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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Dipom Jurist
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

hallo, mein Sohn hat ein halbes Jahr freiwillige Farmarbeit

Beantwortete Frage:

hallo, mein Sohn hat ein halbes Jahr freiwillige Farmarbeit in Kanada gemacht und nun hat das Arbeitsamt/Familienkasse für diesen Zeitraum das Kindergeld zurückgefordert. Ich bin alleinerziehend und kann die insgesamt 2000 Euro nicht so ohne weiteres bezahlen. Er hat für Kost und Logis gearbeitet, den Flug, die Kleidung und das Taschengeld hab ich in dem Zeitraum bezahlt.
Meine einzige Chance scheint es zu sein, einen Sprachkurs über 10 Stunden pro Woche nachzuweisen, was ich nicht kann.Aber welcher Sprachkurs bringt denn so viel wie ein Leben und Arbeiten mit einer engllischsprachigen Familie in Kanada? Es scheint mir sehr widersinnig, zumal die Betätigung auf dieser Farm die Berufswahl meines Sohnes toll beeinflusst hat: vorher wußte er gar nichts und nun steht fest, dass erweiter mit Holz arbeiten will und eine Tischlerausbildung beginnt. Was kann ich tun, wenn ich das Geld nicht zurück bezahlen will???
M.,f.,G. Anja Reincke
Gepostet: vor 9 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 9 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender ,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:




Gegen den Bescheid können sie sich grundsätzlich nur wehren, indem sie innerhalb von einem Monat ab Zustellung des Bescheides hiergegen Widerspruch bei der Behörde einlegen, die den Bescheid erlassen hat.

 

 

 

Sollten Sie die Frist von einem Monat verstreichen lassen, so wird der Bescheid grundsätzlich rechtskräftig und nicht mehr anfechtbar.

 

 

 

Nach dem Gesetz brauchen sie den Widerspruch nicht begründen,dieses würde ich Ihnen aber dringend empfehlen.

 

 

 

Ein Anspruch auf Kindergeld kommt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn ihr Sohn nicht mehr als 8004 € in dem betreffenden Jahr verdient hat. Hiermit ist nicht sein Bruttoeinkommen gemeint,sondern sein steuerliches Nettoeinkommen insbesondere nach Abzug von Werbungskosten/berufsbedingten Aufwendungen.

 

 

 

 

Nach einem neueren Urteil des Bundes Finanzgerichtshofes hat auch ein volljähriges Kind ein Anspruch auf Kindergeld, auch dann wenn es arbeitet, sofern es unter diesen 8004 € liegt und die berufliche Tätigkeit als Vorbereitung/ Überbrückung zu einer anschließenden Ausbildung/ Studium beziehungsweise beruflichen Weiterqualifizierung dient. Dieses lässt sich in ihrem Fall zumindest argumentieren, so dass sie zunächst einen Widerspruch versuchen sollten.

 

 

 

Nachfolgend habe ich Ihnen einen Link zu diesem Urteil beigefügt:

 

 

http://www.kostenlose-urteile.de/Kindergeld-Vollzeiterwerbstaetigkeit-schliesst-Beruecksichtigung-als-Kind-nicht-aus.news10158.htm









Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagabend

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244











Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.
Aber mein Sohn hat doch dort gar nicht für Geld gearbeitet und die Famlienkasse fordert das Geld trotzdem von mir zurück !? Hätteer denn Antrag auf Kindergeld in der Zeit stellen müssen?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 9 Jahren.
vielen Dank für Ihre Nachtrag.

Kindergeld wird grundsätzlich nur ab dem Zeitpunkt der Antragstellung gezahlt.

Wenn ihr Sohn aber kein Kindergeld beantragt hat in der Zeit, dann hat dieses auf bereits bewilligtes Kindergeld im Hinblick auf die Rückzahlung grundsätzlich keine Auswirkungen.

Da er hier kein Geld erhalten hat, sollten sich hierauf hinweisen in ihrem Widerspruch und gleichzeitig ausdrücklich darstellen, dass dieser Aufenthalt zur Überbrückung/Vorbereitung auf eine weitere berufsqualifizierende Maßnahmen (siehe oben) gedient hat.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagabend und alles Gute!


Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort. Sofern sie noch Verständnisfragen haben können sie natürlich gerne nachfragen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244


Danjel Newerla und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 9 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte meine Antwort gerne wie folgt ergänzen:
Unter Umständen muss ihr Kind sich hier die Kost und Logis als Einkommen anrechnen lassen, sofern ihr Kind die Kost und Logis auch schon in dem Zeitraum erhalten hat, für den das Kindergeld zurückgefordert wird.

Es kommt hier grundsätzlich auf den Zeitpunkt an, für welchen das Kindergeld zurückgefordert wird. Sollte ihr Kind in diesem Zeitraum Einkünfte erzielt haben, so muss er sich diese grundsätzlich anrechnen lassen.

Nichtsdestotrotz sollten Sie es mit einem Widerspruch versuchen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven [email protected]
Fax.0471/140244