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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 3966
Erfahrung:  Rechtsanwalt
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Guten Abend, ein Onkel ist verstorben, der durchaus hohe

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend, ein Onkel ist verstorben, der durchaus hohe Schulden hatte, jedoch nicht überschuldet war (jetziger Kenntnisstand). Die Frage ist, ob das Erbe ausgeschlagen werden soll, da zum einen die Berechnung anhand eines Immobilienverkaufes und des erzielbaren Kaufpreises hängt und zum anderen ist er Miteigentümer eines Mehrfamilienhauses. Der restl. Teil dieser Immobilie besitzt mein Vater.
Fachassistent(in): Wird der Verkauf direkt über den Eigentümer getätigt?
Fragesteller(in): Der Verkauf des Einfamilienhauses ist geplant. Aktuell stellt sich die Frage ob das Erbe angenommen werden soll. es gibt jedoch eine Generalbevollmächtigte, welche in der aktuell schwebenden Lage die Dinge regelt
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): es bestehen Steuerschulden durch Schätzung und keine liquiden Reserven
Sehr geehrter Ratsuchender,vielen Dank ***** ***** Anfrage.Ihrer Anfrage entnehme ich, das nur Vermögen und keine Schulden hinterlassen wurden. Aus welchem Grunde ziehen Sie dann eine Ausschlagung in Betracht?Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
nein, wie ich geschreiben habe, sind hohe Schulden vorhanden. Ob eine Überschuldung vorliegt kann jedoch noch nicht geklärt werden

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht und die Klarstellung.

Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick, während ich eine Antwort auf Ihre Rechtsfrage ausarbeite.

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Wenn Sie die Befürchtung haben, dass der Nachlass überschuldet sein könnte, so können Sie innerhalb einer Ausschlagungsfrist von sechs Wochen das Erbe ausschlagen.

Das Problem hierbei ist, dass sich die Ausschlagung grundsätzlich nicht rückgängig machen lässt, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass das Erbe doch werthaltig gewesen ist.

Insofern würde ich dazu raten, das Erbe anzunehmen, wenn das Erbe werthaltig sein könnte. Zwar haften Sie als Erbe gemäß § 1967 BGB für die Nachlassverbindlichkeiten, sprich die Schulden des Erblassers. Diese Haftung erstreckt sich auch auf Ihr Privatvermögen. Indes können Sie, wenn Sie das Risiko einer potentiellen Überschuldung sehen, bei Annahme der Erbschaft gemäß § 1975 BGB einen Antrag auf Nachlassverwaltung stellen. Dadurch wird die Haftung für Nachlassschulden auf das Nachlassvermögen beschränkt. Alternativ besteht die Möglichkeit, wenn sich später die Überschuldung des Nachlasses offenbart, die Nachlassinsolvenz anzumelden. Auch hierdurch wird im Nachhinein die Haftung für Nachlassschulden auf das Nachlassvermögen beschränkt. Ihr Privatvermögen bleibt insofern unangetastet.

Im Gegensatz zur Erbausschlagung hat diese Vorgehensweise den Vorteil, dass Sie grundsätzlich Erbe werden und somit sämtliche Vorteile der Erbschaft genießen können. Dennoch können Sie - wenn sich die Überschuldung des Nachlasses herausstellt - im Nachhinein immer noch Ihr Privatvermögen vom Nachlassvermögen gemäß § 1975 BGB trennen.

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Kianusch Ayazi und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
vielen Dank. Das hilf bereits weiter. Einen schönen Abend