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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 11836
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Hallo, Schleswig Holstein, Es geht um einen Erbstreit mit

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Schleswig Holstein
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Es geht um einen Erbstreit mit meiner Schwester. Ich habe meine Mutter 6 Jahre lang betreut, sie ist im Juni letzten Jahres Verstorben. Ich hatte eine Vorsorgevollmacht seit 2014 incl. Bankvollmacht. Meine schwester hatte 22 Jahre keinen Kontakt zu meiner Mutter. Weil ich das Erbe ausgeschlagen habe, ist sie jetzt einzige Erbin. Sie hat mir Kontoauszuüge meiner Mutter von 4 Jahren über einen Anwalt zukommen lassen und fordert nun Belegen zu mehreren Buchungen, von denen sie meint, dass verbuchte Geld (11.400€) in meine Tasche geflossen ist. Ich habe natürlich keine Belege über Einkäufe, Schenkungen, etc. mehr. Ist diese Forderung berechtigt?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Sofern es sich um Geschäfte des täglichen Lebens handelt und es sich um übliche Käufe zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten handelt, müssen Sie keinen Belegnachweis führen.

Hier wäre ansonsten für jeden Betreuer eine "überzogene" Bürokratie erforderlich.

Wenden Sie sich an die Gegenseite und teilen Sie dies so mit.

Darüber hinaus kann sicherlich nicht nachgewiesen werden, dass die Abhebungen von Ihnen vorgenommen worden sind.

Sofern die Gegenseite Ihnen Bereicherung unterstellt, muss dies auch von der Gegenseite bewiesen werden.

Allein durch die Pflege haben Sie keine Pflicht zur Rechenschaftslegung und Rechnungsführung.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich möchte da noch einmal einhaken, Ich habe von dem Konto meiner Mutter, auf deren Wunsch hin Ab und Umbuchungen vorgenommen, meine Mutter lebte ab Juli2017 in einem Pflegeheim, natürlich sind dort zusätzliche Kosten aufgelaufen, wie erhöhter Bedarf an Pflegemitteln, Garderobe, Friseur Fusspflege etc. Sie hatte immer großen wert auf gepflegtes Äußeres gelegt. später kam dann Physio dazu etc. Ich wollte Ihr die beste Pflege zukommen lassen und habe es mit bestem Wissen und Gewissen getan. Auch ist die Rede davon dass noch Kosten für die Wohnung abgebucht wurden, ich habe die Wohnung 3 Monate weitergezahlt, weil nicht sicher war ob meine Mutter nach einem Schlaganfall evtl. doch zurück in Ihre Wohnung kann. Das bedeutet nach Ihrer Aussage, ich muss dazu keine Angaben machen? oder Sollte ich mir vor Ort einen Anwalt zur Hilfe nehmen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
ich sehe Sie vor dieser Rückmeldung in einer relativ guten Rechtsposition und Sie haben sich nichts zuschulden kommen lassen.

Wenn es Zeugen für Ihre Fürsorge gibt (Heimpersonal, Freunde etc.) wird dies Ihre Darstellung im Streitfall untermauern.

Auch waren Sie kein rechtlicher Betreuer, der eine spezielle Vermögensverwaltungspflicht hatte.

Sie können daher auf die Aufforderung der Gegenseite gar nicht reagieren, besser aber noch eine knappe Rückmeldung dahingehend, dass alles im Rahmen der täglichen Lebensführung Ihrer Mutter erfolgt ist und seine Ordnung hat.

Einen Anwalt müssen Sie noch nicht nehmen.

Erst wenn die Gegenseite eine Klage einreichen sollte, wäre die Hinzuziehung eines Anwalts anzuraten.

Allerdings würde ich in diesem Fall Ihre Rechtsposition als wesentlich besser beurteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-