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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 19842
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
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RATraub ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin Miterbe in einer Erbgemeinschaft. Ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich bin Miterbe in einer Erbgemeinschaft. Ein Miterbe blockiert die Auseinandersetzung der Erbmasse (nur Geldkonten) mit dem Vorwurf, ein anderer Miterbe habe Gelder aus den Nachlasskonten veruntreut. Abgesehen davon, dass dieser Vorwurf schwerlich zu beweisen sein wird, sehen die übrigen Miterben das Problem der Verjährung. Die Mutter ist 2014 verstorben. Alle übrigen Miterben möchten die Auseinandersetzung der Erbmasse, um die Angelegenheit abzuschließen. Kann der blockierende Miterben einer Feststellungsklage den § 215 BGB entgegen halten und behaupten, die Einforderung der möglicherweise veruntreuten Gelder sei nicht verjährt? Diese Gelder müssten erst der Erbmasse zugeschlagen werden, bevor er einer Aufteilung der Erbmasse zustimme.
Fachassistent(in): Über welche Art von Klage sprechen wir genau?
Fragesteller(in): Feststellungsklage: Als Miterbe möchte ich erreichen, dass der Nachlass aufgeteilt wird - auch wenn Gelder von einem anderen Miterben veruntreut worden sein sollten, weil diese Angelegenheit nach 7 Jahren längst verjährt ist.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Die Erbmasse besteht aus rund 80.000 €; gesetzliche Erbfolge: je 1/4 für jeden Miterben.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.
Ob die Feststellungsklage der richtige Weg ist, müsste im Detail geprüft werden.

Aber prinzpipiell ist Ihr angedachtes Vorgehen möglich.

Denn die Aufrechnung kann auch noch nach den §§ 387 ff. BGB erklärt werden, wenn der eigentliche Vorgang verjährt ist.

D. h. wenn nachweislich widerrechtlich Geld entnommen wurde, kann die Erbengemeinschaft bei der Auseinandersetzung die Aufrechnung dieser Höhe auf den Auseinandersetzungsanteil der Gegenseite erklären bzw. dies gerichtlich bei der Auseinandersetzung klären lassen.
Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Danke zunächst für die Antwort. Nachfrage: Besteht für mich als Miterben die Möglichkeit, über die Feststellungsklage die Zustimmung des blockierenden Erben einzufordern? Er hat all die Jahre nichts unternommen, um diese Vorwürfe zu erhärten oder die veruntreuten Gelder gerichtlich einzufordern. Oder muss zuvor in jedem Fall geklärt werden, ob Veruntreuung vorliegt?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Nein, eben grade nicht (deshalb mein Verweis auf tiefere Prüfung).

Denn eine Feststellungsklage stellt nur etwas fest.

Sie wünschen jedoch eine "Zustimmung".

Ich gehe jedoch davon aus, dass diese Rechtslage im Rahmen einer Erbauseinandersetzungsklage zu klären ist.

Losgelöst vom Detail benötigen SIe für alles einen Rechtsanwalt, da ab einem STreitwert von EUR 5000 Anwaltszwang besteht.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

RATraub und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich bin bereits bei einem Anwalt. Er hat die Feststellungsklage formuliert. Ich habe kein gutes Gefühl dabei. Er stellt den Antrag: "Es wird festgestellt, dass ... das Nachlasskonto gemäß den jeweiligen Erbquoten von 1/4 aufgeteilt wird, ohne dass bei dieser Aufteilung Erstattungs-/ Ausgleichsansprüche der Miterben gegenüber dem Miterben xxx bestehen."
Bitte rufen Sie mich an - es wäre mündlich besser zu klären.