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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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Mein Freund (verheiratet, Scheidung läuft) und seine Frau besitzen

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Freund (verheiratet, Scheidung läuft) und seine Frau besitzen eine Eigentumswohnung, es sind beide eingetragen. Die Wohnung ist bezahlt (allein durch ihn). Sie hat ihm mündlich zugesichert, von der Wohnung nichts haben/wissen zu wollen. Scheidungstermin naht, wie kann er sich absichern? Reicht ihm die mündliche Zusage? Was muss er tun? Recht eine schriftliche Vereinbarung untereinander oder muss dazu ein Anwalt od. Notar hinzugezogen werden?
Werte Fragestellerin,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Nein, die mündliche Zusicherung der Noch-Ehefrau reicht hier absolut nicht aus, um Rechtssicherheit zu erlangen.

Vielmehr muss hier zwingend eine notarielle Vereinbarung über die Vermögensauseinandersetzung an der gemeinsamen Immobilie getroffen werden. In diesem Vertrag muss die Noch-Ehefrau Ihrem Freund ihren Miteigentumsanteil übertragen.

Ebenso wäre hier auch eine Vereinbarung zu den Scheidungsfolgen zu treffen, soweit eine solche bislang nicht existiert, wie z.B. den Zugewinnausgleich.

Kommt es zu keiner notariellen Vereinbarung, bleibt die Noch-Ehefrau auch nach der Scheidung Miteigentümerin der Immobilie und kann hier Rechte gegen Ihren Freund herleiten. Dies wäre zum Beispiel ein Anspruch auf Nutzungsentschädigung, der sich monatlich mit der Hälfte der Miete, die für die Wohnung zu bezahlen wäre, beziffert. Ebenso könnte sie zur Auseinandersetzung des gemeinschaftlichen Eigentums die Zwangsversteigerung der Eigentumswohnung einleiten.

Es ist daher dringend Handlungsbedarf gegeben. Ihr Freund sollte, soweit bislang nicht geschehen, sich dringend von einem Fachanwalt für Familienrecht beraten lassen.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Würde es nicht ausreichen, wenn die beiden untereinander eine schriftlliche Verzichtsklärung unterschreiben? Was muss diese beinhalten?

Werte Fragestellerin,

leider reicht eine Verzichtserklärung nicht aus.

Bei Grundvermögen, wozu auch eine Eigentumswohnung gehört, muss zwingend zur Wirksamkeit der Vereinbarung eine notarielle Vereinbarung getroffen werden. Nur damit kann der Miteigentumsanteil auf Ihren Freund übertragen werden.

Alle anderen Vereinbarungen wären nach dem Gesetz formell nicht wirksam getroffen, so dass er sich hierauf nicht berufen könnte und somit die Vereinbarung unwirksam und nichtig ist.

Es muss ein notarieller Vertrag geschlossen werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Selbstverständlich stehe ich bei Bedarf für weitere Rückfragen zur Verfügung.
RA_UJSCHWERIN und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.