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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 29761
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bin befreite Vorerbin des Vermögens meines Vaters. Erste

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin befreite Vorerbin des Vermögens meines Vaters. Erste befreite Vorerbin war meine Mutter. Nach Ihrem Tod 2016 sind es meine Schwester und ich. Nacherben sind am Ende unsere jeweiligen "Abkömmlinge". Der Zugewinn seit dem Tod meiner Mutter beträgt ca. 400.000 Euro nur für meine Hälfte. (Es handelt sich um eine Immobilie in sehr privilegierter Lage) In meinem laufenden Scheidungsverfahren beanstprucht der Anwalt der Gegenseite die Hälfte dieses Zugewinns für den Vermögensausgleich. Meine Anwältin vertritt die Ansicht, dass das befreite Vorerbe wie Nießbrauch gewertet wird und somit nicht in den Vormögensausgleich einfließt. Ihre Einschätzung zu dieser Frage würde mich interessieren.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Hessen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Nichts was mir jetzt einfiele

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ich pflichte der Kollegin bei und bin ebenfalls der Aufassung, dass das befreite Vorerbe im Rahmen des Zugewinnausgleichs nicht berücksichtigungsfähig ist.

Zu diesem rechtlichen Ergebnis zwingen schon die rechtsstrukturellen Gemeinsamkeiten von Nießbrauch und Vorerbschaft.

Der Nießbrauch verschafft seinem Inhaber die ausschließliche wirtschaftliche Nutzungsfunktion des mit diesem Recht belasteten Grundstücks, während das Grundstück rechtlich dem Eigemtümer zugeordnet bleibt.

Analog hierzu verhält es sich bei der Vorerbschaft, denn auch diese vermittelt dem Vorerben die Nutzungsrechte an der Vorerbschaft lediglich auf Zeit, denn mit dem Eintritt des Nacherbfalles treten die Nach-/Schlusserben ohne weiteres in sämtliche Rechtspositionen ein.

Wie der Nießbraucher erfährt damit auch der Vorerbe nicht eine dauerhafte, sondern lediglich eine vorübergehende Vermögensmehrung.

Dies rechtfertigt es, ein Vorerbe im Rahmen des Zugewinnausgleichs nicht zu berücksichtigen!
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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr gegehrter Herr Hüttemann, herzlichen Dank, das beruhigt mich. Der Anwalt der Gegenseite hatte sich darauf kapriziert, dass ich "befreite" Vorerbin sei und deshalb die Vorerbschaft anders zu werten sei als bei einer beschränkten Vorerbschaft...Gibt es hierzu ein Beispielurteil? Hatten Sie die Erbscheine bekommen?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sterne hatte ich gedrückt. 5!°)

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nein, den Einwand des Kollegen vermag ich nicht nachzuvollziehen, denn ausweislich des Erbscheins ist explizit Nacherbschaft angeordnet!

Soweit ersichtlich - ich habe ebenfalls recherchiert - ist hierzu noch keine gerichtliche Entscheidung ergangen.

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Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Haben Sie vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich hoffe, jetzt hat es geklappt...

Ja, herzlichen Dank!