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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 28681
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen, Ich zahle 4776 € Unterhalt für meine 17 jährige

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen,
Ich zahle 4776 € Unterhalt für meine 17 jährige Tochter und möchte dies als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuer absetzen. Der Sachbearbeiter beim Finanzamt lehnte ab mit der Begründung,meine Exfrau müsste damit einverstanden sein.
Da das Verhältnis zu meiner geschiedenen Frau extrem schlecht ist wird sie dem nicht zustimmen.Was kann ich tun um den Seuerabzug zu erreichen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Die Ablehnung: Haben Sie denn schon einen Steuerbescheid bekommen oder ist dies eine mündliche Aussage?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Telefonische Aussage

Sehr geehrter Ratsuchender,

und Sie haben im klar gesagt das es um Kindesunterhalt geht?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

Dann hat der Sachbearbeiter Ihnen eine falsche Auskunft erteilt.

Sie müssen wissen:

Es gibt zwei Arten Unterhalt steuerlich geltend zu machen.

1. Das begrenzte Realsplitting: Dies ist nur beim Ehegattenunterhalt möglich und führt beim Unterhaltsberechtigen zu steuerlichen Nachteilen. Aus diesem Grund benötigen Sie hier die Zustimmung des anderen Ehegatten (Anlage U).

2. Die außergewöhnliche Belastung: Diese ist sowohl beim Ehegatten, als auch beim Kindesunterhalt möglich.

Diese kann ohne Mitwirkung des Unterhaltsgläubigers und ohne Nachteile für diesen gemäß § 33a Abs. 1 EStG als außergewöhnliche Belastung bis zu 8.004 EUR jährlich geltend gemacht werden.

Da hier im Gegensatz zum begrenzten Realsplitting dem Unterhaltsgläubiger, also Ihrer Tochter keine steuerlichen Nachteile entstehen, benötigen Sie weder die Zustimmung der Tochter noch die Zustimmung der Mutter.

Sie können also den Kindesunterhalt auch ohne Zustimmung der Ehefrau als außergewöhnliche Belastung in Ihrer Steuererklärung geltend machen.




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Nach Rücksprache mit dem Sachbearbeiter des Finanzamtes weigert sich dieser Ihren Ausführungen zu folgen und verweist auf Anspruch


auf Kinderfreibetrag und Anspruch auf Kindergeld. Gibt es Grundsatzurteile? Wie kann ich weiterverfahren?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Kinderfreibeträge und Kindergeld stehen jedem Elternteil hälftig zu.

Sollte dieser Übertragen werden, dann benötigen Sie in der Tat die Zustimmung der Kindsmutter.

Für die Geltendmachung vcn Unterhalt im Wege der außergewöhnlichen Belastung ist dagegen die Zustimmung der Kindsmutter nicht erfoderlich.

Sie sollten Sie weiter verfahren, dass Sie den Unterhalt in Ihrer Steuererklärung geltend machen und dann, wenn Ihnen der außergewöhnliche Belastung nicht anerkannt wird, Widerspruch einlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Den Steuerbescheid habe ich inzwischen erhalten. Da der Beamte sich weiterhin nicht einsichtig zeigt werde ich nun den gerichtlichen Weg gehen müssen.Habe ich Aussicht auf Erfolg?


 

Sehr geehrter Ratsuchender,

darf ich jetzt nocheinmal nachfragen:

Haben Sie denn kein hälftiges Kindergeld beziehungsweise keinen Kinderfreibetrag erhalten?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hälftiges Kindergeld wurde bei der Unterhaltszahlung laut Düsseldorfer Tabelle in Abzug gebracht. Differenz zwischen Kinderfreibetrag 3500€ und tatsächlicher Zahlung 4776€ wird nicht berücksichtigt!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Jetzt verstehe ich.

In diesem Falle muss ich aber leider dem Beamten vom Finanzamt recht geben.

Die außergewöhnliche Belastung können Sie nur statt dem Kinderfreibetrag/Kindergeld geltend machen, nicht aber gleichzeitig

Ich bin bislang davon ausgegangen, dass Sie keinen Kinderfreibetrag erhalten.

Eine Klage die die zusätzlich neben dem Kinderfreibetrag eine außergewöhnliche Belastung geltend machen will hat leider wenig Erfolgsaussichten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Mühe


MFG Helmut Strebel

Bitte sehr gerne!