So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 29461
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

In enem Erbfall gibt es eine geistig behinderte Alleinerbin,

Diese Antwort wurde bewertet:

In enem Erbfall gibt es eine geistig behinderte Alleinerbin, die unter Betreuung einer Anwältin steht und einen Pflichterben. Bruder und Schwester. Der Bruder und Sohn der Erblasserin hat diese über eine umfangreiche Generalvollmacht in ihren letzten beiden Lebensjahren betreut. Die Klausel über den Tod hinaus war Teil der Vollmacht.
Sie starb am 22.4.2018. Das Pflichterbe ist unstrittig.
Unklar ist noch der Zeitpunkt ab dem Zinszahlungen fällig sind. Die Betreuerin macht diese von dem Zeitpunkt der Übergabe des Vermögens der Mutter abhängig. Eine Vermögensaufstellung im Fließtext lag im Juli 2018 vor. Eine Rechnungslegung über den Kontostand im Dezember 2018 und Übergabe des Kontos im April 2019.
Was ist richtig?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Verzugszinsen sind ab dem Zeitpunkt geschuldet, ab welchem die Erbin tatsächlich in der Lage war, den schuldrechtlichen und auf Geldzahlung gerichteten Pflichtteilsanspruch zu erfüllen.

Sollte dies - wovon ich unter Zugrundelegung Ihrer Angaben ausgehe - erst mit der Übertragung des Kontos möglich gewesen sein, so wäre die Erbin auch erst ab jenem Zeitpunkt in Verzug geraten, denn die Zuleitung der schriftlichen Vermögensaufstellung als solches hätte die Erbin noch nicht in den Stand versetzt, den Pflichtteilsanspruch zu erfüllen.

Nehmen Sie bitte Ihre Bewertung vor, indem Sie oben die Bewertungsterne (=3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt JustAnswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung an mich aus.

Nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit nachfragen!

Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
In diesem Fall steht die Übertragung einer Immobilie im Raum. Würde dann ab dem zinsfälligen Termin rückwirkend die Mieteinnahmen und die Zinsen anfallen oder nur eines von beiden.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Die Mieteinnahmen wären rückwirkend zu zahlen, die Zinsen erst ab Übertragung.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Das versteh ich nicht . Was bedeutet Zinszahlung ab Übertragung?

Wenn ich Sie richtig verstehe, so kann der Pflichtteilsanspruch erst mit der von Ihnen ergänzend erwähnten Übertragung der Immobilie erfüllt werden. In diesem Fall würden die Mieteinnahmen rückwirkend zu zahlen sein, während Verzugszinsen erst ab der Übertragung anfielen, denn erst dann wäre die Erbin ja wirtschaftlich in der Lage, den Pflichtteilsanspruch zu erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Das war ein Missverständnis. Der Pflichterbe soll statt Bargeld eine Immobilie übertragen bekommen., deren Mieteinnahmen bisher der Alleinerbin zugeflossen sind . Wären dafür die Mieteinnahmen seit dem Todestag zu bezahlen? Würden zusätzlich Zinsen seit dem Zeitpunkt der Kontoübertragung anfallen?

Ok, danke für die Klarstellung.

In diesem Fall stehen ihm in der Tat die Mieteinnahmen seit Eintritt des Erbfalls (=Todeszeitpunkt) zu.

Zinsen wären sodann seit dem Zeitpunkt der Kontoübertragung geschuldet, wie oben ausgeführt.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
In diesem Fall verfügt die Erbin nicht über genügend Bargeld, um den fälligen Betrag von 350000€ auszuzahlen. Auch die Übergabe des Kontos ist bei weitem nicht ausreichend. Sie müsste erst eine Immobilie verkaufen, um genügend Bargeld ranzuschaffen. Gilt der Zeitpunkt der Beginn der Verzugszinsen in diesem Fall ab Übertragung des Kontos, also April 2019 oder ab dem Zeitpunkt zu dem durch den Verlauf einer Immobilie Bargeld vorhanden ist.

Dann wäre der Zeitpunkt maßgeblich, ab welchem sie (nach erfolgtem Verkauf der Immobilie) über hinreichende Mittel verfügt.