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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 31214
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Steht einem ein Pflichtanteil beim Erbe einer Generation zu

Diese Antwort wurde bewertet:

Steht einem ein Pflichtanteil beim Erbe einer Generation zu auch wenn man das Erbe der Generation darunter ablehnt?Konkretes Szenario:
Mein Großvater hat wohl in seinem Testament vereinbart, dass sobald einer seiner beiden Söhne stirbt das komplette Erbe an den anderen Sohn geht.
So wie ich den Pflichtteil verstehe würde die Hälfte des ursprünglichen Erbanteils (25%) als Pflichtanteil auf mich (Enkel) und meine Tochter (Urenkel) aufgeteilt werden.Gilt dies auch, wenn ich das Erbe meines Vaters ablehne (da insolvent)? Sind die beiden Erbsituationen unabhängig voneinander?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Grundsätzlich zählen auch Enkel als Abkömmlinge zum Kreis der pflichtteilsberechtigten Personen.

 

Allerdings kann ein Enkel nur dann den Pflichtteil beanspruchen, wenn das Kind des Erblassers (also der Elternteil des Enkel) verstorben ist, denn wenn das Kind des Erblassers lebt, steht nur diesem der Pflichtteil zu, und der Enkel ist mit diesem dann rechtlich ausgeschlossen.

 

Sie haben daher mit Ihrer Annahme Recht: Sollte Ihr Vater als pflichtteilsberechtigtes Kind Ihres Großvaters versterben, so würden Sie anstelle Ihres Vaters dessen Pflichtteil erhalten.

 

Wertmäßig betrüge dieser sodann in der Tat 25%, denn der Pflichtteil beträgt wertmäßig die Hälfte des gesetzlichen Erbteiles (§ 2303 BGB), und bei gesetzlicher Erbfolge würden die beiden Kinder je 50% erhalten.

 

Ja, das gilt auch, wenn Sie das Erbe Ihres Vaters ausschlagen, denn dies bedeutet nicht, dass Sie den Pflichtteil dann nicht mehr geltend machen können, denn die Ausschlagung betrifft nur das Erbe, nicht aber den Pflichtteil.

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Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider ist der Tod meines Vaters bereits eingetreten. Wenn ich sie richtig verstanden habe geht es immer auf die nächste Ebene? Das bedeutet, da mein Vater seinen Pflichtteil von 25% nicht bekommen wird, geht der Pflichtteil zu 25% auf mich über und wird nicht zwischen mir und meiner Tochter (aktuell unter 2 Jahre alt) aufgeteilt? Das Wichtigste an meiner Frage war mir, dass ich das Erbe meines Vaters trotzdem ablehnen kann und der Pflichtanteil bestehen bleibt, korrekt? Vielen vielen Dank!


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Ja, richtig: Wenn Ihr Vater verstorben ist, so ist dessen Pflichtteil auf Sie übergegangen.

 

Beachten Sie aber: Der Pflichtteilsanspruch verjährt in drei Jahren (§ 195 BGB).

 

Richtig: Wenn Sie das Erbe ausschlagen, so behalten Sie dennoch Ihren Pflichtteil.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Sorry, dass habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Das heißt wenn mein Großvater jetzt (hoffentlich) noch länger als drei Jahre lebt habe ich keinen Pflichtteilanspruch mehr?

Nein: Die Verjährungsfrist von 3 Jahren beginnt erst mit dem Ableben des Großvaters zu laufen!

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Kristian Hüttemann
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