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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9641
Erfahrung:  Rechtsanwalt
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Die betreffende Person, der

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Die betreffende Person, der 92 jährige Vater seiner verstorbenen Tochter, lebt zur Zeit in Kärnten, Österreich. Die verstorbene Tochter lebte bis zu ihrem Tod in Hessen. Deutschland.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Der Vater ist im Besitz einer Generalvollmacht von seiner Tochter, welche über den Tod hinaus gilt. Mit dieser Vollmacht möchte er den Nachlass seiner Tochter verwalten, bzw. an Dritte übertragen. Dazu würden Berichtigungen im Grundbuch und Auflösung der Konten gehören.
Gepostet: vor 24 Tagen.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

welche konkrete Frage stellt sich denn ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Inwiefern kann der Vater mit seiner Generalvollmacht die Grundbucheinträge seiner Tochter korrigieren bzw. auf Dritte übertragen und inwiefern kann der Vater die Konton und Vermögenswerte seiner Tochter auflösen und auf ein anderes extra dafür angelegtes Konto überweisen?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

handelt es sich um eine notarielle Vollmacht ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Ja, es handelt sich um eine notarielle Vollmacht aus dem Jahre 2014
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Da man für einen "Akt" im Zusammenhang mit einer Immobilie zwingend eine notarielle Vollmacht benötigt, die in Ihrem Fall vorliegt, könnte der Vater mit diese Vollmacht auch über die Immobilie verfügen, erst recht natürlich über Konten.

Können heißt natürlich in diesem Zusammenhang nicht zwingend "dürfen". Denn verfügen dürfte nur der Erbe der Tochter, denn gem. § 1922 BGB gehen alle Vermögenswerte, die die Tochter zum Todestag hatte, auf den Erben über, der alleine über diese verfügen darf.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage nahebringen. Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist. Ansonsten nehmen Sie bitte eine Bewertung (3-5 Sterne) vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Der Vater ist der einzige Erbe, aber er würde gerne zwecks Steuereinsparung, die Erbverwaltung via Vollmacht regeln und das Erbe an Dritte vermachen. Ist soetwas möglich?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

er kann das Erbe schon einer dritten Person "vermachen. da dies aber erst einmal nichts daran ändert, dass er zunächst Erbe geworden ist, lässen sich eventuelle steuerlichen Auswirkungen dadurch nicht vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Der Vater hat den Erbscheinantrag erst einmal pausieren lassen. So gesehen ist er also noch kein Erbe, aber es gibt keine weiteren Verwandten, welche als Erbe in Frage kommen könnten. Ich wurde im Zuge meiner Recherchen auf ein Urteil vom Oberlandesgericht Frankfurt aufmerksam:Wenn einer Vollmacht ein Auftrag oder Geschäftsbesorgungsvertrag zu Grunde liegt, gilt sie nach den gesetzlichen Vorschriften der § § 168, 172,675 BGB über den Tod hinaus. Erst recht gilt dies, wenn in den jeweiligen Vollmachten die Fortgeltung über den Tod der Vollmachtgeber hinaus ausdrücklich angeordnet ist. So war es im vorliegenden Fall. Mit dem Erbfall erwirbt der Bevollmächtigte aufgrund der Ermächtigung des Erblassers die Befugnis, innerhalb der ihm eingeräumten Vertretungsmacht über das zum Nachlass gehörende Vermögen in Vertretung des bzw. der Erben zu verfügen. Entsprechendes hat bereits der Bundesgerichtshof in der Entscheidung NJW 1983, Seite 1487 entschieden.Meines Erachtens würde der Vater, wenn er auf das Erbe verzichten würde, über das Vermögen in Vertretung für die Erben (Welche bei einem Erbverzicht der Staat wäre) verfügen. Oder verstehe ich da etwas falsch?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Erbe ist er schon, er kann die Erbenstellung nur (noch)nicht nachweisen, dafür benötigt er den Erbschein.

Verzichten kann der vater nur, indem er das Erbe ausschlägt. Schlägt er nicht aus, ist er Erbe und wenn er anschließend das Erbe weggibt, hat dies aufgrund der vorherigen Erbenstellung keine Auswirkungen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 24 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Fragen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Sehr geerte Frau Grass, entschuldigen Sie bitte mein plötzliches Fernbleiben. Bis hierhin habe ich auch keine Fragen mehr. Mit besten Grüßen aus Österreich.
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 23 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

das freut mich zu hören ! Ich wünsche Ihnen alles Gute und ein schönes Wochenende !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass