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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Erbschaftssteuer
Zufriedene Kunden: 4243
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Tag, Ich habe eine Frage zu Erbschaftssteuern.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,Ich habe eine Frage zu Erbschaftssteuern.
Folgende Sachlage:
Meine Eltern werden meiner Schwester und mir diverse Immobilien vererben. Wir erwarten beim Tod meines Vaters Steuern in Höhe von etwa 25k (meine Schwester), bzw. 58k (ich).
Gleichzeitig wird meine Mutter erben, so dass uns alle Immobilien zu gleichen Teilen gehören, die unterschiedlichen Steuerbeträge ergeben sich u.a. daraus, dass meine Schwester eine Immobilie selbst bewohnt.Meine Schwester und ich haben große Sorge, dass wir die Erbschaftssteuer nicht aufbringen können. Mein Vater ist der Ansicht, dass wir einen Kredit auf die (teilweise vermieteten) Häuser aufnehmen können, was grundsätzlich richtig ist.Allerdings ist meine Mutter ja ebenfalls Eigentümerin und an Alzheimer erkrankt. Wir befürchten, dass sie in einigen Jahren ein Pflegefall und nicht mehr geschäftsfähig sein wird und wir aus diesem Grund keinen Kredit bekommen werden. Eine Vollmacht verweigern unsere Eltern leider.Was können wir tun? Ich selbst besitze eine Immobilie, die ich bereits mit einem Kredit abbezahle. Da ich Freiberuflerin bin und mein Gehalt entsprechend schwankend ist, möchte ich diesen nicht ausweiten.
Kann es passieren, dass ich mein eigenes Haus verliere, wenn ich die Erbschaftssteuer nicht bezahlen kann? Ich weiß, dass das FA eine Stundung gestattet, sofern nachweislich kein Kredit gewährt wird, aber könnte das in unserem Fall eine Option sein?Herzlichen Dank.

Guten Morgen,

grundsätzlich käme die Stundung für Sie in Frage. In § 28 Abs. 3 ErbStG heißt es:

Gehört zum Erwerb begünstigtes Vermögen im Sinne des § 13d Absatz 3, ist dem Erwerber die darauf entfallende Erbschaftsteuer auf Antrag bis zu zehn Jahren zu stunden, soweit er die Steuer nur durch Veräußerung dieses Vermögens aufbringen kann. Satz 1 gilt entsprechend, wenn zum Erwerb ein Ein- oder Zweifamilienhaus oder Wohneigentum gehört, das der Erwerber nach dem Erwerb zu eigenen Wohnzwecken nutzt, längstens für die Dauer der Selbstnutzung. Nach Aufgabe der Selbstnutzung ist die Stundung unter den Voraussetzungen des Satzes 1 weiter zu gewähren. Die Stundung endet in den Fällen der Sätze 1 bis 3, soweit das erworbene Vermögen Gegenstand einer Schenkung im Sinne des § 7 ist. Die §§ 234 und 238 der Abgabenordnung sind anzuwenden; bei Erwerben von Todes wegen erfolgt diese Stundung zinslos. § 222 der Abgabenordnung bleibt unberührt.

Wenn Sie aus faktischen Zwängen (fehlende Kreditzusage, weil Ihre Mutter nicht geschäftsfähig ist) die Steuer nicht zahlen können, so besteht danach ein Anspruch auf Stundung der Steuer. In der Praxis habe ich diesen Fall allerdings noch nicht "erlebt", kann daher nicht sagen, wie hoch die Anforderungen sind, die das Finanzamt an einen derartigen Antrag bzw. den Nachweisen stellt.

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Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche steuerliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste steuerliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

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Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort.

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