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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 11495
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Meine Eltern haben vor Jahren vor dem Notar ein Testament

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Eltern haben vor Jahren vor dem Notar ein Testament gemacht das von Beiden unterschrieben wurde und jetzt beim Amtsgericht hinterlegt ist.
Im Testament haben sie sich wechselseitig zu unbeschränkten Alleinerben auf den Tod des Erstversterbenden eingesetzt.Zu Schlusserben auf Ableben des Längerlebenden wurden 2 Abkömmlinge eingesetzt.
Ein 3. Abkömmling wurde mit dem gesetzlichen Pflichtteil eingesetzt.Da meine Mutter inzwischen verstorben ist und mein Vater das Testament in Sachen
Schlusserben der Abkömmlinge ändern möchte.
Auch der 3. Abkömmling soll als Schlusserbe eingetragen werdenAls Absatz ist im Testament noch vermerkt:
Der Längerlebende darf die vorstehend auf seinen Tod getroffenen Verfügungen insoweit
ändern oder aufheben, als er durch anderweitige letztwillige Verfügung ausschließlich Personen aus dem Kreis unserer gemeinschaftlichen Abkömmlinge begünstigt.
Er kann dabei aber auch einzelne Abkömmlinge von der Erblolge ausschließen.
Zu letztwilligen Verfügungen zugunsten anderer Personen, namentlich eines etwaigen neuen Lebens-oder Ehepartners ist er nicht berechtigt.Das gesetzliche Anfechtungsgesetz neuer Pflichtteilsberechtigter nach §2079 BGB schließen wir ausdrücklich aus.
Im übrigen verbleibt es bei der gesetzlichen Bindungsfrist eines gemeinschaftlichen Testaments.
Nun die Frage: ist eine Testamentsänderung überhaupt und wie möglich?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Das Testament kann nach übermittelter Klausel geändert werden, wenn die Änderung sich positiv zugunsten eines Abkömmlings auswirkt.

Diese Öffnungsklausel haben die Eltern im Testament verankert.

Wenn daher die Erbenstellung auch auf den 3. Abkömmling erweitert wird, ist dies im Rahmen der aufgenommenen Klausel zulässig und möglich.

D. h. somit wären dann alle Abkömmlinge anteilige Schlusserben.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
prima, die erste frage ist beantwortet, vielen Dank!
Offen seht noch die Frage : wie ist der Ablauf das Testament zu ändern?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Entweder Sie ändern das Testament durch einen Notar (wie vormals) oder durch ein eigenhändiges Testament (§ 2247 BGB). Letzteres ist vollständig eigenhändig zu schreiben und zu unterzeichnen.

Es gilt dann die Änderung des nachträglich gefertigten Testaments.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
und dann beim Amtsgericht abgeben?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das ist nicht zwingend. Aber auch dieses Testament kann beim Nachlassgericht hinterlegt werden.

Ja, das ist möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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