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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 19818
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
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Situation: Die verstorbene Mutter hinterlässt u.a. wegen der

Diese Antwort wurde bewertet:

Situation: Die verstorbene Mutter hinterlässt u.a. wegen der Beerdigungskosten auf ihrem Konto Verbindlichkeiten im mittleren 4-stelligen Bereich. Anderes Vermögen existiert nicht. Die Erbengemeinsacht (EG) besteht aus 3 Personen: Sohn S, Tochter T1, Tochter T2. S und T1 haben seit Jahren die notarielle Generalvollmacht der Mutter bekommen. Die EG ist seit Jahren zerstritten/zerrüttet, weil sich S und T1 um alles und die Mutter im Pflegestift intensiv gekümmert hatten und T2, die im Ausland lebt nie und nicht. S und T1 haben die Bezahlung der Rechnungen vorgestreckt. Trotz Aufforderung und Apellen weigert sich T2, ihr Drittel an den Verbindlichkeiten zu bezahlen mit der Begründung und Behauptung, dass sie kein Geld habe, da sie geschieden, im Ausland alleine lebend und nur eine Rente in Höhe von 600 € zum (Über-)leben habe. S ist Privatier und hat Vermögen (7-stellig), T1 ist Rentnerin und hat Vermögen (6-stellig). Es geht hier also mehr um das (Gerechtigkeits-)Prinzip als um die Sicherung der Finanzierung der Nachlassschulden.
Meine Fragen: 1. Kann man T2 zur Offenlegung ihrer Vermögensverhältnisse veranlassen/zwingen? 2. Gibt es eine andere Möglichkeit als die Klage gegen die Miterbin T2, damit diese ihren Erbschuldenanteil an die Erbengemeinschaft (S und T1) bezahlt? 3. Haben Sie einen Tipp aus der Erbrechtspraxis zur Lösung dieses Konflikts?
gez. Sohn S

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld, während ich Ihre Anfrage rechtlich prüfe und Ihnen eine Antwort formuliere.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.
Zu Ihren Fragen:

1. Kann man T2 zur Offenlegung ihrer Vermögensverhältnisse veranlassen/zwingen?

Ja, das ist möglich.

Allerdings muss hierfür zuvor die geschuldete Forderung in Form des Erbanteils gegenüber T2 gerichtlich tituliert, sprich eingeklagt werden.

Wenn ein Gerichtstitel vorliegt, kann die Forderung gegen T2 vollstreckt werden und in diesem Zusammenhang auch über den Gerichtsvollzieher die Offenlegung der Vermögensverhältnisse eingefordert werden.

2. Gibt es eine andere Möglichkeit als die Klage gegen die Miterbin T2, damit diese ihren Erbschuldenanteil an die Erbengemeinschaft (S und T1) bezahlt?

Nur wenn T2 freiwillig mitwirkt und sich zum Beispiel notariell unter die Zwangsvollstreckung unterwirft oder wenn ein Mahnbescheid und ein Vollstreckungsbescheid über ein Gericht erwirkt werden kann. Ansonsten bleibt nur die Klage.

3. Haben Sie einen Tipp aus der Erbrechtspraxis zur Lösung dieses Konflikts?

Leider nein.

Es ist bei Erbengemeinschaften häufig der Fall, dass die handelnden hier nicht mehr rational agieren. Wie sie sagten, geht es häufig ums Prinzip und Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit.

Daher dürfte es ohne rechtliche Konfrontation keinen Erfolg geben.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
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Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

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Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Sehr geehrter Herr Traub,
Danke für Ihre frühe Antwort. Sie haben meine Befürchtungen bestätigt, daß nur über die Klage eine Konfliktlösung möglich wäre. Das werde ich aus zwei Gründen nicht tun. Erstens ist mir der Streitwert zu gering und zweitens möchte ich mit Menschen, die sich verhalten wie T2 nicht mal vor Gericht Kontakt haben geschweige denn außerhalb. Beste Grüße und schönes Wochenende