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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 28349
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwaltslehrgang für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwaltslehrgang Bank- und Kapitalmarktrecht, Diplom-Kaufmann (Univ.)
88853042
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RADr.Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Fachassistent(in): In welchem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Ich habe vom Sozialamt ein Schreiben über das Ableben meines Erzeugers erhalten und soll einen Fragebogen bezüglich der Bestattungskostenübernahme ausfüllen. Die rote Person ist mir völlig fremd und es gibt keinerlei Bindung. Was soll ich tun?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Lohnt sich ein Widerspruch gegen das Schreiben und wie schaut es mit einer eventuellen Erbschaft aus? Muß ich hier bereits eine Ausschlagung in Erwägung ziehen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Besteht die Möglichkeit, dass Sie das Schreiben der Sozialbehörde als pdf-Datei bzw. jpg-Datei über die Fragebox hochladen (links/rechts unten Button „Datei anfügen“). Ich sehe mir dieses dann gerne an und formuliere eine Antwort auf Ihre Rechtsfrage.
Wünschen Sie vereinfachend eine telefonische Beratung, können Sie dies gern über den Premiumservice hinzubuchen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Datei angehängt (7PPVG76)

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Prinzipiell ist es korrekt, das nahe Angehörige und/oder Erben zur Zahlung der Beerdigungskosten herangezogen werden können. Denn die Beerdigung eines Leichnams ist staatlich verpflichtend vorgegeben.

Aber:

Die Pflicht zur Kostentragung richtet sich nach zwei Kriterien.

1. Sie sind Erbe nach § 1922 BGB und dadurch verpflichtet, nach § 1968 BGB die Beerdigungskosten zu bezahlen. Als Abkömmling sollten Sie prüfen, ob sie die Erbschaft annehmen oder ablehnen. Da anscheinend keine weiteren Erben vorhanden sind spricht dies im ersten Indiz gegen einen vermögenslose Nachlass. Deshalb ist die Behörde an Sie herangetreten. Dies müssen sie jedoch prüfen. Unabhängig davon haben Sie das Recht zur Ausschlagung nach den §§ 1942 ff. BGB.

2. Die Kostentragung richtet sich nach öffentlichem Recht und lässt sie eine Unterhaltsverpflichtung an. Hiernach sind Verwandte und insbesondere nahe Angehörige sich zum Unterhalt verpflichtet. Hierüber wird die Pflicht zur Kostentragung für Beerdigungskosten begründet.

Allerdings gilt für letzteren. Die Einwendung, dass wenn zum verstorbenen trotz Verwandtschaftsverhältnisse zu Lebzeiten keinerlei Kontakt bestand und auch dieser seine Unterhaltsverpflichtungen und Fürsorgepflicht gegenüber Ihnen in der Kinderzeit und Jugendzeit nicht erfüllt hat, dass sie dann dies ist auch nicht müssen.

Mit diesen Begründungen können und sollten Sie vorsorglich gegen den Bescheid der Behörde Widerspruch einlegen und auf den Sonderfall verweisen, dass sie den Verstorbenen mehr oder weniger gar nicht gekannt haben.

Die Behörde hat den Sachverhalt sodann neu zu überprüfen.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

RADr.Traub und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.