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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 29753
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich das EFH von meinem Lebensgefährten 2011 abgekauft und

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich das EFH von meinem Lebensgefährten 2011 abgekauft und nun ist er verstorben. Nun habe ich Zweifel, da ich nur 35.000,-€ dafür bez. habe und das vielleicht mehr Wert ist. Er hat 2 Kinder und eins ist sehr auf Geld aus. Wie soll ich mich jetzt verhalten ? Vielen Dank
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Sachsen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich stehe im Grundbuch und Habe ein behindertes (32 J.)Kind.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie haben nichts zu befürchten, und die Erben Ihres verstorbenen Lebensgefährten können Ihnen gegenüber keinerlei Ansprüche geltend machen.

Es stand Ihrem verstorbenen Lebensgefährten gänzlich frei, Ihnen das EFH zu dem genannten Preis zu veräußern, denn dieser konnte zu Lebzeiten unbeschränkt über seine Vermögenswerte nach Belieben verfügen, und insbesondere traf ihn keine Vermögenserhaltungspflicht mit Blick auf mögliche künftige Erben.

Es käme äußerstenfalls eine gemischte Schenkung in Betracht, wenn der Kaufpreis außer Verhältnis zu dem tatsächlichen Wert steht, und der Schenkungsanteil dieser gemischten Schenkung unterläge sodann dem Pflichtteilergänzungsanspruch des § 2325 BGB.

Für das Vorliegen einer solchen gemischten Schenkung wäre aber die Erben in der vollen Beweispflicht, sofern diese sich darauf berufen sollten!

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Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Sind denn noch Fragen offen geblieben? Gibt es (technische) Probleme bei der Abgabe der Bewertung?

Haben Sie vielen Dank.

Zu berücksichtigen ist für den Fall der Geltendmachung eines Anspruchs nach § 2325 BGB im Übrigen die Abschmelzungsregelung des § 2325 III BGB:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2325.html

Selbst wenn eine gemischte Schenkung vorläge, so unterläge der "Veräußerungsanteil" dieser gemischten Schenkung nur noch einer Anrechnung von 20%, denn die Übertragung auf Sie erfolgte bereits vor acht Jahren.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt