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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 13399
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Eine Erbengemeinschaft, 3 Geschwister, haben ein Haus

Diese Antwort wurde bewertet:

Eine Erbengemeinschaft, 3 Geschwister, haben ein Haus geerbt. 2 der 3 wollen dieses verkaufen.
Der 3. Miterbe, der Sozialhilfe bezieht, ist nach wie vor nicht kooperativ.
Es gibt eine Kaufabsichtserklärung eines Interessenten, der das Haus zu einem guten Preis kaufen möchte.
Das Zwangsversteigerungsverfahren läuft.
Das Amtsgericht wartet auf mein GO für den Gutachter.
Ist es möglich, dass nach Erstellung des Wertgutachtens ein Kaufinteressent das Haus kaufen kann? Also auch ohne ZV-Termin bei Gericht?
Wenn im ZV-Termin ein niedrigerer Verkaufspreis erzielt wird - entsteht dann nicht ein Vermögensschaden? Kann man den Blockierer dafür in Regress nehmen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Ich bedaure Ihnen mitteilen zu müssen, dass ein Verkauf ohne die Zustimmung aller Erben mit möglich ist.

Diese verfügen im Gesamten über den Nachlass bzw. deren Vermögenswerte und rechtswirksam könnte ansonsten der Erwerber kein Eigentum erhalten.

Der Miterbe kann auch nicht gezwungen werden, selbst wenn in der Versteigerung ein niedrigerer Wert erzielt würde.

Nur wenn der Miterbe in der Absicht handelt, die Miterben vorsätzlich zu schädigen, könnte der Miterbe auf Zustimmung zum Verkauf vor einem Gericht verklagt werden.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ich hatte geschrieben, dass ich das Zwangsversteigerungsverfahren mit dem Zweck der Aufhebung der Erbengemeinschaft initiiert habe. Damit bin ich doch wohl "Herr des Verfahrens". Wenn es also zum ZV-Termin kommt, kann der 3. Miterbe nicht mehr blockieren, korrekt? Was ist, wenn jemand vor dem ZV-Termin das Haus zum angestrebten Verkaufspreis kaufen möchte? Ist dann die Zustimmung des 3. Miterben erforderlich?

 

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),für die ZV ist die Zustimmung des Miterben unerheblich. Dies ist korrekt.Für jegliche Art des freihändigen Verkaufs - auch während des Verfahrens - ist eine Zustimmung des Miterben erforderlich.Denn der Kaufvertrag muss durch Erklärung aller Miterben beurkundet werden.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Das bedeutet also, wenn ich das permanente Blockieren durch den 3. Miterben beenden will, sollte ich das ZV-Verfahren vorantreiben, damit das Haus verkauft werden kann. Besagter 3. Miterbe hat bisher nachweislich alle Vorschläge zum einvernehmlichen Verkauf des Hauses abgelehnt, blockiert oder konterkariert. Könnte man dieses Verhalten schon als vorsätzlich betrachten? Wie wäre es in einem Zivilverfahren?
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Kann man auf Schadensersatz klagen, wenn z.B. jetzt ein Interessent 300.000 Euro zahlen würde, im ZV dann aber z.B. nur 220.000 erzielt werden können?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne beantworte ich auch Ihre weiteren Nachfragen:

1. Das bedeutet also, wenn ich das permanente Blockieren durch den 3. Miterben beenden will, sollte ich das ZV-Verfahren vorantreiben, damit das Haus verkauft werden kann. Besagter 3. Miterbe hat bisher nachweislich alle Vorschläge zum einvernehmlichen Verkauf des Hauses abgelehnt, blockiert oder konterkariert.

Ja, das ist genau richtig so.

2. Könnte man dieses Verhalten schon als vorsätzlich betrachten? Wie wäre es in einem Zivilverfahren?

Nein, dies genügt nicht für ein vorsätzlichens Schädigen.

3. Kann man auf Schadensersatz klagen, wenn z.B. jetzt ein Interessent 300.000 Euro zahlen würde, im ZV dann aber z.B. nur 220.000 erzielt werden können?

