So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 41116
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Ende Juni verstorbener

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,mein Ende Juni verstorbener Vater hat ein widersprüchliches Testament hinterlassen.Mein Testament„Im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte verfüge ich folgendes:Mein Vermögen besteht aus meinem Haus und angelegtem Bargeld bei der Volksbank und der Deutschen Bank.Davon erhält meine Tochter 50 000€.Den Rest von derzeit etwa 145 000 € und das Haus erhält mein Sohn.“Das Haus hat, wie ein unabhängiger Gutachter herausfand, einen Wert von 305 000€.Meine Schwester behauptet enterbt worden zu sein und fordert 25% der Erbmasse.
Das seien hier 130 000€.Ich erhielte einen Betrag von ca. 100 000€Meine Schwester hat folgendes Schreiben aufgesetzt:„Frau … ist sich mit der Partei... einig, dass dieser seine Schwester, in den Erbstreitigkeiten der Beiden, den Pflichtanteil von 130 000€ an Frau ...auszahlt.
Herr...erklärt an Eides statt, dass es außer auf der Volksbank und der Kreissparkasse, keine anderen Konten gibt, die mit einbezogen werden müssten. Sollte dies der Fall sein, müsste es eine Nachverhandlung geben.Laut Aussage von ihm und seinem Gutachter, wurde die Immobilie in ...mit 305 000€ veranschlagt, und die Gelder, abzüglich nur der Beerdigungskosten, die ihm zustehen, mit 60000€ auf der Kreissparkasse und 177 000€ auf der Volksbank.
Sollte sich etwas anderes ergeben, werden wir neu verhandeln.
Die Sterbekostenkasse zahlte mit 4800€ pro Geschwisteranteil, die an Beide bezahlt wurde, aus und wurde in dem Betrag von 130.000€ schon mitberechnet
Es wird auch ein lebenslanges Wohnrecht für Frau...angedachtDieses gilt solange bis das Haus von Herrn... bzw. eines seiner Kinder, verkauft wird.Nach der Erteilung eines Erbscheins für Herrn... verpflichtet er sich, den Betrag von 130 000€ an seine Schwester ... auszuzahlen und das Haus beim Umschreiben auf ihn mit einem lebenslangem Wohnrecht für seine Schwester eintragen zu lassen.
Der Vertrag gilt nur mit Unterschrift beider Parteien. „Werde ich hier über den Tisch gezogen???Wieviel Bargeld habe ich hier zu erwarten?Vielen Dank für Ihre Mühe!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihre Vermutung ist richtig, und ganz offenbar versucht Ihre Schwester, Sie zu übervorteilen.

Die testamentarischen Verfügungen Ihres Vaters sind eindeutig und keiner Auslegung zugänglich.

Ihre Schwester versucht diese nun dahin umzudeuten, dass Sie als Vermächtnisnehmerin eingesetzt worden sei.

Sie könnte dann gemäß § 2307 BGB dieses Vermächtnis ausschlagen und den Pflichtteil fordern (der in der Tat höher zu beziffern ist als 50.000 €).

Schon die Prämisse Ihrer Schwester ist jedoch falsch, denn es stand Ihrem Vater auf der Grundlage der Testierfreiheit gänzlich frei, wie er seinen Nachlass ordnet und zu wessen Gunsten er Verfügungen in welcher Höhe trifft.

Maßgeblich ist vielmehr die gesetzliche Regelung in § 2087 Absatz 1 BGB:

Hat der Erblasser sein Vermögen oder einen Bruchteil seines Vermögens dem Bedachten zugewendet, so ist die Verfügung als Erbeinsetzung anzusehen, auch wenn der Bedachte nicht als Erbe bezeichnet ist.

Der Erblasser hat es also selbst in der Hand, wie und in welchen Quoten er sein Erbe verteilt.

Werden daher Bruchteile des Vermögens - hier die 50.000 € für Ihre Schwester des Vermögens dem Bedachten zugewendet, so ist er Erbe, und nicht Vermächtnisnehmer, dem stets nur einzelne Gegenstände/Beträge zugewendet werden.

Ihre Schwester ist folglich Erbe wie Sie, und sie ist an die testamentarischen Anordnungen rechtlich gebunden.

Sie kann die Erbschaft auch nicht ausschlagen und dann den Pflichtteil fordern, denn dies wäre nur unter den engen Voraussetzungen des § 2306 BGB möglich, die hier ebenfalls nicht vorliegen.

Sie sollten sich daher unter keinen Umständen auf den Vorschlag Ihrer Schwester einlassen.

Klicken Sie bitte oben die Bewertungssterne (=3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von Justanswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

ra-huettemann und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Herzlichen Dank!
Wieviel Bargeld hätte ich demnch zu erwarten?

Es gilt das Testament Ihres Vaters!

Er hat klare Verfügungen getroffen, und diese sind bindend.

Klicken Sie bitte oben die Bewertungssterne (=3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von Justanswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Kann ich guten Willens ein Wohnrecht zugestehen?

Das können Sie natürlich. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt