So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 17449
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe eine Frage zu :§ 1745 Verbot der Annahme Die

Beantwortete Frage:

Guten Abend, ich habe eine Frage zu :§ 1745
Verbot der Annahme

Die Annahme darf nicht ausgesprochen werden, wenn ihr überwiegende Interessen der Kinder des Annehmenden oder des Anzunehmenden entgegenstehen oder wenn zu befürchten ist, dass Interessen des Anzunehmenden durch Kinder des Annehmenden gefährdet werden. Vermögensrechtliche Interessen sollen nicht ausschlaggebend sein.

Versteht man darunter? Der Fall liegt folgenderweise: Mein zweiter Mann will meinen 14jährigen Sohn aus erster Eher adoptieren. Der leibliche Vater hat eingewilligt, das Jugendamt hat es befürwortet, sämtliche Anträge sind gestellt und Gebühren bezahlt. Der Familienrichter hat den lieblichen Sohn meines Mannes, der bei seiner Mutter lebt benachrichtigt. Die Mutter hat per Rechtsanwalt die Einsicht der Akten verlangt und bekommen und es dem Sohn so vorgelegt. Der leibliche Sohn ist ADSler und hat Probleme, etwas nicht nur subejaktiv, sondern objektiv zu beurteilen, so steht es in Text des Einspruchs, den die Mutter in Namen des leiblichen Sohnes eingelegt hat. Als Begründung für den Verbot der Annahme ist angegeben, dass der leibliche Sohn Probleme hat menschliche Kontakte zu knüpfen und unter der subjektiven Sichtweise leidet. Kann die Adoption unter diesen Umständen abgelehnt werden?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Voraus!
mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die Norm soll Kinder von unberechtigten Adoptionen schützen.

Das Kindeswohl wird groß geschrieben.

Ich sehe hier nach Ihrer Schilderung keine Probleme.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Abend Herr Schwerin,
dass der Paragraph vor unberechtigten Adoptionen schützen soll und dass das Kindeswohl groß geschrieben wird, war mir klar. Was nicht klar war, ob der Einspruch mit der Begründung "Leiblicher Sohn ist ADSler, der Probleme mit dem sozialen Verhalten hat und Vieles subjektiv sieht bzw. in der Adoption eine Bedrohung für sich selbst sieht, ein Grund für das Familiengericht sein kann, die Adoption abzulehnen. Der Psychotherapeut vom leiblichen Sohn bescheinigt ihm :
Anpassungsstörungen
Info.:
Hierbei handelt es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und
emotionaler Beeinträchtigung, die im allgemeinen soziale
Funktionen und Leistungen behindern und während des
Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung
oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten. Die Belastung
kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei
einem Trauerfall oder Trennungserlebnissen) oder das weitere
Umfeld sozialer Unterstützung oder soziale Werte (wie bei
Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren
Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch,
Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles und
Ruhestand). Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität
spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der
Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber dennoch davon
auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht
entstanden wäre. Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen
depressive Stimmung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von
diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen
Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder
fortsetzen zu können. Störungen des Sozialverhaltens können
insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Symptom sein.
Hervorstechendes Merkmal kann eine kurze oder längere depressive
Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des
Sozialverhaltens sein.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke.

Es mag ja richtig sein, dass das Kind Probleme hat.

Dem steht aber die Adoption nicht entgegen.

Ihr Mann ist ja sicher gut dran mit Ihrem Kind und daher tut eine solche neue feste Verbindung auch nur gut.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo Herr Schwerin,
ich glaube wir reden ein wenig an einander vorbei. Das zu adoptierende Kind ist MEIN Sohn, der gesund ist.
Der leibliche 14jähriger Sohn von meinem Mann hat ADS und SEINE Mutter, sprich die Ex-Frau von meinem Mann, hat im Namen des Sohnen Einspruch gegen die Adoption eingelegt. Oder verstehe ich Ihre Antwort "Ihr Mann ist ja sicher gut dran mit Ihrem Kind und daher tut eine solche neue feste Verbindung auch nur gut" falsch? Bzw. verstehe ich nicht wirklich, was Sie damit ausdrücken wollen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ok, dann hab ich das in der Tat falsch verstanden.

Ihr Mann will Ihren Sohn adoptieren.

Aber warum erhebt dann die Mutter des anderen Kindes Einspruch?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Warum sie das will, weiß keiner so genau. Im Einspruch steht, dass der leibliche Sohn "Bedingt auch durch diese Mitteilungen kann sich XXXXX des Eindrucks nicht erwehren, dass er- erst Recht im Zusammenhang mit einer geplanten, ihm nicht offenbarten Adoption eines in etwa gleichaltrigen und gleichgeschlechtlichen Jungen den Vater verliert bzw. durch ein anderes Kind ersetzt wird."
Hintergrund: es sind alle Gegebenheiten aufgezählt, wo mein Mann sich hat etwas zu Schulden kommen lassen in den letzten 3 Jahren (zu spät XXXXX abgeholt ect.) Außerdem hat die Mutter von XXXXX die Einsicht in die Adoptionsakte per Rechtsanwalt erwirkt, dem XXXXX und seinem Therapeuten vorgelegt und uns vorgeworfen, dass wir XXXX nicht informiert hätten, obwohl er 3 Tage vor der Herausgabe der Adoptionsakte an Ex-Frau bei uns war. Wir wußten NICHT, dass der Familienrichter die ganze Akte herausgibt, sondern sind davon ausgegangen, dass XXXX lediglich die Mitteilung/Benachrichtigung über Adoption bekommt. XXXXX kommt schon seit Jahren so, wie er selbst möchte zu uns zu den Besuchswochenenden, zuletzt ungefähr alle 6 Wochen. Zum fraglichen Zeitpunkt war XXXX wütend, weil er einen Ski-Urlaub mit uns gewollt hatte und wir ihn diesen leider nicht zusagen konnten. XXXXX an diesem Zeitpunkt von der Adoption zu erzählen hätte keinen Sinn gemacht, weil er sowieso schon wütend war.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wie ist der aktuelle Stand im Adoptionsverfahren?

Ist die Adoption für Sie sehr wichtig?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das Gericht muss nunmehr die Interessen abwägen. Auf den Schriftsatz sollte in jedem Fall umfangreich reagiert werden und die tatsächlichen Verhältnisse zum Umgang und zur Fürsorge und Pflege des leiblichen Kindes dargelegt werden.

Im Zweifel muss das Gericht zur Prüfung ob das Kindeswohl gefährdet ist, ein familienpsychologisches Gutachten eingeholt werden.

Sie sollten über eine Einbenennung nachdenken, wenn sie sich das Verfahren und die damit einhergehenden Kosten nicht antun wollen. Ein solches Gutachten dürfte um die 3000 € kosten.
Es kann ja dann immer noch eine Volljährigenadoption folgen
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wir leben seit 5 Jahren zusammen, seit 4 Jahren verheiratet. Mein Ex-Mann hat sich um den Jungen kaum gekümmert, macht es immer noch nicht. Für meinen Sohn ist es sehr wichtig, für meinen jetzigen Mann auch. Es ist ein echtes Vater-Sohn-Verhältnis entstanden, das wollen die beiden auch offiziell nach außen durch einen Familiennamen dokumentieren. Die Jungs selbst kamen sehr gut miteinander klar, wir gehen jedes Jahr zusammen in Urlaub und XXXXX kam auch sehr gerne zu uns. Es gab keinerlei Probleme, bis der genaue Wortlaut des Adoptionsantrags "...an Kindes statt usw." von der Ex-Frau meines Mannes XXXX vorgelegt wurde. Mein Mann zahlt von Anfang an freiwillig den Höchstsatz an Unterhalt an XXXXX. Das Ganze ist erst in dem Moment aus dem Ruder gelaufen, in dem XXXX den genauen Wortlaut des Adoptionsantrages vorgelesen bekam. Ja, es ist uns sehr wichtig.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank, XXXXX XXXXX ausreichend und umfassend.
Einen schönen Abend noch!
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ihnen auch, danke.

raschwerin und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke XXXXX XXXXX und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.