So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 33730
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren Meine Eltern haben 2008 ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren Meine Eltern haben im Jahr 2008 ein Berliner Testament verfasst. Sie setzen sich hier als Alleinerben ein . Nach dem Tod des Längerlebenden soll das Haus vermietet werden und die Mieteinahmen hälftig auf uns beiden Schlusserben (Bruder) aufgeteilt werden. Sollte der Sohn Thilo das Haus übernehmen sollen muss er an seinen Bruder 48.000 Euro zahlen oder ein monatlicher Betrag von 400 Euro 10 Jahre lang. Im Jahre 2011 verstarb meine Mutter und 2013 hat mein Vater als alleinige Vollerbe mir das Haus per Überlassungsvertrag überschrieben mit den Zusatz ein Lebenslanges Wohnrecht sowie Wart und Pflege des Haus und ein Pflegevereinbahrung . Meine Frage : Hat mein Bruder Anspruch auf die 48 .000 Euro noch zu Lebzeiten des Vollerben sowie eine Rückabwicklung des Überlassungsvertrag ( Schenkung) und wie sieht es mit den Überlassungsvertrag nach dem Ableben des Vollerben aus ? Vielen Dank

Sehr geehter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu Lebzeiten Ihres Vaters hat Ihr Bruder keinen Anspruch auf Zahlung der 48.000 EUR, weil meinem Verständnis nach das Testament den Fall der Übernahme der Immobilie nach dem Tod des überlebenden Elternteil gemeint haben.

Der Überlassungsvertrag kann auch nicht rückabgewickelt werden, da Ihr Vater Vollerbe ist. Er könnte nur dann rückabgewickelt werden, wenn Ihr Vater zum Zeitpunkt der Beurkundung des Überlassungsvertrages Geschäftsunfähig gewesen wäre.

Sollte Ihr Vater allerdings versterben, so hat Ihr Bruder nach § 2325 BGB einen Anspruch auf Pflichtteilsergänzung. Das bedeutet, dass der Wert des Hauses dem Nachlass hinzugerechnet wird und sich dann aus diesem erhöhtem Nachlass dann der Pflichtteilsanspruch errechnet.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.