So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Claudia Schiessl.
Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 19604
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Claudia Schiessl ist jetzt online.

Wir sind verheiratet und ich habe im Ausland ein Kind

Beantwortete Frage:

Wir sind verheiratet und meine Frau hat im Ausland ein Kind adoptiert, von dem ich der gerichtlich festgestellte Vater bin. Im Heimatland wurde das Adoptionsverfahren unter Teilnahme der leibl. Mutter und des Jugendamtes in zwei öffentl. Gerichtsverfahren festgestellt. Für die Anerkennung in Deutschland (für einen deutschen Pass des Kindes) verlangt das Familiengericht nun u.a. relativ intime Nachweise der Kindsherkunft von uns: - Bescheinigung der Landesbehörden nach Haager Adoptionsabkommen - Schriftliche Einwilligungserklärung der biologischen Mutter - im Verfahren erstellte Sozialberichte - schriftliche Stellungnahme, wie es zu dem Kind mit der fremden Frau kam..? - Stellungnahme der Kenntnis der dortigen Justizbehörden, ob der dauerhafte Aufenthalt des Kindes in Deutschland bekannt ist! Außer dem nachprüfbaren Gerichtsurteil (in dem alle Fakten detailliert aufgelistet sind) können wir keinerlei andere Nachweise bringen. Es ist im Adoptionsrecht mehrfach von irgendwelchen deutschen Sachvorschriften die Rede. Was kann uns nun passieren? Mit freundlichen Grüßen Thomas
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

seit dem Jahr 1975 hat man dann die deutsche Staatsbürgerschaft, wenn entweder der Vater oder die Mutter zur Zeit der Geburt Deutscher ist

Wenn Sie also der Vater des adoptierten Kindes sind, was Sie in Nachweis bringen müssen, dann ist das Kind automatisch deutscher Staatsbürger.


Was die Adoption nach deutschem Recht anbelangt, so ist es stets erforderlich, dass der leibliche Elternteil, in Ihrem Fall also die Mutter, damit einverstanden ist.

Auch Sie als leiblicher Vater müssen nach deutschem Recht zustimmen, , dass Ihre Frau das Kind adoptiert.

Auch muss die Adoption nach deutschem Recht dem Kindeswohl entsprechen.


Beim Notar wird dann der Antrag auf Einwilligung und Ausspruch der Annahme als Kind gestellt.


Der Notar reicht diesen Antrag beim Amtsgericht ein


Das Amtsgericht schickt dann ein Formblatt, das ausgefüllt werden muss und indem es verschiedenes wissen möchte.

das Jugendamt wird dann vom Amtsgericht benachrichtigt und hat zu überprüfen, ob die Adoption dem Kindeswohl entspricht

Hier werden weitere persönliche Fragen gestellt, Einkommen ,Religion seit wann verheiratet weitere Kinder et cetera

Wenn alles in Ordnung ist wird die Adoption vom Betreuungs Gericht ausgesprochen und wird wirksam mit der Zustellung des Beschlusses


.Sie brauchen also nichts zu befürchten die indiskreten Fragen sind normal.


Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte


Wenn dies der Fall ist bitte ich unter meiner zweiten Antwort auf akzeptieren zu klicken


Vielen Dank




Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 8 Jahren.
Hier bitte auf akzeptieren klicken, wenn keine weiteren Fragen bestehen

vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

das Familiengericht setzt uns einen Termin, bis wann die Dokumente dort zu sein haben. Befremdlich klingt nur die Aufforderung nach der Kenntnis der dortigen Landesbehörden, ob sie über dem dauerhaften Aufenthalt des Kindes in Deutschland informiert sind. Wozu das??? Werden die dortigen Behörden über den Aufenthaltsort des Kindes informiert?

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 8 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

es ist ganz selbst verständlich, dass die Familiengerichte ihr Fristen setzen innerhalb derer die Unterlagen beigebracht sein müssen.

Das ist ganz normal.

Die Aufforderung nach der Kenntnis der Landesbehörden will wohl sicherstellen, dass das Kind nicht gegen den Willen der Mutter von ihnen als Elternteil nach Deutschland verbracht wurde.

dann müsste es nämlich nach dem Haager Minderjährigenschutzabkommen wieder dorthin zurückgeführt werden.


die dortigen Behörden werden ganz sicher über den Aufenthaltsort des Kindes in Deutschland informiert weil die Behörden ihr hier in Deutschland bestimmt Nachfragen anstellen.


sie können aber ganz beruhigt sein, das sind alles nur Formalien.


Jede Adoption bringt derartige Unannehmlichkeiten mit sich, wie ich sie Ihnen um mir schon beschrieben habe.



Ich denke das alles in Ordnung gehen wird



Viel Glück und alles Gute



Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwälte



Wenn ich Ihre Frage beantwortet haben sollte bitte ich höflich darum, die Antwort akzeptiert vielen Dank




Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.