Nein, ein Schadensersatz ist ebenfalls nur dann möglich, wenn ein vorsätzliches sittenwidriges Schädigen beabsichtigt war. Dann kann der benannte Betrag ersetzt verlangt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Könnten Sie freundlicherweise meine letzten Nachfragen noch beantworten? Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Eine letzte Nachfrage: Wie ist es im ZV? Welcher Preis wird als Mindestpreis festgesetzt? Wer setzt den Mindestpreis fest? Welchen Einfluss habe ich als Herr des ZV-Verfahrens? Muss ich dem Gebot zustimmen oder kann ich ablehnen, wenn der erzielte Preis m.E. zu niedrig ist?
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Zum Vorsatz: Mein Bruder hat im Rahmen der Beantragung des Erbscheins und der von mir später initiierten ZV unglaublich Behauptungen, Beleidigungen und Schmierereien an das AG geschickt. Er wollte mit allen Mitteln die ZV verhindert. Dies wurde vom zuständigen OLG abgelehnt. Reicht dies aus um einen Vorsatz zu begründen?

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen beantworten.
Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage (jetzt Detailfragen zum ZV-Verfahren) erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.
Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.
Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Der 3. Miterbe blockiert weiterhin. Er ist jetzt 65, bezieht seit 40 Jahren Sozialhilfe bzw. Hartz 4. Einen Kaufinteressenten, der einen sehr guten Preis geboten hat, hat er abgelehnt. Die Teilungsversteigerung wollte er verhindern. Dazu hat er eine Anwältin beauftragt. Antrag vom OLG abgelehnt. Er blockiert alles. Lt. Beschluss des AG bekommt er PKH unter der Bedingung, dass die Kosten aus einem freihändigen Verkauf ODER aus dem Erlös der Teilungsversteigerung beglichen werden. Freihändigen Verkauf will er nicht, Teilungsversteigerung auch nicht. Wenn ich jetzt den Antrag auf Teilungsversteigerung zurückziehe - wie bekommt dann der Anwalt sein Geld? Kann der Anwalt seinen Mandanten zum Verkauf zwingen, denn der Mann hat ja durch seinen Erbanteil Vermögen? Es sind bestimmt schon 4.000 bis 5.000 Euro Anwaltskosten aufgelaufen. Ich weiß, dass der Anwalt sein Geld möchte.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Bekomme ich heute noch eine Antwort?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank.

Zu Ihren Nachfragen:

Welcher Preis wird als Mindestpreis festgesetzt?

Es wird ein Verkehrswertgutachten durch das Gericht eingeholt.

Der Mindestpreis liegt bei 5/10 hiervon (d. h. der Hälfte).

Dies legt das Zwangsversteigerungsgesetz fest.

Muss ich dem Gebot zustimmen oder kann ich ablehnen, wenn der erzielte Preis m.E. zu niedrig ist?

Wird der Preis von 7/10 nicht erreicht, können Sie als Antragsteller einen Zuschlag ablehnen.

Als "Herr" des Verfahrens sind Sie jederzeit berechtigt, die ZV zu beenden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Der 3. Miterbe blockiert weiterhin. Er ist jetzt 65, bezieht seit 40 Jahren Sozialhilfe bzw. Hartz 4. Einen Kaufinteressenten, der einen sehr guten Preis geboten hat, hat er abgelehnt. Die Teilungsversteigerung wollte er verhindern. Dazu hat er eine Anwältin beauftragt. Antrag vom OLG abgelehnt. Er blockiert alles.
---- WICHTIG: Lt. Beschluss des AG bekommt er PKH unter der Bedingung, dass die Kosten aus einem freihändigen Verkauf ODER aus dem Erlös der Teilungsversteigerung beglichen werden. Freihändigen Verkauf will er nicht, Teilungsversteigerung auch nicht. Wenn ich jetzt den Antrag auf Teilungsversteigerung zurückziehe - wie bekommt dann der Anwalt sein Geld? Kann der Anwalt seinen Mandanten zum Verkauf zwingen, denn der Mann hat ja durch seinen Erbanteil Vermögen? Es sind bestimmt schon 4.000 bis 5.000 Euro Anwaltskosten aufgelaufen. Ich weiß, dass der Anwalt sein Geld möchte. Könnte der Anwalt ihn deshalb dazu bringen, einem freihändigen Verkauf zuzustimmen?