So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 37110
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Betr.: Hausfriedensbruch – Erbengemeinschaft Folgender Fall:

Diese Antwort wurde bewertet:

Betr.: Hausfriedensbruch – ErbengemeinschaftFolgender Fall: für ein Haus mit einem Grundstück gibt es eine Erbengemeinschaft zweier Parteien zu 2/3 – 1/3.
Die Partei mit dem geringeren Anteil hat einem Bekannten eine Vollmacht ausgestellt, die es dem Bekannten erlauben soll, daß Haus zu betreten. Der andere Erbberechtigte wurde darüber nicht informiert oder dessen Einwilligung eingeholt. Das Haus wurde von dem Bekannten der einen Erbpartei betreten. Ist das als Hausfriedensbruch zu bewerten?Daher die Frage: Kann ein Erbberechtigter mit Hilfe einer Vollmacht einen Dritten Person den Zugang zum Haus gewähren, ohne das die Zustimmung der anderen Erbpartei vorliegt.Andererseits wurde von der Erbpartei mit der 2/3 Mehrheit in der Vergangenheit ohne Absprache mit dem anderen Erbberechtigen Hausrat aus der Wohnung des Erblassers (Möbel zur weiteren Nutzung) verbracht. Das Mobiliar hat nur einen geringen Wert und wurde aus Liebhaberei aus der Wohnung verbracht um es vor Schäden zu bewahren. Die verbrachten Gegenstände wurden nicht veräußert. Mit welchen rechtlichen Folgen ist das zu bewerten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

EIn strafbarer Hausfriedensbruch nach § 123 StGB liegt nicht vor, da der Bekannte aufgrund der Vollmacht davon ausgegangen ist, das Haus betreten zu dürfen. In diesem Falle dürfte es dem Bekannten an Vorsatz fehlen. Er wäre straffrei.

Zivilrechtlich kann ein Zugang / Zutritt zum Haus nur dann gewährt werden, wenn alle Miterben zustimmen. Selbiges gilt auch für das Mobiliar. Liegt hier nicht die Zustimmung aller Erben vor, so kann jeder Erbe auf Herausgabe an die Erbengemeinschaft klagen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

MIt freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Eine Frage noch: der Bekannte wußte, daß es sich um eine Erbengemeinschaft handelt und der Vollmachtgebende nicht der einzige Erbe ist. Er wußte auch, an wen das andere Erbteile gefallen ist und daß es Konflikte in der Erbauseinandersetzung gibt.
Kann man hier nicht in Abrede stellen, daß der Bekannte in dem Glauben, eine umfassende Vollmacht zu haben, gehandelt hat?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Vorsatz wird dem Bekannten hier schwer nachweisbar sein. Er kann sich hier darauf berufen an die Wirksamkeit der Vollmacht geglaubt zu haben.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.