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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Sonstiges
Kategorie: Erbschaftssteuer
Zufriedene Kunden: 5922
Erfahrung:  Steuerberater HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Der Erblasser verstarb 2015. Die Erbenfindung dauerte drei

Diese Antwort wurde bewertet:

der Erblasser verstarb im Jahre 2015. Die Erbenfindung dauerte drei Jahre.

Jetzt gibt es Streit über den Wert eines Grundstückes. Die damalige Richtwerttabelle aus dem Jahr 2015 wurde aus den Vergleichsverkäufen aus den Jahren 2013+2014 errechnet und sollte unserer Meinungnach für die Wertbestimmung herangezogen werden. Eine neuere Richtwerttabelle aus den Jahren 2015-2016 setzt einen viel höheren Wert an.

Welche Tabelle zählt aber? Die neue oder die aus dem Jahr 2015 im Todesjahr des Erblassers.

Unser Widerspruch beim Finanzamt wurde heute abgelehnt. Laut Finanzamt soll die Tabelle aus 2017 mit den Richtwerten aus 2015+2016 als Berechnungsbasis dienen. Hätten wir aber die Chance für eine Steuererklärung in 2015 gehabt, hätte das Finanzamt nur die alte Tabelle mit den niedrigeren Sätzen zur Besteuerung gehabt. Unserer Meinung wird dies uns nun zur Last gelegt, dass das Finanzamt nun die postum Daten verwendet. Wären wir in 2015 besteuert worden, hätte es ja auch keine Nachbesteuerung gegeben.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Maßgeblich für die Erbschaftsteuer ist der gemeine Wert des Grundstücks im Zeitpunkt des Todes. Das heißt, die Vergleichswerte aus dem Jahre 2015 sind zur Bestimmung des gemeinen Wertes heranzuziehen. Maßgeblich sind die gesetzlichen Regelungen für bebaute Grundstücke in §§ 180 ff. Bewertungsgesetz. Sie können immer noch mit einem Sachverständigengutachten einer Bewertung durch das Finanzamt entgegentreten.

Hätten Sie die Steuererklärung 2015 abgegeben, hätte das Finanzamt allerdings die Bearbeitung bis zum Vorliegen der Vergleichwerte für 2015 zurückgestellte. Die Vergleichswertefür 2013+ 2014 sind also nicht maßgeblich.

Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung mit meinem 50 %oigen Honoraranteil Ihres Einsatzes vergütet werden kan.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Prof. Nettelmann,Sie meinen, dass das Finanzamt mich in 2015 garnicht besteuert hätte, sondern erst 2 Jahre später in 2017?
Ist es tatsächlich üblich mit der Erbschaftsteuer 2 Jahre abzuwarten?Meine Vermutung ist, dass diejenigen die in 2015 etwas geerbt haben und gleich eine Steuererklärung abgelegt haben, mir gegenüber begünstigt werden. Das empfinde ich als ungerecht.Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

die Gesetzeslage besagt, wie ich mitgeteilt habe, dass die Vergleichswerte von 2015 maßgeblich sind. Möglicherweise hätte das Finanzamt in Ermangelung des Vorliegens der entsprecheden Werte eine vorläufige Veranlagung vorgenommen, damit eine Änderung bei Vorliegen der Vergleichswerte möglich ist. Insofern darf das Finanzamt -weder zugunsten noch zu ungunsten - andere Jahre für die Besteuerung hreanziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof, Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Rückfragen zu meiner Beantwortung? Ansonsten bitte ich um Ihre Bewertung, damit mein Anteil an Ihrem Honorareinsatz für meine Beratung freigeschaltet wird.,

Vielen Dank

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Erbschaftssteuer sind bereit, Ihnen zu helfen.