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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 34844
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Bruder und ich haben 09/2011 von unserem Opa Ackerland

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Bruder und ich haben 09/2011 von unserem Opa Ackerland geschenkt bekommen. Es ist 11/11 über einen Notar im Grundbuch eingetragen. Opa ist im Dez. 2017 verstorben. Jetzt möchten wir das Ackerland verkaufen. Haben die beiden Kinder von unserem Opa (unsere Mutter und Tante) jetzt noch Rechte und wenn ja wie lange noch. Müssen Sie sich selbst kümmern, wenn sie die eventuell noch bestehenden Rechte antreten wollen, werden sie in irgend einer Weise informiert, wenn wir es jetzt über einen Notar verkaufen?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Acker liegt in Sachsen-Anhalt und wir wohnen beide in Sachsen.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Unsere Mutter ist mit dem Verkauf einverstanden.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Wenn Ihr Opa in 2017 verstorben ist, so stehen den beiden Kindern wegen der erfolgten Schenkung bis zum Ende dieses Jahres, also bis zum 31.12.2020, Pflichtteilsergänzungsansprüche gemäß § 2325 BGB zu, denn diese gelten auch für Erben.

Abgesehen davon, dass dieser Anspruch aber Ende dieses Jahres verjährt sein wird, gilt zusätzlich noch die Regelung des § 2325 Absatz 3 BGB.

Die Schenkung wird nach dieser Bestimmung innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt. Sind zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt die Schenkung unberücksichtigt.

Das bedeutet: Selbst wenn die Kinder noch bis zum Ende des Jahres Ansprüche geltend machen sollten, so würde der Wert der Schenkung des Ackerlandes dann nur noch mit 1/10 dem Nachlasswert hinzugerechnet!

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für die Antwort. Noch eine Frage. Wenn die Kinder aber ihre Ansprüche geltend machen wollten, müssten Sie selbst tätig werden?
Ab 01.01.2021 sind die Kinder komplett raus und haben keinerlei Ansprüche mehr?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja: Die Kinder müssten die Pflichtteilsergänzungsansprüche selbst und eigeninitiativ geltend machen.

Ab dem 01.01.2021 hätten die Kinder keine Ansprüche mehr!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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