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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9215
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Hallo, meine Frage betrifft die Erbschaftssteuer bzw.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,meine Frage betrifft die Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteuer bei Immobilienerbschaft.Folgender Sachverhalt:
Eine Immobilie, aktuelles Wertgutachten 185.000 € gehört zu je 35% meiner Tante und meiner Mutter, die restlichen 30% gehören meinem Vater. Alle drei sind ca. 80 Jahre alt.Soweit ich das bisher richtig verstanden habe, sind allein die 35% meiner Tante steuerrechtlich relevant, weil der Freibetrag nur bei 20.000 € liegt - der Freibetrag bei Eltern hingegen bei 400.000 €.Frage: Ist es möglich in Form einer Kettenschenkung die Erbschaftssteuer zu minimieren? (Das heißt, die Tante verschenkt ihre 35% zu gleichen Teilen an ihre Schwester (Meine Mutter), ihren Schwager (meinen Vater) und mich. In einem zweiten Schritt - würden dann mein Vater und meine Mutter mir ihre Anteile ebenfalls schenken, so dass ich am Ende 100% der Immobilie besitze. Die Erbschaftssteuer würde dann nur für 35% von 185.000 = 64750 minus 3 Freibeträge von 20.000€ - also auf 4750 € anfallen?
Wieviel Zeit muss zwischen Schritt 1 und Schritt 2 vergehen?Wenn es für Sie finanziell von Interesse ist, stelle ich die weitere Frage gern auch getrennt. (bitte mitteilen)
Weitere Frage: Bei Schenkung fällt meines Erachten keine Grunderwerbssteuer an. Ändert sich das, wenn alle drei genannten Personen vor der Schenkung ein lebenslanges Wohnrecht eingetragen bekommen? Wie würde die Grunderwerbssteuer dann berechnet - falls sie anfällt?vielen Dank für eine Antwort.
U.Riedel

Sehr geehrter Fragesteller,

verstehe ich Ihre Anfrage richtig, dass die Tante also jeweils ca. 11,6 % verschenkt ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ja, das war meine naive Annahme. Bin gern für andere Gestaltungsmöglichkeiten offen.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und den Nachtrag.

Grundsätzlich sind solche Kettenschenkungen zulässig und es muss zwischen der einen Schenkung und er anderen kein nennenswerter Zeitraum vergehen, wenn keine Pflicht zum Weiterverschenken besteht (BFH, Urteil vom 18.07.2013, AZ: II R 37/11).

Werden die 35 % jeweils zu 1/3 übertragen, dann werden je 21.583,33 EUR verschenkt, sodass der jeweilige Beschenkte Steuern aus dem Betrag von 1.583,33 EUR zahlen muss.

Zur zweiten Fragen eine Nachfrage: besteht das Wohnrecht schon ? oder wie ist dies zu verstehen ?

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick über die Rechtslage und die Möglichkeiten gegeben zu haben und darf Sie, sofern keine Fragen mehr bestehen, bitten, die Antwort zu bewerten. vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Nein, das Wohnrecht besteht im Moment noch nicht. Ein Eintrag vor der Schenkung würde aber vermutlich den Wert der Immobilie soweit absenken, dass überhaupt keine Erbschaftssteuer anfällt. Das ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn nicht stattdessen Grunderwerbssteuer anfällt.

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn ein Lebenslanges Wohnrecht eingetragen wird, löst dies Grunderwerbssteuer aus.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

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