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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 33120
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, ich bin derzeit in der rechtlichen Ausseinandersetzung

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,

ich bin derzeit in der rechtlichen Ausseinandersetzung mit meiner noch nicht Ex zu Unterhalt.
Die Zerüttung der Ehe wurde zum Februar 2009 durch ihren Anwalt festgestellt.
Die Scheidung ist durch Sie nie klar beantwortet worden.
Jetzt verlangt Sie Unterhalt wegen seit einem Jahr anhaltender Krankheit. Soweit ok.
Kurz vor der Verhandlung stellt nun die Gegenseite die Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit in Aussicht und obwohl noch kein Gutachten vorliegt wurde mir schon der Unterhalt für mindestens weiter 5 - 7 Jahre angedroht bzw. bis zum Rentenalter aufgezeigt. Das Angebot an die Gegenseite 60 Monate nachehelichen Unterhalt wurde abgelehnt. Was kann ich hier tun?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Wie lange sind Sie denn verheiratet?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

seit 1981 als 30 jahre, Kinder sind aus dem haus

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Grundsätzlich ist der Unterhalt zu befristen. Dies ergibt sich aus § 1578b BGB.

Nach der Rechtsprechung des BGH ist die Dauer der Unterhaltsverpflichtung immer eine Frage des Einzelfalls und an jedem Unterhaltsfall konkret zu ermitteln.

Die Rechtsprechung der Amtsgerichte Familiengerichte hat eine Faustformel für die Dauer der Unterhaltszahlung ermittelt, die nicht nur auf den nachehelichen Unterhalt sondern auch auf den Trennungsunterhalt anzuwenden ist.

Danach beträgt die Dauer des zu zahlenden Unterhalts grundsätzlich etwa 1/3 der Ehedauer.

Das bedeutet in Ihrem Falle, dass Sie Ihrer Frau grundsätzlich einen Unterhalt für die Dauer von etwa 10 Jahren leisten müssten.

Die Gegenseite wird daher die angedrohten Rechte durchsetzen können, wenn eine Bedürftigkeit Ihrer Frau vorliegt (Erwerbsunfähigkeit)

Sie sollten daher versuchen eine außergerichtliche vergleichsweise Regelung herbeizuführen und Ihre Unterhaltsangeot erhöhen.

Da meiner Erfahrung nach bei einer Begutachtung zumindest eine stundenweise Tätigkeit des angeblich Erwerbsunfähigen meistens möglich ist, sollten Sie einhergehend mit der zeitlichen Erhöhung die Unterhaltshöhe um diese eventuell mögliche Tätigkeit vermindern.

Beispiel: Statt 5 Jahre 100% Unterhalt 7 Jahre 80% Unterhalt oder ähnlich.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.