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alva3172015
alva3172015, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 1543
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht Berater im Mieterverein Mieter helfen Mieter in München
92866717
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alva3172015 ist jetzt online.

Sehr geehrter Rechtsanwalt, ich hätte einige Fragen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Rechtsanwalt,
ich hätte einige Fragen bezüglich Formulierung meines Testamentes.
Info vorab:
Wir haben im Rahmen eines Ehevertrages, Gütertrennung und einen gegenseitigen Pflichtteilsverzicht vereinbart.Mein beabsichtigtes Konzept:
-meine Frau soll Alleinerbe sein.
-Meine Frau erhält im Wege eines Vorausvermächtnisses:
-a) einen Betrag in Höhe von € ………..
-b) alle Einrichtungsgegenstände an unserem gemeinsam bewohnten Haus in der…… oder nur die mir zustehende Hälfte (wir leben in Gütertrennung)
-c) meine persönlichen Dinge, meinen PKW und mein Wohnmobil, sofern ich zum Zeitpunkt meines Ablebens Eigentümer eines Wohnmobils bin
-d) einen Nießbrauch für die Dauer von 10 Jahren an unserem gemeinsam bewohnten HausMeinen restlichen Nachlass habe ich in Form einiger Vermächtnisse anderen Personen und gemeinnützigen Vereinen vermacht.
Durch die Verteilung des restlichen Nachlasses in Vermächtnisse, verbleibt meiner Frau kein „eigentliches“ Erbe (nur das Vorausvermächtnis)
- ich habe Testamentsvollstreckung angeordnetHintergrund und Fragen:
Der Hintergrund des Vorausvermächtnisses ist, dass im Falle einer Veränderung/Minderung meines Nachlasses, meine Frau immer einen gesicherten Wert bekommt. Durch die Verteilung von Vermächtnissen, würden bei einer Minderung des Nachlasses, immer der Wert der Vermächtnisse gesichert sein, der Wert des Erbes wäre somit variabel.-kann ein Alleinerbe in der vorgenannten Form ein Vorausvermächtnis erhalten und ist dies rechtlich haltbar?-muss ich meiner Frau die gesamten Einrichtungsgegenstände vorausvermachen, oder nur die Hälfte (wegen bestehender Gütertrennung)Mit freundlichen Grüßen

Mein Name ist Hermes und ich bin Spezialist für Erbrecht. Reicht Ihnen bis morgen im Laufe des Tages?

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Ja, wenn es bis morgen Mittag, spätestens früher Nachmittag geht, wäre dies sehr hilfreich, am Nachmittag habe ich diesbezüglich mit Beteiligten eine Besprechung.

Ja, klar. Kein Problem.

Danke für Ihre Geduld. Mit der Zuteilung eines oder mehrere Vermächtnisse treffen Sie Regelungen zur Teilung des Nachlasses. Dies ist vollkommen legitim.

Die Alleinerbin (Ihre Frau) kann natürlich auch ein Vorausvermächtnis erhalten; vgl. § 2150 BGB.

Die rechtlichen Wirkungen und Vorteile des Vermächtnisses zugunsten eines Alleinerben liegen in Folgendem: Vermächtniszuwendung und Alleinerbeneinsetzung sind in ihrem Bestand voneinander unabhängig. Der bedachte und zugleich beschwerte Erbe kann die Erbschaft ausschlagen und das Vermächtnis annehmen und umgekehrt. Die Unwirksamkeit der Erbeinsetzung lässt idR die Wirksamkeit des Vermächtnisses unangetastet (vgl. § 2085).

Die Erbin kann dagegen ein gegen sie gerichtetes Vermächtnis bei der Berechnung des Pflichtteils nicht mindernd ins Spiel bringen. Insoweit gilt nämlich der Grundsatz, dass Erbfallschulden, die auf das Testament bzw. den Erbvertrag des Erblassers zurückgehen, bei der Berechnung des Pflichtteils nicht abgezogen werden dürfen.

Und bezüglich des Hausrates würde ich ebenfalls anempfehlen, ein Vorausvermächtnis bezüglich des gesamten Hausrates zu bestimmen. Aufgrund der Gütertrennung gehört Ihrer Frau sowieso bereits die Hälfte.

Beantwortet dies Ihre Fragen?

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Sie schreiben, der Hausrat gehört aufgrund der Gütertrennung sowieso zur Hälfte meiner Frau. Ist es aufgrund der Gütertrennung nicht andersrum, der Frau gehört nicht die Hälfte. Der Hausrat wurde von mir in die Ehe mitgebracht oder später angeschafft. Was muss ich im Vorausvermächtnis festlegen, ganzer Hausrat oder die Hälfte ? Vielen Dank.

Entschuldigen Sie. Klar, wenn Sie den gesamten Hausrat tatsächlich angeschafft haben bzw. bereits in die Ehe gebracht haben, gehört Ihnen auch der Hausrat bei der Gütertrennung. Dann müssten/sollten Sie aber trotzdem festlegen, dass Ihrer Ehefrau der Hausrat als Ganzes zukommt im Rahmen des Vorausvermächtnisses.

§ 1932 BGB.

alva3172015 und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.