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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe mal eine frage muss eine kind zu seinen getrennt lebenden

Beantwortete Frage:

Ich habe mal eine frage muss eine kind zu seinen getrennt lebenden sorgeberechtigen Vater, wenn das Kind erst 8 Jahre alt es nicht will. der vater hat sich die ganzen jahre nicht gekümmert und bocht haber jetz auf seine recht aber die pflichten intressieren keinen
mfg Mohrin
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank XXXXX XXXXX vertrauensvoll gestellte Frage. Soweit ich das Recht verstehe, muss das Kind tatsaechlich den Vater besuchen solange er sorgeberechtigt ist. Sie koennen den alten Gerichtsbeschluss anfechten, muessen dabei aber beweisen, warum es nicht im besten Interesse des Kindes ist, seinen Vater zu sehen.
Ich wuerde gerne Ihre Frage an einen Familienrechtler weiterleiten.

Mit freundlichen Gruessen,
Annegret Noble
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Voranstellen möchte ich, dass ich Ihre Situation sehr gut verstehen kann. Es ist schwer zu verstehen, dass auch dann ein Umgangsrecht für den Vater besteht, wenn er seinen sonstigen Verpflichtungen nicht nachkommt.

In Ihrem Fall besteht, wie Sie beschreiben, seit sehr langer Zeit kein Kontakt zwischen Ihrem Sohn und dem Kindesvater. Die Ablehnung des Kindes ist auch durchaus nachvollziehbar.

Wenn überhaupt und dies hängt entscheidend vom Kindeswohl ab, kommt in Ihrem Fall erst einmal eine ganz langsame und behutsame Umgangsanbahnung in Frage. Dies bedeutet, dass Ihr Kind zusammen mit einer Vertrauensperson erst einmal wieder für kurze Zeit (1 bis 2 Stunden) sind hier im Anfang angemessen, Kontakt aufnimmt.

Von jetzt auf gleich einen Wochenendumgang einzuführen, wie es manche Väter sich vorstellen, kommt bei einem längeren Kontaktabbruch nicht in Betracht.

Wenn es bislang keine Umgangsregelung gibt und der Vater nur Ihnen gegenüber zunächst sein Umgangsrecht beansprucht, sollten Sie die vermittelnde Funktion des Jugendamtes in Anspruch nehmen und dort Ihre Sorgen und Bedenken vortragen. Es muss vor einer Umgangsanbahnung auch geklärt werden, ob der Vater tatsächlich Interesse am Umgang hat oder diesen aus anderen Gründen fordert, sei es nur deswegen weil er Sie verärgern will. Die Neuaufnahme des Umgangs kommt nur dann in Betracht, wenn diese dann auch auf Dauer stattfindet, alles andere würde Ihrem Sohn mehr schaden.

Wenn es keine Umgangsvereinbarung gibt, können Sie den Umgang auch erst einmal mit der Begründung verweigern, dass Ihr Sohn nach der langen Zeit seinen Vater nicht mehr sehen möchte. Erfahrungsgemäß ist es oftmals so, dass diese Väter überhaupt nicht den gerichtlichen Weg beschreiten und ein Umgangsverfahren beim Familiengericht beantragen.

Sollte ein Umgangsverfahren eingeleitet werden, dann sollten Sie sich von einem Fachanwalt für Familienrecht vor Ort vertreten lassen und darauf bestehen, dass Ihrem Sohn ein Verfahrensbeistand (ein eigener Anwalt des Kindes) beigeordnet wird.

Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
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Erfahrung: selbständiger Rechtsanwalt
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.