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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 47316
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Mann ist 2012 verstorben. Wir haben ein Testament indem

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Mann ist 2012 verstorben. Wir haben ein Testament indem wir uns gegenseitig als Erben eingesetzt haben. Wenn beide versterben, haben wir unsere 2 Söhne zu gleichen Teilen eingesetzt. Wie sieht es aus wenn ich wieder heirate? Was ist mit dem Testament? Beide Söhne haben eine Abschrift vom Testament vom Amtsgericht bekommen. Müssen sie ihr Erbe mit meinem 2. Ehemann teilen ? Oder hat mein 2. Mann keinen Anspruch? Fachassistent(in): In welchem Land befinden sich die zu vererbenden Vermögenswerte? Fragesteller(in): mit freundlichen Grüßen Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen? Fragesteller(in): *** in Deutschland

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zwar tritt bei einem Berliner Testament - wie hier - nach dem Ableben des ersten Ehegatten die so genannte Bindungswirkung ein mit der Folge, dass ein Widerruf der wechselbezüglichen Verfügungen (=gegenseitige Erbeinsetzung) rechtlich nicht mehr möglich ist.

Es besteht allerdings im Fall einer Wiederheirat des länger lebenden Ehegatten eine Ausnahme von diesem Grundsatz.

Die Bindungswirkung kann dann nämlich mittels Anfechtung beseitigt werden.

Ein solches Anfechtungsrecht besteht dann, wenn der länger lebende Ehegatte erneut heiratet.

In diesem Fall tritt nämlich durch den neuen Ehegatten ein Pflichtteilsberechtigter hinzu.

Der länger lebende Ehegatte ist aufgrund dieses Umstandes berechtigt, seine eigene wechselbezügliche Verfügung gemäß §§ 2079, 2281 BGB anzufechten.

Die Anfechtungserklärung muss gemäß § 2283 BGB notariell beurkundet werden und innerhalb eines Jahres ab Entstehung des Anfechtungsgrunds erfolgen.

Die Folge der Anfechtung ist, dass die gesetzliche Erbfolge nach dem zuerst verstorbenen Ehegatten eintritt.

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Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Ich möchte eigentlich nur wissen, wenn ich als lebende Ehefrau auch versterbe , was dann mit dem Testament ist? Hat mein 2. Ehemann dann Anspruch auf einen Pflichtteil? Oder erben meine Söhne alleine?

Wenn Sie das Testament nicht anfechten sollten (bei einer Wiederheirat), dann bleibt das Testament wirksam.

Es tritt dann die Schlusserbenfolge ein, so dass Ihre Söhne erben, und zwar allein.

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Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Seinen Pflichtteil könnte der (zweite) Ehemann gegenüber den Söhnen aber selbstverständlich geltend machen.

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Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Gerade das wollte ich vermeiden. Mein 1. Mann und auch ich haben den Wunsch, dass nur die Söhne erben. Kann man das noch anders regeln?

Nein, leider nicht, denn der gesetzliche Pflichtteil ist prinzipiell unentziehbar.

Nur wenn ganz schwer Gründe vorliegen (etwa dann, wenn der Pflichtteilsberechtigte dem Erblasser nach dem Leben trachtet), kann der Pflichtteil testamentarisch entzogen werden (§ 2333 BGB):

https://dejure.org/gesetze/BGB/2333.html

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Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Das ist sehr schade!
Bekommt mein 2. Ehemann den Pflichteil immer? Oder muss er ihn beantragen? Und wie hoch ist der Anteil?
Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Ich habe zb ein Haus! Würde er Anspruch auf 1/3 haben?

Gern antworte ich Ihnen weiter.

Ich darf Sie aber nach bereits erfolgter umfassender Beantwortung Ihrer Anfrage bitten, zunächst eine positive Bewertung abzugeben, damit meine bisher erbrachte Rechtsberatung auch vergütet wird. Ich werde sodann umgehend auf Ihre Nachfrage eingehen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank.

Ja, der Pflichtteil steht einem Ehegatten stets zu, es sei denn, es liegen die Voraussetzungen des § 2333 BGB vor (s.o.).

Wenn Sie dies vermeiden möchten, dürfen Sie nicht wieder heiraten.

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Bei gesetzlicher Erbfolge könnte er 1/2 beanspruchen (§ 1931 BGB). Der Pflichtteil beträgt somit 1/4 (§ 2303 BGB).

ABER: Der Pflichtteilsanspruch ist ein rein schuldrechtlicher Anspruch. Das bedeutet, der Ehegatte muss diesen ausdrücklich einfordern.

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 11 Monaten.
Ok ! Vielen Dank für Ihre schnelle Bearbeitung. Sie haben mir sehr geholfen!

Sehr gern geschehen, und alles Gute!