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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7738
Erfahrung:  Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Gibt es für eine schwerbehinderte Person eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Gibt es für eine schwerbehinderte Person eine Steuerminderung wegen Erbschaft?
Fachassistent(in): In welchem Land befinden sich die zu vererbenden Vermögenswerte?
Fragesteller(in): in Bayern, München
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): sanierungsnotwendige Eigentumswohnung; Ehefrau ist Alleinerbin 100 %, Merkzeichen B, aG, H, Pflegegrad 4

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Grundsätzlich gibt es für Menschen mit Behinderung Entlastungen bei der Erbschaftssteuer. Praktisch trifft das aber auf die Eherfrau des Erblassers nicht zu. Denn deren Freibetrag liegt schon bei 500.000 EUR. Die Entlastung für Behinderte aber tritt nur ein, wenn die Erbmasse 41.000 € nicht übersteigt. Bis zu diesem Betrag wäre die Erbschaft steuerfrei. Bei der Ehefrau des Erblassers hingegen werden erst Steuern erhoben, wenn die Erbmasse über 500.000 EUR liegt aufgrund des Freibetrages.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

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Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Entschuldigung das war falsch formuliert. Ich frage für meine Ehefrau nach; sie ist nicht verwandt oder verschwägert mit dem Erblasser.

Dann hatte ich das falsch verstanden.

Dann gilt anstatt des normalen Freibetrags von 20.000 EUR, den jeder Erbe hat, der Freibetrag von 41.000 EUR für Menschen mit Behinderung. Die Eigentumswohnung wird vermutlich im Wert darüber liegen, sodass leider Erbschaftssteuern anfallen werden. Etwaige Sanierungskosten werden wertmindernd berücksichtigt. Vielleicht liegt der Wohnungswert dann doch unter dem Freibetrag. Das kann ich aber bedauerlicherweise nicht beurteilen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Danke für das Telefonat. Aber ich muss noch was nachschieben:

Diese Regelung für Schwerbehinderte gilt nur, wenn Eltern, Adoptiveltern, Stiefeltern oder Großeltern des Erblassers geerbt haben. In § 13 Abs. 1 Nr. 6 ErbStG heißt es hierzu:

Steuerfrei bleiben ein Erwerb, der Eltern, Adoptiveltern, Stiefeltern oder Großeltern des Erblassers anfällt, sofern der Erwerb zusammen mit dem übrigen Vermögen des Erwerbers 41 000 Euro nicht übersteigt und der Erwerber infolge körperlicher oder geistiger Gebrechen und unter Berücksichtigung seiner bisherigen Lebensstellung als erwerbsunfähig anzusehen ist oder durch die Führung eines gemeinsamen Hausstands mit erwerbsunfähigen oder in der Ausbildung befindlichen Abkömmlingen an der Ausübung einer Erwerbstätigkeit gehindert ist. Übersteigt der Wert des Erwerbs zusammen mit dem übrigen Vermögen des Erwerbers den Betrag von 41 000 Euro, wird die Steuer nur insoweit erhoben, als sie aus der Hälfte des die Wertgrenze übersteigenden Betrags gedeckt werden kann ...

Teilen Sie trotzdem dem Steuerberater mit, dass die Erblasserin schwerbehindert ist. Möglicherweise hat der Steuerberater ein Idee, ob und wie mit der Schwerbehinderung einer Steuerersparnis möglich ist.

Alles Gute!