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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 18001
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ich habe gleich mehrere Fragen: Erstens: Meine Ehefrau

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe gleich mehrere Fragen:



Erstens:

Meine Ehefrau und ich lassen uns Anfang 2013 scheiden. Im Zuge der Scheidung übernehme ich die Schulden.

Sollte ich nach der Scheidung sterben, können dann die Schulden meiner Ex-Frau wieder angelastet werden und / oder wird dann im Nachhinein ihr Rentenanteil zur Tilgung der Schulden gekürzt?



Zweitens:

Wenn ich nach der Scheidung sterbe, kann ich an meine 1. Ehefrau folgerichtig auch keinen Unterhalt mehr zahlen. Bekommt Sie dann von meiner halben Rente, welche ihr mit der Scheidung überschrieben wird, Witwenrente, oder steht ihr der mit der Scheidung überschriebene Rentenanteil erst mit ihrem Rentenalter zu?

Kurzum: Wie ist sie weiter versorgt?



Drittens:

Wenn ich nach der Scheidung wieder heirate (ich lebe mit einer neuen Partnerin zusammen, mit der ich einen Sohn habe) und ich sterbe dann, werden dann meine „Alt-Schulden“ meiner neuen Ehefrau angelastet? Oder sind die alten Schulden in einer neuen Beziehung nicht relevant? Falls ja, würden Sie dann Gütertrennung vorschlagen?



Viertens:

Sollte ich nach der neuen Eheschließung sterben, steht meiner neuen Partnerin doch ein gewisser Prozentsatz meiner restlichen Rente (die Hälfte meiner Rente ist ja meiner 1. Ehefrau zugeschrieben worden) als Witwenrente zur Verfügung.

Wieviel Prozent sind das ca.?

Gleiches gilt doch auch für meinen Sohn – wie viel Porzent Halbwaisenrente stehen ihm ca. zu?

Gruß
Achim

Claudia Schiessl :

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:Bitte etwas Geduld

Claudia Schiessl :

Es kommt darauf an:

Claudia Schiessl :

Wenn Sie die Schulden nur im Verhältnis zu Ihrer Frau übernehmen, also nicht auch gegenüber der Bank muss die Frau nach Ihrem Tod die Verbindlichkeiten, die sie ja noch gegenüber der Bank hat tilgen, mit ihrem ganzen Vermögen haftet sie dann dafür.

Claudia Schiessl :

Wenn Sie die Schulden auch gegenüber der Bank übernehmen, diese die Frau also aus der Haftung entlässt haftet sie nach Ihrem Tod nicht für die Schulden.

Claudia Schiessl :

Der Rentenanteil steht der Frau erst zu,wenn sie in Rente ght oder aber erwerbsunfähig wird

Claudia Schiessl :

In einer Ehe ist normalerweise es so, dass der eine, wenn er für die Schulden des anderen nicht unterschreibt er auch nicht dafür haftbar sind

Claudia Schiessl :

Der gesetzliche Güterstand ist eine Gütertrennung mit Ausgleich am Ende des Güterstands also bei Scheidung oder Tod.

Customer:

Können Sie bitte die 4. Frage noch beantworten?

Claudia Schiessl :

ja bin gerade dabei bitte noch etwas Geduld

Claudia Schiessl :

Abhängig vom Zeitpunkt der Heirat und dem Geburtsjahrgang gelten ggf. unterschiedliche Regelungen für den Bezug der Witwenrente. Nach dem Tode des Ehegatten besteht für den überlebenden Ehegatten ein Anspruch auf eine Witwenrente, wenn der verstorbene Ehepartner die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt oder bereits eine Rente bezogen hat. Die Ehe muss zum Zeitpunkt des Todes rechtsgültig bestanden haben

Claudia Schiessl :

Eine "große" Witwenrente beziehungsweise Witwerrente wird an den überlebenden Ehepartner gezahlt, wenn dieser das 47 Lebensjahr vollendet hat oder ein minderjähriges Kind erzieht

Claudia Schiessl :

Die Rentenzahlung beträgt 55 Prozent der Rente wegen voller Erwerbsminderung des/der verstorbenen Versicherten. Sind die genannten Voraussetzungen für die "große" Witwenrente beziehungsweise Witwerrente nicht erfüllt, so kommt die "kleine" Witwenrente beziehungsweise kleine Witwerrente in Betracht. Diese Rente beträgt 25 Prozent der Rente wegen voller Erwerbsminderung des oder der verstorbenen Versicherten




Customer:

Wenn wir z.B. in 2013 heiraten ist meine Frau 35 und ich 56 Jahre alt. Ich bin noch erwerbstätig und gehöre seit 38 Jahren dem gleichen Unternehmen an. Meine jetzige Rente beträgt gesetzlich = 1600,- Euro und an Firmenrente bekomme ich nach dem jetzigen Stand 1.000,- Euro. von dem ganzen Betrag, nämlich 2.600,- Euro würde meine "Noch-Ehefrau" bei Scheidung die Hälfte zugeschrieben bekommen.

Customer:

Was würde meine neue Ehefrau dann an Witwenrente erwarten dürfen, falls mir etwas passiert?

Claudia Schiessl :

Das kann ich nicht sagen, was sie bekommt. Es wird das was jeder während der Ehezeit erworben hat an Anwartschaften geteilt

Claudia Schiessl :

Also Sie bekommen die Hälfte der Anwartschaften der Frau, die frau die Hälfte ihrer Anwartschaften.

Claudia Schiessl :

Auch wird Eigenverdienst bei der Witwenrente mit angerechnet.

Claudia Schiessl :

Die Halbwaisenrente beträgt 10 % der Versichertenrente auf die der Verstorbene Anspruich gehabt hätte.

Claudia Schiessl :

Bei der betrieblichen Altersversorgung kommt es auf die jeweilige Regelung bei beiden an, das kann nicht pauschal gesagt werden

Customer:

Nun noch mal kurz nachgehakt wegen der Versorgung meiner 1. Ehefrau, von der ich mich Anfang 2013 scheiden lasse.

Customer:

Derzeit zahle ich ihr Unterhalt, den sie im Falle meines Todes nicht mehr bekommt. Erhält sie dann auch Witwenrente, damit sie weiterhin versorgt ist, oder geht sie leer aus?

Claudia Schiessl :

Nach der Scheidung bekommt Ihre Nochfrau die Anwartschaften aus dem Versorgungsausgleich.

Claudia Schiessl :

Witwenrente bekommt sie nicht, da Sie ja schon begrifflich nicht Ihre Witwe ist, da sie ja nicht mehr mit Ihnen verheiratet ist

Customer:

Alles klar - ich bedanke XXXXX XXXXX Ihnen. Einen guten Rutsch für Sie und Ihre Angehörigen.

Claudia Schiessl :

Ja bitte noch kurz bewerten und Ihnen auch einen guten Rutsch

Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.