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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 11836
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Meine Tante, Alter 89, wurde mittels beigefügten Testament

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Tante, Alter 89, wurde mittels beigefügten Testament mit EUR 4.000,-- bedacht. Die Erblasserin verstarb am 03.12.2016. Das Testament wurde am 24.05.2017 durch das Nachlassgericht in Baden-Baden eröffnet. Die Erbenermittlung mit Austellung der Erbscheine (21) wurde am 22.11.2018 abgeschlossen. Nach meinem Kenntnisstand müsste Bargeld und Immobilien als Erbmasse zur Verfügung stehen.
Auf Anfrage an das Nachlassgericht wurden wir an die Erben verwiesen, von denen wir die Auskunft bekamen, dass der o.g. erst gezahlt wird wenn die Immobilie verkauft ist. Das sollte dann über ein Treuhandkonto abgewickelt werden.
Ist das die korrekte Abwicklung, da der o.g. Betrag nicht von den Ansprüchen der Erbengemeinschaft abhängig ist, sondern der Betrag für die Erbengemeinschaft sich um die o.g. Summe reduziert.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Das beschriebene Vorgehen der Erbengemeinschaft ist nicht unüblich.

Ein Erbe allein kann nicht über einzelne Gegenstände bzw. Beträge des Nachlasses verfügen.

Die Erben können nur gemeinschaftlich den Nachlass auseinandersetzen.

Sofern der Nachlass nicht über die notwendigen liquiden Mittel verfügt, müssen diese durch Verwertung der Nachlassgegenstände "beschafft" werden. Und hierzu zählt eben auch die Verwertung der Immobilie.

Allerdings hat Ihre Tante nach § 2042 BGB einen Rechtsanspruch auf Auszahlung des Erbteils. Ggf. kann dies über ein Gericht durchgesetzt werden.

Wenn der Nachlasse jedoch keine liquiden Mittel mehr hat (weil diese beispielsweise durch anfallende Kosten aufgezehrt wurden), muss ebenfalls erst die Immobilie verkauft werden.

Ihrer Tante wird daher nichts anderes übrig bleiben (sofern nicht hinreichen Bargeld vorhanden ist), als die Verwertung der Immobilie abzuwarten.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
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Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Traub,
soviel mir bekannt ist müssten liquide Mittel, Mieteinnahmen aus der Immobilie, vorhanden sein. Macht es Sinn den Anspruch beim Notar, welcher ja ein Treuhandkonto verwalten soll, einzureichen?
MfG

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
Sie könnten den Notar um Auskunft bzgl. der vorgehaltenen Mittel ersuchen.

Ein Zahlungsverlangen kann der Notar nicht erfüllen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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