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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 33154
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Nach der Scheidung von meiner Frau im Juni 2010 ist noch die

Diese Antwort wurde bewertet:

Nach der Scheidung von meiner Frau im Juni 2010 ist noch die Frage offen, was aus der gemeinsamen Eigentumswohnung wird, in welcher sie mit unserer 18-jährigen Tochter wohnen geblieben ist. Das Problem: Die Wohnung aben wir im September 2007 mit einem Kredit von 300.000 € gekauft. Meine Ex-Frau zahlt die Raten für den Kreditvertrag mittlerweile (seit Ende 2009) alleine (sie wendet fast ihr gesamtes Gehalt dafür auf) - und möchte dort wohnen bleiben. Sie kann und will mir aber keinen Ausgleich zahlen für die Werte, die rechnerisch mir zustehen würden - ca. 15.000. Sie weigert sich auch, einem Wohnungsverkauf zuzustimmen. Sie möchte einfach in der Wohnung bleiben. Was kann ich tun? - Da meine Ex-Frau keine Mittel mehr übrig hat, zahlt sie auch unserem 23-jährigen Sohn fast keinen Unterhalt für sein Studium. Sie beruft sich darauf, dass sie gesetzlich auch nicht müsse, da er ohne Not aus der elterlichen Wohnung ausgezogen sei. - Mein Problem: Ich möchte ihr die Wohnung nicht einfach so überlassen, habe aber keine Handhabe. Vor einer Teilversteigerung schrecke ich zurück, weil diese Wohnung größtenteils noch der Bank gehört und wir mit einer Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 35.000 € rechnen müssen. Habe ich irgendeine Möglichkeit, aus meinen Verbindlichkeiten der Bank gegenüber herauszukommen und trotzdem einen Ausgleich von meiner Ex-Frau zu erhalten?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Durchführung der Teilungsversteigerung ist rechtlich die einzige Möglichkeit, die Wohnung auseinanderzusetzen. Tatsächlich gebe ich Ihnen recht, dass Sie gerade bei noch hohen Darlehensverbindlichkeiten mit der Teilungsversteigerung ein erhebliches finanzielles Risiko eingehen.

Die Teilungsversteigerung wird daher in der Scheidungspraxis dazu verwandt, den verstockten Ehepartner zum freihändigen Verkauf der Wohnung zu "überreden". Meiner Erfahrung nach funktioniert dies sehr häufig, so dass es in den allermeisten Fällen nicht zum Versteigerungstermin kommt, sondern die Frau einlenkt (den Antrag auf Teilungsversteigerung können Sie immer, auch im Versteigerungstermin noch zurückziehen).

Eine indirekte Lösung führt über Ihren Sohn, beziehungsweise die Klage auf anteiligen Unterhalt. Ihr Sohn kann und darf einen eigenen Hausstand gründen. Dies führt nicht zum Fortfall des Unterhaltsanspruchs. Wenn Ihre Exfrau verpflichtet wird, anteilige Unterhalt zu zahlen, wird sie nicht mehr in der Lage sein die Darlehensraten zu bedienen und daher gezwungen eine freiwillen Veräußerung zuzustimmen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht
RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.