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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Vor ca 40 Jahren hatte ich eine Kurze Bekanntschaft mit einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Vor ca 40 Jahren hatte ich eine Kurze Bekanntschaft mit einer Ca 27 jahre alten Dame die ich beimTanztee in einem Tanzlokal kennenlernte sie war zu der Zeit schon ca 6Jahre Jahre verheiratet noch Kinderlos Wir trafen uns gelegentlich zum Tanzen danach schmusten wir auch gelegentlich im Auto .nach einigen Monaten konnte Sie nicht mehr zum Treffen Kommen da sie in Umständen sei.wir hatten die folgenden Jahre keinen Kontakt mehr. Nach weiteren ca 8 Jahren besuchte Sie mich in meinem Büro und zeigte mir ein Foto von einem blonden kleinen Jungen,Die sei ihr Sohn .sie hätte Schwierigkeiten mit ihrem Mann da er wegen der blönden Haare (er war Dunkelhaarig) zweifel an der Vaterschaft habe. Sie war sich sicher das der Junge von mir sei. Sie habe das auch Ihrem Mann eingestanden. Ich sagte Ihr und auch Ihrem Mann der mich Tage später anrief das Sie dies durch einen Vaterschaftstest abklären müsse mehr könne ich dazu nicht sagen.
Ich hörte nach dieser Unterredung ca 10 weitere Jahre Nichts von ihr Dann bekam ich einen Anruf von ihr ,sie wäre wegen einer schweren Behandlung Stationär im Krankenhaus und hätte wenn etwas mit ihr passieren würde auch Ihrem Sohn von meiner möglichen Vaterschaft berichtet ,ich hörte auch hiernach Nichts von ihr. erst jetzt nach ca weiteren 13 Jahren bekam ich ein Schreiben vom Anwalt Ihres Sohnes
Er habe nun erfahren das ich sein Biologischer Vater sei und ich mich zu einem Vaterschaftstest bereit erklären solle.Die Mutter sagte mir jedoch bei Ihrem Krankenhaus Aufenthalt vor 13 Jahren das sie ihm von meiner möglichen Vaterschaft gesagt habe, der junge müsste jetzt ca 38 Jahre alt sein. meine Recherschen bei Nachbarn haben ergeben dass der gesetzliche Vater vor 2 Jahren gestorben sei, Ist der Sohn noch berechtigt die Vaterschaft bei mir noch feststellen zu lassen , obwohl er laut Angabe der Mutter schon vor mindestens 13 Jahren davon wußte,-?
Liegt da nicht auch eine Verjährung vor??wie soll ich mich verhalten-??

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Tobias Rösemeier :

Die Anfechtungsfristen für die Vaterschaft sind in § 1600 b BGB geregelt.

Tobias Rösemeier :

In Ihrem Fall greift Absatz 3 dort heißt es:

Tobias Rösemeier :

Hat der gesetzliche Vertreter eines minderjährigen Kindes die Vaterschaft nicht rechtzeitig angefochten, so kann das Kind nach dem Eintritt der Volljährigkeit selbst anfechten. In diesem Falle beginnt die Frist nicht vor Eintritt der Volljährigkeit und nicht vor dem Zeitpunkt, in dem das Kind von den Umständen erfährt, die gegen die Vaterschaft sprechen.

Tobias Rösemeier :

Die Mutter hat Sie davon in Kenntnis gesetzt, dass sie den Sohn bereits vor 13 Jahren über die Vaterschaft zu Ihnen in Kenntnis gesetzt hat.

Tobias Rösemeier :

Damit ist Verjährung eingetreten.

Tobias Rösemeier :

Sie sollten daher dem Anwalt mitteilen, dass Ihnen die Mutter bereits vor 13 Jahren bekannt gegeben hat, dass sie den Sohn über die Vaterschaft informiert hat und somit Verjährung vorliegt.

Tobias Rösemeier :

Der Sohn müsste hier, sollte er in der Tat die Vaterschaft noch nach Ihnen feststellen lassen wollen, nachweisen, dass er erst innerhalb der letzten 2 Jahre Kenntnis über den Umstand erhalten hat, dass Sie der leibliche Vater sind.

Tobias Rösemeier :

Hier kommt es dann wohl entscheidend auf die Zeugenaussage der Mutter an.

Tobias Rösemeier :

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne können Sie Nachfragen stellen.

Customer:

was ist wenn die Mutter oder der Sohn sagen es ist erst jetzt eine Mitteilung er folgt--?? ich habe ja keine Zeugen für das Telefonat

Tobias Rösemeier :

Das ist wahrlich der Knackpunkt an Ihrem Fall. Sie können dann hier nur im Verfahren Druck im Rahmen der Zeugenvernehmung auf die Mutter ausüben.

Tobias Rösemeier :

Im Zweifel wäre die Mutter hier unter Eid zu nehmen, denn eine falsche Aussage unter Eid ist strafbar.

Tobias Rösemeier :

Sollte es zu einem gerichtlichen Vaterschaftsfeststellungsverfahren kommen, empfehle ich Ihnen dringend sich von einem erfahrenen Fachanwalt für Familienrecht vertreten zu lassen.

Customer:

Würden Sie mir raten nich freiwillig einzuwilligen??

Tobias Rösemeier :

Nein, das würde ich Ihnen nicht anraten. Der Umstand, dass Sie der Vater sein könnten ist nunmehr fast 40 Jahre bekannt. Eine Vaterschaftsfeststellung hätte bereits während der Ehe stattfinden können.

Customer:

also schlagen Sie mir die gerichtliche auseinandersetzung vor???

Tobias Rösemeier :

ja, vorliegend ist gut zu argumentieren, dass hier bereits seit vielen Jahren Kenntnis besteht und somit Verjährung eingetreten ist.

Customer:

Danke XXXXX XXXXX einen Anwalt beauftragen

Tobias Rösemeier :

Schön, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Bitte hinterlassen Sie noch eine positive Bewertung für meine Antwort. Nutzen Sie hierfür bitte die lachenden Smileys. Vielen Dank

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.