Einkommens.